Sjúrður

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Sjúrður oder Sigurd war um 1300 Løgmaður der Shetlandinseln und vielleicht auch der Färöer.

Er war zusammen mit Bischof Erlendur Autor des Schafsbriefs von 1298, einem neuen Landwirtschaftsgesetz für die Färöer. Sie handelten im Auftrage von Herzog Håkon Magnusson von Norwegen, und bildeten eine Art „Kommission“ – offenbar am Thing der Färöer vorbei, was dagegen sprechen könnte, dass Sjúrður dessen Vorsitzender (Løgmaður) war. Dennoch wird Sjúrður als möglicher Løgmaður auch in der offiziellen Geschichte des Løgtings genannt[1].

In der deutschen Übersetzung 1757 von Lucas Debes' Færoæ & Færoa Reserata 1673 wird der Schafsbrief – und damit auch Sjúrður – dokumentiert:

„Wir, Haagen[2] von Gottes Gnaden, Herzog von Norwegen, des Königs Magni[3], des gekrönten Sohn, senden allen, welche diesen Brief sehen, lesen oder hören, Gottes Gruß, und seinen geistlichen und liebsten Freund, den Herrn Erlender[4], Bischoff auf Färöe, und Herrn Sifvort[5], Landrichtern auf Hittland[6], damit sie die Streitigkeiten, [...] heben sollen.“

Mehr weiß man von Sjúrður nicht, und Erlendur erscheint als der weitaus wichtigere Mann seiner Zeit auf den Färöern.

Literatur[Bearbeiten]

  • G. V. C. Young: Færøerne. Fra vikingetiden til reformationen. Rosenkilde & Bagger, Kopenhagen 1982, ISBN 87-423-0371-0, S. 54f.
  • Lucas Jacobson Debes: Natürliche und Politische Historie der Inseln Färöe. Aus dem Dänischen übersetzt von Christian Gottlob Mengel. Pelt, Kopenhagen u. a. 1757 (Neu herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Norbert B. Vogt. Vogt, Mülheim a. d. Ruhr 2005 (Schriftenreihe des Deutsch-Färöischen Freundeskreises e. V. 9, ZDB-ID 1410781-8), (der Schafsbrief in der Fassung von 1637 auf Deutsch: S. 156 ff.)), online.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Løgtingið 150 - Hátíðarrit. Tórshavn 2002, Band 2, S. 364. (Abschnitt Føroya løgmenn fram til 1816) (PDF-Download)
  2. Håkon Magnusson
  3. Magnus der Gesetzesreformer
  4. Bischof Erlendur
  5. Sigurd
  6. Shetland