Schmalspurnetz Hajworon

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Schmalspurnetz Hajworon
Zug bei der Ausfahrt in Rudnyzja
Zug bei der Ausfahrt in Rudnyzja
Streckenlänge: 188 km
Spurweite: 750 mm (Schmalspur)
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Werksanschluss
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-43 Camenca (russ. Каменка-Днестровская/Kamenka-Dnestrowskaja)
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-36 Bodeni (russ. Бодяны/Bodjany)
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Grenze Ukraine/Moldawien (Transnistrien)
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-28 Sahnitkowe (ukr. Загніткове, russ. Загнитково/Sagnitkowo)
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-22 Studena (ukr. Студена, russ. Студёная/Studjonaja)
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-14 Brochwytschi (ukr. Брохвичі, russ. Брохвичи/Brochwitschi)
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nach Odessa
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-6 Popeljuchy (ukr. Попелюхи, russ. Popeljuchi)
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Kreuzung Bahnstrecke Krasne–Odessa
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Tschornomyn (ukr. Чорномин, russ. Черномин/Tschernomin)
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0 Rudnyzja (ukr. Рудниця, russ. Рудница/Rudniza)
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Abzweig nach Stawky
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Kreuzung Bahnstrecke Krasne–Odessa
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nach Chmelnyzkyj
Haltepunkt, Haltestelle
6 Nefar (ukr./russ. Нефар)
Haltepunkt, Haltestelle
12 Schtscherbakowe (ukr. Щербакове, russ. Щербаково)
Haltepunkt, Haltestelle
21 Kureniwka (ukr. Куренівка, russ. Куренивка)
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11 Tschetschelnyk (ukr. Чечельник, russ. Tschetschelnik)
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Bahnhof, Station
27 Dochne (ukr. Дохне, russ. Дохно/Dochno)
Haltepunkt, Haltestelle
30 Kataschyn (ukr. Каташин, russ. Kataschin)
Haltepunkt, Haltestelle
36 Pjatkiwka (ukr. П'ятківка, russ. Пятковка/Pjatkowka)
Bahnhof, Station
40 Jalanez (ukr. Яланець, russ. Яланец)
Haltepunkt, Haltestelle
44 33 KM
Bahnhof, Station
52 Berschad (ukr./russ. Бершадь)
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6 Pylyponiwka/Berschad-Zuckerfabrik
Haltepunkt, Haltestelle
57 Kyryjiwka (ukr. Кириївка, russ. Киреевка/Kirejewka)
Bahnhof, Station
63 Ustja (ukr. Устя, russ. Устье/Ustje)
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Ustja-Ort
Haltepunkt, Haltestelle
67 Ossijiwka (ukr. Осіївка, russ. Осиевка/Ossijewka)
Haltepunkt, Haltestelle
70 Pionier (ukr. Піонер, russ. Пионер)
Haltepunkt, Haltestelle
72 5 KM
Brücke über Wasserlauf (groß)
Südlicher Bug
Haltepunkt, Haltestelle
74 Peredbuschschja (ukr. Передбужжя, russ. Предбужье/Predbuschje)
   
frühere Schmalspurstrecke von Sjatkowizi/Winnyzja/Berdytschiw
Bahnhof, Station
77 Hajworon (ukr. Гайворон, russ. Gajworon)
Bahnhof, Station
86 Choschtschuwate (ukr. Хощувате, russ. Хощевато/Choschtschewato)
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Beresiwka (ukr. Березівка, russ. Березовка/Beresowka)
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Werksgleis nach Sawallja
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Werksgleis nach Salkowe
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Bahnhof, Station
92 Moschtschena (ukr. Мощена, russ. Мощеная/Moschtschenaja)
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23 Kolodyste
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Synjucha
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Bahnhof, Station
102 Tauschnja (ukr./russ. Таужня)
Bahnhof, Station
113 Hruschka (ukr. Грушка, russ. Gruschka)
Haltepunkt, Haltestelle
116 339 KM
   
131 Holowaniwsk (ukr. Голованівськ, russ. Голованевск/Golowanewsk)
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37 Perehoniwka (ukr. Перегонівка, russ. Перегоновка/Peregonowka)
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Polonyste (ukr. Полонисте, russ. Полонистое/Polonistoje)
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13 KM
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148 Jemyliwka (ukr. Ємилівка, russ. Емиловка/Jemilowka)
   
164 Jossypiwka (ukr. Йосипівка, russ. Йосиповка/Jossipowka)
   
175 Synjucha (ukr. Синюха, russ. Sinjucha)
   
Synjucha
   
179 Kalmasowe (ukr. Калмазове, russ. Калмазово/Kalmasowo)
   
188 Pidhorodna (ukr. Підгородна, russ. Подгородная/Podgorodnaja)
   
Perwomajsk (Olwiopol) (ukr. Первомайськ, russ. Первомайск/Perwomaisk)

Das Schmalspurnetz Hajworon ist ein Netz von Schmalspurbahnen in der Ukraine in den Oblasten Winnyzja und Kirowohrad um die Stadt Hajworon herum.

Die von der Ukrsalisnyzja (im Speziellen die Odeska Salisnyzja) betrieben Schmalspurbahnen bestanden Ende 2010 im Wesentlichen nur noch aus folgenden Strecken[1]:

  • Rudnyzja–Dochne–Berschad–Hajworon (Zugpaare 6271/6274, 6273/6272)
  • Hajworon–Holowaniwsk (Zugpaar 6290/6291)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge der Schmalspurbahnen gehen auf ein Gesetz von 1899 zurück, das den Bau von Schmalspurbahnen im damaligen Russischen Reich regelte. Die Erste Gesellschaft für Zufuhrbahnen begann darauf mit dem Bau von Zubringereisenbahnen zu den bestehenden Breitspurstrecken. Bereits 1899 wurde die Strecke von Rudnyzja bis Olwiopol sowie das kurze Stück zwischen Berschad und Berschad-Zuckerfabrik (heute Pylyponiwka) eröffnet, 1901 kam die Zweigstrecke DochnoTschetschelnyk dazu, die Bahnen wurden gemeinhin als Südzufuhrbahn bezeichnet. Unter sowjetischer Führung nach 1920 ging der Ausbau weiter, 1931 wurde die Strecke von Rudnyzja nach Popeljuchy/Tschornomyn (hier lag eine Zuckerfabrik) dem Verkehr übergeben, 1936 wurde die Stichstrecke JemyliwkaPerehoniwka eröffnet, 1939 wurde die zunächst getrennt vom restlichen Netz existierende Strecke Popeljuchy–Kamenka-Dnestrowskaja (im heutigen Moldawien) eröffnet, 1943 folgte das kurze Stück zwischen Ustja und Ustja-Dorf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der langsame Niedergang des Streckennetzes, 1950 wurde zwar noch die Verbindung über die Breitspurstrecke von Tschornomyn nach Popeljuchy dem Verkehr übergeben, gleichzeitig wurde aber das kurze Stück von zwischen Pidhorodna und Perwomajsk stillgelegt. In den 1980er Jahren ging man dann aber daran, die Strecke zwischen Hajworon und Pidhorodna umzuspuren. Wegen Geldmangels konnte jedoch nur die Strecken zwischen Hajworon und Tauschne sowie Pidhorodna und Holowaniwsk (über Pobuske) fertiggestellt werden, ein 28 Kilometer langes Stück fehlt zum Lückenschluss. Durchgehenden Verkehr gab es zu diesem Zeitpunkt schon keinen mehr, da das Stück zwischen Rudnyzja und Popeljuchy nicht dem Personenverkehr diente. 1991 wurde das kurze Stück bis Pylyponiwka eingestellt und die Schienen 2003 abgebaut, 1997 wurde der Verkehr auf der über die moldawischen Grenze führenden Strecke ins nunmehrige Camenca wegen des Transnistrien-Konfliktes eingestellt und die Anlagen im Jahr 1999 bis Rudnyzja abgebaut. Im Spätsommer 2001 wurden durch Unbekannte die Gleise der Schmalspurbahn an der Hauptstraße bei Pidhorodna abgebaut so dass die Bahn unterbrochen war. Man entschloss sich die restlichen Gleise bis Holowaniwsk (da bis hier ja ein Breitspuranschluss vorhanden war) mitsamt der Stichstrecken abzubauen, dieses geschah dann im Frühjahr 2002. Ebenfalls eingestellt wurde 2003 die Zweigstrecke nach Tschetschelnyk, 2005 entschied man sich allerdings die restliche bestehende Gesamtstrecke zu erhalten.

Schieneninspektionsfahrzeug auf der Brücke über den südlichen Bug bei Hajworon

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten]

Im täglichen Verkehr werden heute nur noch die Loks der SŽD-Baureihe ТУ2 eingesetzt, auf den Stichstrecken kamen bis 2002 Triebfahrzeuge der SŽD-Baureihe ТУ4 und SŽD-Baureihe ТУ6 zum Einsatz, heute werden diese noch zu Rangierfahrten in den Endbahnhöfen eingesetzt. Die im Personenverkehr eingesetzten Waggons stammen aus der polnischen Waggonbaufabrik Pafawag in Breslau und bestehen etwa zur Hälfte aus Liegewagen (mit den Liegen beiderseits des Ganges in Längsrichtung angeordnet).

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmuth Lampeitl: Schmalspurbahnen in der Ukraine. Bahn im Bild, Band 113 . Verlag Peter Pospischil, Wien 2000, keine ISBN.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.railroad.od.ua/suburban/3_1.pdf