San Francisco Renaissance

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Als San Francisco Renaissance bezeichnet man eine literarische Bewegung, die in San Francisco stattfand und sich auch auf Bereiche der Kunst, Philosophie und soziale, besonders inter-kulturelle sich auf Asien beziehende Belange auswirkte.

Anfänge[Bearbeiten]

Der Dichter Kenneth Rexroth wird als der Gründervater dieser Renaissance angesehen. Er gehörte zeitweise zur zweiten Generation des amerikanischen Modernismus nach Pound, den „objectivist poets“. Der unorthodoxe Sozialist korrespondierte mit dem rechtsextremen Ezra Pound und mit William Carlos Williams. Rexroth war in der kanonischen Objectivist Anthology vertreten. Er wurde stark vom Jazz, aber auch von altgriechischer, chinesischer und japanischer Dichtung beeinflusst und gehörte zu den ersten US-amerikanischen Dichtern, die sich ernsthaft auch mit der chinesischen und japanischen Sprache und mit Gattungen wie dem japanischen Haiku beschäftigten.

Wenn man so will war Madeline Gleason die Mutter der San Francisco Renaissance. In den 1940ern waren Gleason und Rexroth mit einer Gruppe von Dichtern die in Berkeley studierten befreundet , darunter Robert Duncan, Jack Spicer und Robin Blaser. Gleason und Duncan standen sich besonders nah und bewerteten sich auch gegenseitig ihre Gedichte.

Beginn der Bewegung[Bearbeiten]

Im April 1947 organisierte Gleason das erste Festival of Modern Poetry in der Lucien Labaudt Gallery in der Gough Street. Auf zwei Abende verteilt hatten sie zwei Dutzend Dichtern, darunter Rexroth, Duncan und Spicer sich und ihre Gedichte einem interessierten Publikum vorzustellen. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in San Francisco.

In den 1950ern verbrachten Duncan und Robert Creeley längere Zeit als Lehrkräfte am Black Mountain College in North Carolina und dienten gewissermaßen als Verbindung der dortigen Avantgarde nach San Francisco. Die Dichter aus der Stadt am Pazifik konnten ihre Gedichte in Cid Cormans „Origin“ und in der „Black Mountain Review“ veröffentlichen. Spicer entwickelte ein Interesse für den canto jondo (tiefes Lied) und war auch mit deep image Dichtern in Verbindung. 1957 hielt er ein Seminar mit dem Titel „Poetry as Magic“ am San Francisco State College.