Schloss Rauischholzhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schloss Rauischholzhausen
Schloss Rauischholzhausen

Schloss Rauischholzhausen, ursprünglich mit Neu Potsdam benamt, ist ein schlossartiger Herrensitz am südwestlichen Ortsrand von Rauischholzhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Ebsdorfergrund in Hessen. Das Schloss wird von der Justus-Liebig-Universität Gießen verwaltet, die es als Tagungsstätte nutzt. Um das Schloss herum liegt der 32 Hektar große Schlosspark Rauischholzhausen, ein Englischer Landschaftsgarten, der zeitgleich mit dem Schlossbau in den Jahren 1871 bis 1876 angelegt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

1873 wurde von dem später geadelten Industriellen und Legationssekretär Ferdinand Eduard Stumm (1843–1925) das Gelände mit Wiesen- und Waldgebieten aufgekauft. Dieser war als Teilhaber der Gebrüder Stumm zu großem Wohlstand gekommen und ließ im Wettbewerb mit seinen Brüdern, die gleichfalls prächtige Schlösser erbauen ließen (Schloss Halberg und Schloss Ramholz), die Parkanlage und das Schloss anlegen. Das Schloss erhielt den Namen „Neu Potsdam“. Mit der Planung des Schlosses war der Architekt Carl Schäfer beauftragt. Der Park wurde von Heinrich Siesmayer, dem Schöpfer des Frankfurter Palmengartens, gestaltet.

Seit 1949 ist das Schloss Tagungs- und Fortbildungsstätte der Justus-Liebig-Universität Gießen. Außerdem ist hier das Hessische Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft, Gartenbau und Naturschutz – Bildungsseminar Rauischholzhausen untergebracht.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Rauischholzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.7561111111118.8813888888889Koordinaten: 50° 45′ 22″ N, 8° 52′ 53″ O