Ebsdorfergrund

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebsdorfergrund
Ebsdorfergrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebsdorfergrund hervorgehoben
50.7322222222228.8330555555556218Koordinaten: 50° 44′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 218 m ü. NHN
Fläche: 72,89 km²
Einwohner: 8901 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35085
Vorwahlen: 06424, 06407 (Wermertshausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dreihäuser Straße 17
35085 Ebsdorfergrund
Webpräsenz: www.ebsdorfergrund.de
Bürgermeister: Andreas Schulz (SPD)
Lage der Gemeinde Ebsdorfergrund im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Münchhausen (am Christenberg) Biedenkopf Breidenbach Steffenberg Angelburg Bad Endbach Dautphetal Gladenbach Lohra Fronhausen Wetter (Hessen) Lahntal Rauschenberg Wohratal Cölbe Weimar (Lahn) Marburg Ebsdorfergrund Neustadt (Hessen) Kirchhain Amöneburg Stadtallendorf Nordrhein-Westfalen Landkreis Waldeck-Frankenberg Schwalm-Eder-Kreis Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen VogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Wehrkirche im alten Ortskern von Ebsdorf

Ebsdorfergrund ist eine aus elf Dörfern bestehende Gemeinde im Südosten des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Gebiet der Großgemeinde Ebsdorfergrund erstreckt sich über weite Teile des namensgebenden Ebsdorfer Grundes, der den südlichen Teil des Amöneburger Beckens darstellt und fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt wird. Im Osten geht das Gemeindegebiet in das Lumda-Plateau (Vorderer Vogelsberg) über, im Westen in die Lahnberge.

Der Großteil der Ortsteile folgt dem Lauf der Zwester Ohm vom Lumda-Plateau nach Nordosten in den Ebsdorfer Grund und schließlich dort nach Südwesten zur Mündung in die Lahn zwischen Marburg und Gießen:

Auch die Orte Leidenhofen (220 m ü. NN, unmittelbar südwestlich von Ebsdorf), Ilschhausen (270 m ü. NN, südlich von Hachborn am Nordhang des Lumda-Plateaus) und Wittelsberg (220–250 m ü. NN, nordöstlich von Heskem) liegen am Zuflussbereich der Zwester Ohm, was auch für das westliche Beltershausen (250 m ü. NN, nordwestlich von Heskem) gilt, welches, vor allem im noch westlicheren Teil Frauenberg (300–330 m ü. NN) nah der Burgruine Frauenberg, bereits zum Osthang der Lahnberge gerechnet werden kann.

Rauischholzhausen (220–280 m ü. NN, östlich von Wittelsberg am Nordhang des Lumda-Plateaus) ist der einzige Ort, der nicht im Zuflussbereich der Zwester Ohm liegt (sondern in dem der „eigentlichen“ Ohm).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ebsdorfergrund grenzt im Nordwesten an die Stadt Marburg, im Norden an die Stadt Kirchhain, im Nordosten an die Stadt Amöneburg (alle Landkreis Marburg-Biedenkopf) und die Stadt Homberg (Ohm) (Vogelsbergkreis), im Süden an die Gemeinde Rabenau und die Stadt Allendorf (Lumda), im Südwesten an die Stadt Staufenberg (alle drei Landkreis Gießen), sowie im Westen an die Gemeinden Fronhausen und Weimar (Lahn) (beide Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:

Berge[Bearbeiten]

Die höchste Erhebung des Gemeindegebietes ist mit 393 m über NN der Leidenhöfer Kopf (südlich des namensgebenden Ortsteils). Weitere Erhebungen des Lumda-Plateaus sind Sennberg (383 m, östlich von Dreihausen) und Hattenberg (373 m, östlich von Roßberg). Der zu den Lahnbergen gehörige Frauenberg am gleichnamigen Ortsteil (Frauenberg) im Westen ist 370 m hoch.

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Dreihausen und Heskem zur neuen Gemeinde Ebsdorfergrund zusammengeschlossen. Am 1. April 1972 kamen Roßberg, Wermertshausen und Wittelsberg hinzu. Beltershausen, Ebsdorf, Hachborn, Ilschhausen, Leidenhofen und Rauischholzhausen folgten am 1. Juli 1974.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]

Gemeindewahl in
Ebsdorfergrund 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,5 %
22,9 %
12,9 %
12,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,1 %p
-5,1 %p
+8,5 %p
-1,5 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 51,5 16 53,6 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,9 7 28,0 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 12,9 4 4,4 1
ÜBE/FWG Überparteiliche Bürgervereinigung Ebsdorfergrund/Freie Wählergemeinschaft 12,6 4 14,1 4
Gesamt 100 31 100 31
Wahlbeteiligung in % 56,1 58,1

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt im goldenen (gelben) Schild auf grünem Dreiberg einen roten Zinnenturm, belegt mit dem hessischen Schild.

Im Wappen wird die mittelalterliche Wittelsberger Schanze abgebildet; die den hessischen Landgrafen dazu diente, den Verkehr auf der Straße durch den Ebsdorfer Grund zwischen mainzischen Gebieten zu überwachen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ebsdorfergrund unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Medien[Bearbeiten]

In der Gemeinde Ebsdorfergrund erscheint als Tageszeitung die Oberhessische Presse (OP). Kostenlos werden die Wochenzeitungen Anzeiger extra mittwochs sowie win samstags, beide vom Verlag der OP herausgegeben, sowie die Mittelhessische Anzeigen-Zeitung (MAZ) am Mittwoch und das Sonntagmorgenmagazin (SMM) verteilt. Durch den Wittich-Verlag wird das wöchentliche Gemeinde-Mitteilungsblatt herausgegeben. Einmal im Monat erscheint das kostenlose Informationsblatt Grundblick.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde verläuft die Landesstraße 3048 von Fronhausen (Autobahnanschluss in Gießen über die B 3) nach Kirchhain. Die Landesstraße 3089 führt bei Ebsdorf durch die Gemeinde und verbindet Marburg mit Grünberg und Reiskirchen; die Landesstraße 3125, die durch Heskem und Dreihausen verläuft, verbindet Marburg mit Mücke.

Die 1905 eröffnete, vom Bahnhof Marburg Süd, durch das Gemeindegebiet zu den Basaltsteinbrüchen in Dreihausen verlaufende Marburger Kreisbahn wurde 1972 eingestellt.

Der öffentliche Nahverkehr wird von ALV Marburg/Oberhessen und den Stadtwerken Marburg bedient. Es verkehren 6 Buslinien, die teilweise durch ein Anrufsammeltaxi ergänzt werden.

  • Linie 13: Marburg–Bortshausen–Ebsdorf–Leidenhofen–Hachborn–Ilschhausen
  • Linie MR-35: Heskem–Ebsdorf–Leidenhofen–Hachborn–Ilschhausen–Fronhausen
  • Linie MR-80: Schweinsberg–Rauschholzhausen–Wittelsberg–Moischt–Marburg
  • Linie MR-84: Kirchhain–Amöneburg–Erfurtshausen–Rauschholzhausen–Wittelsberg–Ginseldorf (Schulverkehr)
  • Linie MR-86: Marburg–Frauenberg–Beltshausen–Heskem–Mölln–Dreihausen–Roßberg–Wermertshausen–Deckenbach
  • Linie MR-87: Heskem–Moischt/Mardorf/Amöneburg (Schulverkehr)

Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Roßberger Forst befindet sich eine Landessammelstelle für radioaktive Abfälle die Ende der 60er Jahre eingerichtet und im Laufe der 90er modernisiert wurde. Es handelt sich hier um eine sog. Zwischenlagerstätte für radioaktive Stoffe aus Medizin, Forschung, Industrie und Gewerbe mit einem Gesamtvolumen von ca. 400 m³.

Bilder aus der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 403.
  3. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Ebsdorfergrund, Hessisches Statistisches Landesamt. Abgerufen am 11. April 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ebsdorfergrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien