Schkeuditzer Kreuz

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Schkeuditzer Kreuz
A9 A14 E49 E51
Karte
Übersichtskarte Schkeuditzer Kreuz
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Sachsen
Koordinaten: 51° 25′ 39,5″ N, 12° 11′ 54,6″ O51.42763888888912.1985120Koordinaten: 51° 25′ 39,5″ N, 12° 11′ 54,6″ O
Höhe: 120 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Kleeblatt mit einer halbdirekten Rampe
Brücken: 3 (Autobahn) / 4 (Sonstige)
Baujahr: 1936
Letzter Umbau: 2000–2003

Das Schkeuditzer Kreuz (auch: Autobahnkreuz Schkeuditz; Abkürzung: AK Schkeuditz; Kurzform: Kreuz Schkeuditz) ist das älteste Autobahnkreuz Europas und liegt in Sachsen in der Metropolregion Mitteldeutschland. Es verbindet die Bundesautobahn 9 (BerlinLeipzigMünchen) mit der Bundesautobahn 14 (WismarMagdeburgDresden).[1]

Geographie[Bearbeiten]

Das Kreuz liegt auf dem Gemeindegebiet von Wiedemar und Schkeuditz. Die umliegenden Städte und Gemeinden sind Kabelsketal, Schkopau, Zwochau und Landsberg (Saalekreis). Die nächstgelegenen Ortsteile sind Werlitzsch auf Wiedemarer Gebiet sowie Glesien und Kursdorf auf dem Gebiet von Schkeuditz und Beuditz auf Kabelsketaler Gebiet. Es befindet sich etwa 15 km nordwestlich von Leipzig, etwa 20 km südöstlich von Halle/Saale und etwa 45 km südlich von Dessau.

In der Nähe verläuft die sächsisch-sachsen-anhaltische Grenze.

In unmittelbarer Nähe befindet sich mit dem Flughafen Leipzig-Halle einer der größten Frachtflughäfen Europas, von dem die A 14 in Richtung Dresden drei Rollwege zwischen Start- und Landebahn und Terminal unterquert.

Die Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle überquert südlich der A 14 die A 9 in ost-westlicher Richtung.

Das Schkeuditzer Kreuz trägt auf der A 9 die Anschlussstellennummer 15, auf der A 14 die Nummer 20.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schkeuditzer Kreuz wurde am 21. November 1936 in Betrieb genommen, aber erst am 5. November 1938 fertiggestellt. Es war das erste Autobahnkreuz in Europa.

Die ursprüngliche Bauform war ein vollständiges Kleeblatt mit deutlich kleineren Dimensionen.

Bauform und Ausbauzustand[Bearbeiten]

Im Bereich des Schkeuditzer Kreuzes verfügen beide Autobahnen über jeweils sechs Fahrstreifen.

Das Kreuz ist nach dem Grundprinzip der Kleeblattform gebaut. Abweichend davon ist die Verbindung von Dresden in Richtung Nürnberg/München durch eine Brücke (Fly Over) realisiert, welche die komplette A 9 überspannt und in einem weiten Linksbogen an die A 9 anschließt.

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten]

Das Kreuz wird täglich von rund 115.000 Fahrzeugen befahren.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil Schwerlastverkehr[2]
AS Wiedemar (A 9) Schkeuditzer Kreuz
57.100
17,3 %
AK Schkeuditzer Kreuz AS Großkugel (A 9)
73.000
19,8 %
AS Gröbers (A 14) Schkeuditzer Kreuz
44.300
20,5 %
Schkeuditzer Kreuz AS Schkeuditz (A 14)
51.600
16,6 %

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schkeuditzer Kreuz. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 21. Januar 2013.
  2. Manuelle Verkehrszählung BAB 2010. BASt Statistik, 2010, abgerufen am 5. November 2012. (PDF-Datei; 336 KB)