Sedus Stoll

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Sedus Stoll AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1871 (seit 1995 Aktiengesellschaft)
Sitz Waldshut, Deutschland
Leitung Vorstand Marketing und Vertrieb: Holger Jahnke, Vorstand Finanzen: Carl-Heinz Osten
Mitarbeiter 896 (2013: Durchschnitt nach Jahresquartalen)
Umsatz 158,2 Mio. Euro (2013)
Branche Möbel
Website www.sedus.de

Die Sedus Stoll AG mit Sitz in Waldshut-Tiengen, Baden-Württemberg, ist ein Komplettanbieter für Büroeinrichtungen und Arbeitsplatzkonzepte. Das Unternehmen produziert in Dogern und in Geseke. Mit acht europäischen Tochterunternehmen in Frankreich (Paris), Italien (Cadorago), Spanien (Madrid), Österreich (Wien), Großbritannien (London), den Niederlanden (Zoetermeer), Belgien (Wetteren) und der Schweiz (Rickenbach SO) gehört Sedus zu den großen Büromöbelherstellern in Europa. Der weltweite Vertrieb in über 50 Länder wird durch Partnerunternehmen realisiert.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Das 1871 von Albert Stoll gegründete Unternehmen führten seine Nachfahren weiter, aus dem 1958 mehrere Unternehmen hervorgegangen sind,[1] darunter der Hersteller von Stühlen mit der Markenbezeichnung SEDUS. Dieses Unternehmen wurde von Christof Stoll geführt. Christof und Emma Stoll gründeten 1985 die Stoll VITA Stiftung, eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung der gesunden Ernährung und des Umweltschutzes und übertrugen dieser den Besitz des Unternehmens.

1995 wurde Sedus in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. In den darauffolgenden Jahren tätigte das Unternehmen mehrere Gründungen und Übernahmen und wurde damit zum Komplettanbieter: 1999 erwarb Sedus die Mehrheitsbeteiligung am Büromöbelhersteller Klöber GmbH (Schwerpunkt Bürositzmöbel) mit Sitz in Owingen. 2002 wurde die Gesika Büromöbelwerk GmbH (Schwerpunkt Objektmöbel) in Geseke aufgekauft, deren Name im Zuge einer Markenzusammenführung 2008 in Sedus Systems GmbH geändert wurde.

Seit der Gründung entwickelt das Unternehmen Innovationen im Bereich der Ergonomie. 1925 wurde der europaweit erste gefederte und neigbare Drehstuhl "Federdreh" konstruiert und 1973 mit der Similarmechanik das dynamische Sitzprinzip entwickelt.

Seit dem Jahr 1996 nimmt das Unternehmen an internationalen Designwettbewerben teil und konnte hierbei zahlreiche Auszeichnungen wie den Red Dot Design Award oder den iF Product Design Award gewinnen.

Ökologie[Bearbeiten]

Das Unternehmen praktiziert nach eigenen Angaben Umweltschutz seit über 50 Jahren durch die Schonung von Ressourcen, den Einsatz ökologisch vertretbarer Materialien und die ganzheitliche Betrachtung von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Verpackung und Logistik. Europaweit als erstes Unternehmen in der Branche hat Sedus im Jahr 1995 ein Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystem nach den Anforderungen des Eco Management and Audit Scheme der Europäischen Union (EMAS) eingeführt. Dies wurde zuletzt 2011 bestätigt. Als erstes Unternehmen der Branche hat Sedus einen GRI-geprüften Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und ließ sich 2012 nach DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifizieren.

Hochregallager[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 wurde das Hochregallager am Standort Dogern erweitert und von den Architekten Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton neu gestaltet. Das kubische Gebäude mit seiner Fassade, die aus 16.000 Blechpaneelen in verschiedenen Farben im Format 25 mal 160 Zentimeter besteht, ist inzwischen zur Landmark und zu einem Erkennungszeichen des Unternehmens geworden.

Sedus Entwicklungs- und Innovationszentrum[Bearbeiten]

Ende 2011 wurde das neue Entwicklungs- und Innovationszentrum in Dogern am Hochrhein fertiggestellt, das von den Berliner Architekten Ludloff + Ludloff geplant und realisiert wurde. Dort findet die strategische Produktentwicklung statt.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2014 German Design Award, Rat für Formgebung, „winner”
  • 2014 Interior Innovation Award, Rat für Formgebung, „winner”
  • 2014 The Best of Neocon, "Gold"
  • 2012 Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg, Kategorie „Industrie”
  • 2010 Architects Partner Award, Silber
  • 2004 red dot design award „best of the best“
  • 2003 Deutscher Preis für Wirtschaftskommunikation „Auszeichnung für herausragende Wirtschaftskommunikation”
  • 2002 Innovationspreis Architektur und Office
  • 2002 Auszeichnung guter Bauten vom Bund Deutscher Architekten / Erweiterung Büro- und Kantinengebäude, Dogern
  • 2001 Deutscher Preis für Wirtschaftskommunikation (Gesamtsieger)
  • 2001 GOOD DESIGN Award
  • 2000 Der innovative Mittelstand Deutschland 2000, Member of TOP 100
  • 1999 Canada Design Award
  • 1998 Internationaler Designpreis Baden-Württemberg
  • 1998 Gesamtsieger des "International Best Factory Award 1998"
  • 1993 Christof Stoll wird „Ökomanager des Jahres
  • Designpreis der Bundesrepublik Deutschland (2007, 2004, 2002)
  • iF Product Design Award (2012, 2009, 2008, 2007, 2006, 2004, 2003, 2002, 2001, 1999, 1998)
  • Red Dot Design Award (2014, 2013, 2012, 2010, 2009, 2008, 2007, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000, 1999)
  • Internationaler Designpreis Baden-Württemberg in Silber (2003, 2002)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NJW-Rechtsprechungs-Report:Zivilrecht, Band 2,Teil 1, S. 230.

Weblinks[Bearbeiten]