Schützeberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schützeberg
Blick von Süden aus dem Erpetal zum Schützeberg

Blick von Süden aus dem Erpetal zum Schützeberg

Höhe 277,2 m ü. NHN [1]
Lage nahe Wolfhagen; Landkreis Kassel, Hessen (Deutschland)
Gebirge Westhessisches Bergland
Koordinaten 51° 20′ 28″ N, 9° 11′ 44″ O51.3411111111119.1955555555556277.2Koordinaten: 51° 20′ 28″ N, 9° 11′ 44″ O
Schützeberg (Hessen)
Schützeberg
Besonderheiten ehemaliger Standort der Kirche St. Petri zu Schützeberg, jetziger eines Bergfriedhofs

Der Schützeberg nahe dem im nordhessischen Landkreis Kassel gelegenen Wolfhagen ist eine 277,2 m ü. NHN[1] hohe Erhebung des zum Westhessischen Bergland gehörenden Wolfhager Hügellands.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Schützeberg befindet sich im Naturpark Habichtswald rund 2,5 km nordöstlich des Zentrums der Wolfhager Kernstadt und erhebt sich maximal etwa 45 m über das Tal des Twiste-Zuflusses Erpe, in die unmittelbar westlich des Bergs das aus Wolfhagen kommende Mühlenwasser mündet.

Direkt an der Erpe befinden sich nahe dem von wenigen Bäumen bestandenen Schützeberg flussabwärts betrachtet der Schützebergerhof, die Neuemühle und die Oleimühle. Etwa 1 km bachabwärts bzw. westnordwestlich steht das vom Berg sichtbare Wasserschloss Elmarshausen.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Der Schützeberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Westhessisches Bergland (Nr. 34), in der Haupteinheit Ostwaldecker Randsenken (341) und in der Untereinheit Wolfhager Hügelland (341.3) zum Naturraum Altenhasunger Graben (341.33), wobei seine Landschaft nach Westen in den Naturraum Ehringer Senke (341.30) abfällt.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Schützeberg wurde um 900 die Erzpriesterkirche St. Petri zu Schützeberg zur Missionierung und Taufe der ortsansässigen Sachsen und Chatten angelegt. Sie war eine der neun Dekanatskirchen des Archidiakonats Fritzlar. Danach wurde St. Petri zur Wallfahrtskirche und nach 1235 zur Filialkirche der Stadtkirche St. Anna im 1223 gegründeten Wolfhagen. Sie verlor während der Reformationszeit an Bedeutung und wurde 1590 aufgegeben und danach abgebrochen.

Heute liegt ein Friedhof auf dem Schützeberg. Seine ältesten Grabsteine einstiger Bewohner benachbarter Wassermühlen stammen von 1630.

Verkehr und Wandern[Bearbeiten]

Westlich und nördlich vorbei am Schützeberg führt zwischen Wolfhagen im Südwesten und Nothfelden im Nordosten die Landesstraße 3214, von der nordöstlich der Erhebung die L 3390 in Richtung Altenhasungen, nordwestlich die Kreisstraße 94 nach Elmarshausen und südwestlich die K 103 nach Philippinenthal abzweigt. Ostsüdöstlich des Schützebergs führt im Abschnitt Wolfhagen–Altenhasungen die Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar zwischen dem Schützebergerhof und der Neuemühle über die Erpetalbrücke. Die Erhebung ist auf an vorgenannten Straßen beginnenden Pfaden, wie dem Rundwanderweg Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen[2] (mit dortiger Station Kirche St. Peter), zu erreichen. Direkt jenseits der Erpetalbrücke und damit nahe der Erhebung verlaufen der Märchenlandweg und der Studentenpfad.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Eco-Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen auf eco-pfade.de

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard Brauns: Wander- und Reiseführer durch Nordhessen und Waldeck, A. Bernecker Verlag, Melsungen, 1971