Schlacht bei Pirmasens

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Schlacht bei Pirmasens
Teil von: Französische Revolutionskriege
Grabinschrift des Rittmeisters Albrecht Otto Johann von Möllendorff
Grabinschrift des Rittmeisters Albrecht Otto Johann von Möllendorff
Datum 14. September 1793
Ort Pirmasens, Rheinland-Pfalz
Ausgang Sieg Preußens und Österreichs
Konfliktparteien
Frankreich 1804Erste Französische Republik Frankreich Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen
HabsburgermonarchieHabsburgermonarchie Österreich
Befehlshaber
Frankreich 1804Erste Französische Republik Antoine Schauenburg Preussen KonigreichKönigreich Preußen Wilhelm de Courbière
Truppenstärke
ca. 47.000 Mann ca. 35.000 Mann
Verluste
1.800 Tote und Gefangene
225 Verwundete
170 Tote und Verwundete
Die beiden preußischen Offiziersgräber auf dem alten Friedhof Pirmasens

Die Schlacht bei Pirmasens fand am 14. September 1793 während des Ersten Koalitionskriegs bei Pirmasens (heute Rheinland-Pfalz) zwischen französischen Truppen und alliierten preußischen und österreichischen Soldaten statt und endete mit einem Sieg der Verbündeten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nachdem die verbündeten preußischen und österreichischen Truppen unter Feldmarschall Karl von Braunschweig am 12. Juli 1793 Mainz zurückerobert hatten, verzögerte sich der weitere Vormarsch in Richtung Elsass durch Differenzen über die Kriegsziele. General Balthasar von Schauenburg, der Kommandeur der französischen Moselarmee, versuchte daraufhin, den Preußen durch die Einnahme von Pirmasens den Weg in das Elsass zu versperren und sie zum Rückzug über den Rhein zu zwingen.

Verlauf[Bearbeiten]

Nach einem heftigen Kampf wurde die Schlacht durch das Eingreifen preußischer Truppen unter dem Kommando von Generalleutnant Wilhelm de Courbière entschieden. Die unterlegenen Franzosen erlitten etwa 225 Verwundete sowie 1.800 Tote und Gefangene, die Preußen nur ungefähr 170 Tote und Verwundete.

Folgen[Bearbeiten]

Nach ihrer Niederlage mussten sich die Franzosen bis an die Saar zurückziehen, während es den Verbündeten in der Folge gelang, die französischen Verteidigungsstellungen im Elsass in der Schlacht an den Weißenburger Linien zu überwinden (13. Oktober 1793). Aufgrund der Uneinigkeit zwischen Österreich und Preußen blieben diese Erfolge jedoch ohne dauerhafte Auswirkung auf den Verlauf des Krieges.

Andenken[Bearbeiten]

Auf dem alten Friedhof zu Pirmasens befinden sich die Gräber zweier in der Schlacht gefallener, preußischer Offiziere. Der eine ist Albrecht Otto Johann von Möllendorff (1755–1793) und sein Grabmonument trägt die entsprechende Gedenkinschrift:

„Hier ruhet Albrecht Otto Johann von Moellendorff, geb. zu Gadow bei Perleberg in der Prignitz am 6. April 1755, k. preuss. Rittmeister im Couirassier Regiment von Borstell, gestorben auf dem Felde der Ehre in der Schlacht bei Pirmasens am 14. September 1793“

Der zweite, nahezu identische Grabstein ist ohne Text. Er habe früher eine zusätzliche Grabplatte mit Inschrift besessen, die verloren ging. Daher weiß man, dass es sich um die Grabstätte von Premierlieutnant Hans Friedrich Georg Ludwig Wilhelm von Borstell (1770–1793), dem ältesten Sohn des an der Pirmasenser Schlacht beteiligten Generals und Kommandeurs des 7. Kürassierregiments, Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730–1804) handelt. Des Gefallenen überlebender Bruder Ludwig von Borstell focht ebenfalls bei Pirmasens.[1][2]

Die beiden verstorbenen Offiziere gehörten dem 7. Preußischen Kürassierregiment an. Ihr Tod ist in der Geschichte des Königlich Preussischen Sechsten Kürassier-Regiments, genannt Kaiser von Russland, von Freiherr E. A. Wilhelm Dijon von Monteton, Brandenburg, 1842 (Seiten 88, 89 und 92), beschrieben.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogische Seite zu General Hans Friedrich Heinrich von Borstell
  2. PDF-Dokument zu den beiden Offiziersgräbern der Pirmasenser Schlacht
  3. Scan aus der Quelle, zum Tod der beiden Offiziere

Siehe auch[Bearbeiten]