Slovenj Gradec

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Slovenj Gradec
Wappen von Slovenj Gradec Karte von Slowenien, Position von Slovenj Gradec hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Slowenien
Historische Region: Untersteiermark (Štajerska)
Statistische Region: Koroška (Region Slowenisch-Kärnten)
Koordinaten: 46° 31′ N, 15° 5′ O46.51027777777815.080555555556409Koordinaten: 46° 30′ 37″ N, 15° 4′ 50″ O
Höhe: 409 m. i. J.
Fläche: 174 km²
Einwohner: 17.032 (2008)
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+386) 0288
Postleitzahl: 2380
Kfz-Kennzeichen: SG
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Bürgermeister: Matjaž Zanoškar
Webpräsenz:

Slovenj Gradec (deutsch Windischgrätz oder Windischgraz,[1][2] d.i. "Slowenisch Graz" bzw. "slowenische kleine Burg") ist eine Kleinstadt im Nordosten von Slowenien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage und Einwohner

Slovenj Gradec ist der Hauptort der statistischen Region Koroška, wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Sie liegt rund 45 km westlich der Stadt Maribor und rund 65 km nordöstlich der Landeshauptstadt Ljubljana und hat 7.657 Einwohner (2002). Zudem bildet das Umland von Slovenj Gradec unter demselben Namen eine der 193 Gemeinden (siehe Grafik) mit rund 16.500 Einwohnern, die das Land gliedern. Slovenj Gradec liegt an der heute nur teilweise erhaltenen Bahnstrecke Dravograd - Celje.

[Bearbeiten] Geschichte

Am 13. März 1860 kam hier der berühmte Tondichter Hugo Wolf († 22. Februar 1903 in Wien) zur Welt. Im Geburtshaus, welches u.a. auch für Konzerte und Kurse genutzt wird, befindet sich heute die Musikschule.

Slovenj Gradec war Stammsitz der österreichischen Fürstenfamilie Windisch-Graetz und gehörte bis 1918 zum Herzogtum Steiermark und war eine deutschsprachige Stadt, umgeben von slowenischen Dörfern. Sie war Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, umfasste Schloss Rottenthurn und hatte 1890 982 Einwohner, davon 745 Deutsche.[3]

Nach dem Anschluss der großteils slowenischen Untersteiermark an den SHS-Staat 1918 sank der deutsche Bevölkerungsanteil kontinuierlich, die verbliebenen Deutschen wurden 1945 nach Österreich vertrieben.

An bedeutenden Bauwerken sind neben dem Geburtshaus von Hugo Wolf die Pfarrkirche am Hauptplatz sowie nebenan die gotische Kapelle mit bedeutenden Fresken aus der Mitte des 15. Jahrhunderts zu nennen. 5 km östlich von Slovenj Gradec befindet sich in Legen eine Georgskirche. Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahre 2003 kamen die Mauerreste des ältesten Kirchenbaus aus karolingischer Zeit im Gebiet von ganz Karantanien zum Vorschein.

[Bearbeiten] Ortsteile

Brda, Gmajna, Golavabuka, Gradišče, Graška Gora, Legen, Mislinjska Dobrava, Pameče, Podgorje, Raduše, Sele, Slovenj Gradec, Spodnji Razbor, Stari trg, Šmartno pri Slovenj Gradcu, Šmiklavž, Tomaška vas, Troblje, Turiška vas, Vodriž, Vrhe, Zgornji Razbor

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. -grätz ist die Schreibung bis Ende des 19.Jh. Auch die steirische Hauptstadt Graz wurde Grätz geschrieben. Die in Österreich gültige Aussprache des "-ä-" war jedoch [a:], weshalb nach Akzeptanz einer gesamtdeutschen Ausspracheregelung - s. Theodor Siebs - die Ortsnamenschreibung der Aussprache entsprechend geändert wurde.
  2. Andrees-"Handatlas", Velhagen & Klasing, Leipzig 1928;
    Der Große Brockhaus, 15.Aufl., Leipzig 1928-35, Bd. 20, S. 359.
  3. Meyers Konversations-Lexikon, 5. Aufl., 17. Band. Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1897. S. 794

[Bearbeiten] Weblinks

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