Small Forward

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Small Forward (engl., zu Deutsch „Flügelspieler“, wörtlich „kleiner Angriffsspieler“) ist eine Positionsbezeichnung in der Sportart Basketball. Alternativ wird er auch als Wing Forward bezeichnet. Er ist Teil des Frontcourts, zu dem auch Power Forward und Center gehören. In der heutigen NBA ähnelt die Spielweise des Small Forwards aber mehr dem Shooting Guard.

Anforderungen und Spielweise[Bearbeiten]

Scottie Pippen

Der Small Forward punktet in der Regel durch Zug zum Korb oder durch Würfe aus der Mitteldistanz, daher werden von ihm üblicherweise gutes Ballhandling und ein guter Wurf verlangt. Der Small Forward ist, ebenso wie der Power Forward, kleiner als der Center, nach heutigem NBA-Maßstab sind beide aber trotzdem zwei Meter groß. Klassische Small Forwards nach heute gängiger Definition sind beispielsweise Grant Hill, Paul Pierce und Scottie Pippen. Weitere sehr bekannte Small Forwards in der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame sind Elgin Baylor, Rick Barry, John Havlicek, Julius Erving, James Worthy und Larry Bird.

Da Small Forwards in der Regel eine gute Kombination von physischer Stärke und Sprintschnelligkeit verfügen, gibt es unter ihnen ausgesprochene Defensivallrounder. Sie können mehrere Positionen effektiv verteidigen. Lakers-Small Forward Michael Cooper, der 1987 den NBA Defensive Player of the Year Award gewann, deckte stets den besten gegnerischen Flügel- bzw. Aufbauspieler. In dieselbe Nische gehören Ron Artest, der den NBA Defensive Player of the Year Award 2004 gewann, sowie die achtfachen All-Defensive-Team-Mitglieder Robert Clyde Jones und Bruce Bowen, die von Power Forward bis Point Guard alles decken können.

Es gibt neben dem klassischen Small Forward eine Sorte von Spielern, die sich nicht exakt als Small oder Power Forward einordnen lassen. Man bezeichnet sie als Combo Forwards oder auch als Tweener (von engl. between two positions). Diese Spieler haben in der Regel die Größe von Power Forwards, aber die Fähigkeiten von Small Forwards, was sie vielseitig einsetzbar macht. Beispiele für Tweener sind Antawn Jamison und Rashard Lewis. Im umgekehrten Fall (Small-Forward-Größe und Power-Forward-Fähigkeiten) haben die Spieler in der Regel kaum Chancen, sich in der NBA zu etablieren. Eine seltene Ausnahme bildet Charles Barkley.

Eine weitere Variation sind die Point Forwards. Dies ist ein Small Forward mit den Fähigkeiten eines Point Guards. Bekanntestes Beispiel hierfür ist LeBron James.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bezeichnung „Forward“ stammt aus der Entstehungszeit der Sportart Basketball, als man die Spieler – wie im Fußball – in Angreifer (Forwards) und Verteidiger (Guards) einteilte. Der Forward ist in erster Linie für das Punkten zuständig und zwar durch Ziehen zum Korb. Die Einteilung in Small und Power Forward existiert in dieser Form erst seit den 1970ern. Zuvor unterschied man die beiden Flügelspieler nicht, sondern gab ihnen ähnliche Aufgaben, wobei diese mehr dem Aufgabenfeld des heutigen Small Forwards glichen. Die meisten NBA-Teams der 1960er und früher hatten deshalb in der Regel zwei sehr ähnliche auf der 3 und 4, wie zum Beispiel die Philadelphia 76ers mit Chet Walker und Billy Cunningham.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Positionsbezeichnungen beim Basketball
Guards Basketball half-court 1. Point Guard Combo Guard (PG/SG)
2. Shooting Guard Swingman (SG/SF)
Forwards 3. Small Forward Point Forward (SF/PG, PF/PG)
4. Power Forward Combo Forward (PF/SF)
Center 5. Center Forward-Center (PF/C)
siehe auch: Starting Five | Sixth Man | Tweener | Backcourt | Frontcourt