Solo (Musik)

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Ein Solo, Carl Spitzweg, 1855 (detail)

Ein Musiksolo (it. solo: „allein“; Pl. Soli) ist ein Element eines Musikstückes, bei dem der Solist ein Instrument alleine oder akustisch herausgehoben im Vordergrund in Begleitung anderer Instrumente spielt.

Im klassischen Orchester steht das solo im Gegensatz zum tutti, und zwar insbesondere bei den Streichinstrumenten, die sonst in Gruppen jeweils dieselbe Stimme spielen. Im barocken Concerto Grosso beruht die musikalische Form auf dem Wechselspiel zwischen Tutti- und Solopassagen. Hierbei steht im solo (im Gegensatz zu den meisten anderen Verwendungsweisen dieses Begriffs) meistens kein einzelnes Instrument im Vordergrund, sondern eine Gruppe von Instrumenten, die jedoch jedes für sich eine eigene Stimme ausführen.

In der Musik hauptsächlich des 19. und 20. Jahrhunderts kann die Anweisung solo auch bei solistisch besetzten Stimmen wie den Bläsern erscheinen. Dort macht sie den Musiker auf eine solistische, im Zusammenklang besonders exponierte Passage aufmerksam und verlangt ein Hervortreten der Stimme.

Im Jazz haben Soli zentrale Bedeutung. Auch die kurzen Fills und die etwas umfangreicheren, die Grenzen zwischen Formteilen markierenden Breaks sind solistische Aktivitäten; von einem „Solo“ ist aber typischerweise die Rede, wenn ein ganzer Formteil oder das ganze Stück solistisch geprägt ist. Ein Solo im Jazz wird oft improvisiert, in der Rockmusik eher selten. Bekannte Gitarrensoli der Rockmusik sind z. B. von Pink Floyd in Comfortably Numb, von Led Zeppelin in Stairway to Heaven, von Genesis in Firth of Fifth, von Guns N’ Roses in November Rain oder von Metallica in Master of Puppets sowie Orion zu hören.

Siehe auch[Bearbeiten]


 Commons: Solo music – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien