Iron Maiden

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Dieser Artikel stellt die britische Heavy Metal Band Iron Maiden dar. Für das gleichnamige Album siehe Iron Maiden (Album)
Iron Maiden
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Iron Maiden live im Palais Omnisports de Paris-Bercy (2008)
Iron Maiden live im Palais Omnisports de Paris-Bercy (2008)
Allgemeine Informationen
Genre(s) New Wave of British Heavy Metal
Gründung 25. Dezember 1975
Website http://www.ironmaiden.com/
Gründungsmitglieder
Paul Day (bis 1976)
Terry Rance (bis 1976)
Gitarre
Dave Sullivan (bis 1976)
Steve Harris
Ron Matthews (bis 1977)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Bruce Dickinson (1981–1993 und seit 1999)
Gitarre
Dave Murray (1976 und seit 1977)
Gitarre
Adrian Smith (1980–1989 und seit 1999)
Gitarre
Janick Gers (seit 1990)
Bass
Steve Harris
Schlagzeug
Nicko McBrain (seit 1982)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Dennis Wilcock (1976–1978)
Gesang
Paul Di’Anno (1978–1981)
Gesang
Blaze Bayley (1993–1999)
Gitarre
Bob Sawyer (1977)
Gitarre
Tony Parsons (1979)
Gitarre
Dennis Stratton (1980–1981)
Tony Moore (1977)
Schlagzeug
Doug Sampson (1977–1979)
Schlagzeug
Clive Burr(1979–1983)
Gitarre
Paul Todd (1979)
Schlagzeug
Thunderstick (1977)
Gitarre
Paul Cairns (1979)
Gitarre
Terry Wapram (1977–1978)

Iron Maiden [ˈaɪən ˈmeɪdn] (engl. für: „Eiserne Jungfrau”) ist eine britische Musikgruppe, die 1975 gegründet wurde. Sie entwickelte aufbauend auf der Hard-Rock- und Heavy-Metal-Musik der 1970er Jahre ihren eigenen Stil, der in der New Wave of British Heavy Metal den Heavy Metal der 1980er Jahre mitformte. Ihr gleichnamiges Debütalbum Iron Maiden erschien 1980.

Die Gruppe wird zusammen mit Bands wie Saxon, Angel Witch, Praying Mantis, Diamond Head, Tygers of Pan Tang und Def Leppard der New Wave of British Heavy Metal zugeordnet.

Seit den 1980er Jahren sind Iron Maiden eine der beständigsten und kommerziell erfolgreichsten Metal-Bands. Ihre Musik war dabei stilprägend und bedeutsam für nachfolgende Bands der unterschiedlichsten Metal-Subgenres. Die Band um Maskottchen Eddie hat bis heute über 90 Millionen Tonträger verkauft.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte (1975–1979)[Bearbeiten]

Die Gruppe wurde am 25. Dezember 1975 von dem Londoner Musiker Steve Harris, nachdem er aus seiner ersten Band namens Gypsy’s Kiss wegen musikalischer Differenzen ausgetreten war, zunächst ohne Namen gegründet. Später fiel Harris dann der Name Iron Maiden ein – möglicherweise war diese Bezeichnung eines gleichnamigen Folterinstruments aber auch eine Anspielung auf die oft als „eiserne Lady“ bezeichnete Margaret Thatcher. Die damalige Parteivorsitzende der Konservativen und spätere britische Premierministerin wurde bei den ersten beiden Veröffentlichungen als Cover-Motiv verwendet. So lauerte sie auf dem Cover der Single Women in Uniform mit einer Maschinenpistole in der Hand dem Band-Maskottchen Eddie auf.

Steve Harris, Bandgründer und Bassist

Zur Urbesetzung der Band gehörten neben dem Bassisten Harris der Sänger Paul Mario Day, die Gitarristen Dave Sullivan und Terry Rance sowie Ron Matthews am Schlagzeug.

Die Anfangsjahre der Band fielen in eine für Hard Rock und Heavy Metal eher ungünstige Zeit. Bands wie Deep Purple, Black Sabbath und Led Zeppelin hatten sich entweder aufgelöst oder ihren kreativen Zenit schon überschritten. Das Interesse der Musikkonsumenten wendete sich eher der aufkommenden New-Wave-Musik, der gerade in Mode befindlichen Discomusik (Saturday Night Fever), sowie speziell in England dem Punk zu. Metal-Bands wie Judas Priest und Motörhead existierten zwar schon, waren jedoch noch relativ unbekannt. Daher wurden Iron Maiden in ihrer Anfangszeit von ihrer Plattenfirma dazu ermuntert, es zwecks besserer Vermarktbarkeit mit Punk-Musik und dem entsprechenden Image zu versuchen.

Der erste Live-Auftritt fand am 1. Mai 1976 in der St. Nicholas Hall in Poplar, London statt. Zu diesem Zeitpunkt hatten Dave Murray und Bob Sawyer bereits die beiden ursprünglichen Gitarristen ersetzt und mit Dennis Wilcock hatte ein neuer Mann das Mikrofon übernommen. Sawyer verließ die Band schnell wieder und Iron Maiden traten nunmehr als vierköpfige Formation auf. 1978 wurde Dennis Wilcock von Paul Di’Anno abgelöst und Doug Sampson nahm anstelle von Matthews den Platz am Schlagzeug ein. In dieser Besetzung spielten Iron Maiden am 31. Dezember 1978 eine Demoaufnahme ein, die später als The Soundhouse Tapes in kleiner Auflage auf Schallplatte gepresst wurde.

1979 wurde Rod Smallwood Manager der Gruppe, die durch zahllose Konzerte in London und Umgebung bereits an Popularität gewonnen hatte. Aufgrund dieses Erfolges erhielten Iron Maiden im November 1979 bei EMI den ersten Plattenvertrag.

Erste Erfolge (1980–1982)[Bearbeiten]

Auch im Jahr 1980 gab es personelle Veränderungen in der Band: Mit Tony Parsons trat Iron Maiden wieder ein zweiter Gitarrist bei, der schon bald darauf von Dennis Stratton abgelöst wurde. Doug Sampson musste seinen Platz auf dem Drummerstuhl für Clive Burr räumen. Als Begründung für sein Ausscheiden aus der Band erklärte er, dass das harte Tourleben seine Gesundheit gefährde.

In der Besetzung mit Di’Anno, Murray, Stratton, Harris, Burr nahm die Gruppe schließlich ihr Debütalbum Iron Maiden auf. Seit diesem Zeitpunkt werden die Musiker von ihrem Maskottchen Eddie auf jedem Konzert begleitet. Es ist ebenfalls auf allen Albumcovers abgebildet. Mit der Single Running Free traten Iron Maiden bei BBCs Top of the Pops auf und spielten dort als erste Band seit The Who ohne Playback. Damit wurden sie ebenso außerhalb der Umgebung Londons bekannt. Es folgte eine ausgedehnte Großbritannien-Tournee als Vorband von Judas Priest, eine Europatournee mit der US-amerikanischen Hard-Rock-Band KISS und ein Auftritt im Vorprogramm von UFO im Rahmen des Reading-Festivals.

Martin Birch, Produzent der Hard-Rock-Band Deep Purple, produzierte 1981 das zweite Iron Maiden-Album Killers. Die Zusammenarbeit mit Birch hielt bis in die 1990er Jahre. Der Gitarrist Dennis Stratton wurde aufgrund musikalischer Differenzen mit Harris vor Aufnahme dieses Albums von Adrian Smith ersetzt. Auch Killers kam, ebenso wie der Vorgänger, bei den Fans gut an. Die 129 Konzerte umfassende Killer World Tour führte die Band in 14 Länder.

Ende 1981 hielt Paul Di’Anno dem Druck, der auf der Band lastete, nicht mehr stand. Er begann zu trinken, wurde unzuverlässig und musste schließlich die Band verlassen. Sein Nachfolger war Bruce Dickinson, der zuvor bei der Band Samson gesungen hatte. Bei Samson besaß Dickinson noch den Künstlernamen „Bruce Bruce“. Dickinson erwies sich in der Folgezeit als Bereicherung für die Band. Mit ihm nahm die Band Anfang 1982 das Album The Number of the Beast auf. Der Erfolg dieses Albums bedeutete den weltweiten Durchbruch für Iron Maiden. The Number of the Beast verkaufte sich über eine Million Mal und gilt heute in Fan-Kreisen als Definition des Heavy Metal. Etliche der acht enthaltenen Stücke gelten bis heute als Klassiker des Genres. Nach Veröffentlichung des Albums The Number of the Beast begleiteten sie die Scorpions auf deren US-Tour zu ihrem Album Blackout als Vorband.

Nicko McBrain, seit Ende 1982 Schlagzeuger von Iron Maiden

Ende 1982 wurde Clive Burr durch Nicko McBrain ersetzt, einen damals bereits renommierten Schlagzeuger, der zuletzt bei der französischen Band Trust gespielt hatte und davor unter anderem Mitglied in der Band von Pat Travers beziehungsweise bei Roger Chapmans Streetwalkers gewesen war. Die Band Trust wiederum besetzte den ihrerseits vakanten Posten mit Clive Burr. In der Besetzung Dickinson/Murray/Smith/Harris/McBrain nahmen Iron Maiden in der Folgezeit insgesamt vier Studioalben auf.

Durchbruch (1983–1988)[Bearbeiten]

Mit Piece of Mind (1983) und Powerslave (1984) gelang der Band endgültig der Durchbruch. Im Dezember 1983 wurde ein Konzert mit den Scorpions, Ozzy Osbourne, Def Leppard, Judas Priest, Krokus, der Michael Schenker Group und Quiet Riot in Dortmund vom ZDF aufgezeichnet und im Februar 1984 in gekürzter Form gesendet. Weitere Alben festigten den Ruf der fünf Musiker als Garant für soliden, technisch perfekten melodischen Metal. Nach der ausgedehnten World Slavery Tour in den Jahren 1984 und 1985 wurde 1985 das Live-Doppel-Album Live After Death veröffentlicht.

Das folgende Album Somewhere in Time rief 1986 durch den Einsatz von Gitarrensynthesizern eher gespaltene Reaktionen hervor. Iron Maiden hatten ihren Klang zum ersten Mal leicht verändert. Im Jahr 1988 folgte mit dem Konzeptalbum Seventh Son of a Seventh Son eine LP, die bei ihrem Erscheinen ähnlich umstritten war wie ihr Vorgänger. Das Album platzierte sich in den US-amerikanischen Albumcharts auf Platz zwölf, während es in Großbritannien Position eins erreichte. Der Titel Can I Play with Madness schaffte es in die deutschen Top 10. Bei der nachfolgenden Tournee wurde die limitierte CD Maiden England und das dazupassende Video mitgeschnitten. Auf dieser Tournee waren Iron Maiden Headliner des Festivals Monsters of Rock.

Erste Turbulenzen (1989–1993)[Bearbeiten]

Dave Murray und Janick Gers live, 2007

Nachdem die Band mit den Alben Somewhere in Time und Seventh Son of a Seventh Son einen eher experimentelleren Weg verfolgt hatte, wollte Band-Leader Steve Harris wieder zum rauen Klang der anfänglichen Alben zurückkehren, was Adrian Smith jedoch ablehnte. Letzterer hatte sich innerhalb der Gruppe nicht mehr richtig wohlgefühlt. Harris verlangte von ihm, beim kommenden Album alles zu geben oder die Band zu verlassen. Da Smith zögerte, wurde ihm 1989 schließlich der Ausstieg nahegelegt. In der Folgezeit widmete er sich seinem Soloprojekt A.S.A.P.

Sänger Bruce Dickinson nahm zwischenzeitlich sein erstes Soloalbum Tattoed Millionaire auf, blieb zunächst aber weiterhin Iron-Maiden-Mitglied. Dickinson brachte infolge seines Soloausflugs den Gitarristen Janick Gers (vorher White Spirit / Gillan) in die Gruppe ein, der fortan Smith bei Iron Maiden ersetzte. 1990 erschien das Album No Prayer for the Dying. Das von Bruce Dickinson für den Film Nightmare 5: Das Trauma geschriebene Lied Bring Your Daughter… to the Slaughter war die erste und bis heute einzige Nummer-eins-Single der Band in den britischen Charts. Trotzdem wurde No Prayer for the Dying sowohl von Fans als auch von der Presse eher negativ bewertet. 1992 erschien das Album Fear of the Dark, das etwas bessere Kritiken als der Vorgänger erhielt und mit dem gleichnamigen Titelstück sowie Afraid to Shoot Strangers weitere Maiden-Klassiker enthält.

Als Dickinson am Ende der 1992er Tournee seinen Ausstieg aus der Band ankündigte, reagierten die Fans enttäuscht. Es erschienen noch drei Live-CDs mit Dickinson am Mikrofon (A Real Live One, A Real Dead One und Live at Donington) sowie sein Abschiedskonzert auf Video (Raising Hell). Auf diesem Konzert brachte der amerikanische Zauberkünstler Simon Drake Zaubereinlagen ein, und am Ende des Konzertes wurde Bruce Dickinson in einer Eisernen Jungfrau eingeschlossen.

Krise (1994–1998)[Bearbeiten]

Blaze Bayley, Sänger von 1994 bis 1998

Nach einem Jahr Schaffenspause fanden Iron Maiden mit Blaze Bayley einen neuen Sänger, der zuvor Mitglied der Band Wolfsbane war. Mit ihm nahmen sie ihr zehntes Album The X Factor auf, das für gespaltene Reaktionen sorgte, was zum einen am eher düster-melancholischen Musikstil und zum anderen an Bayleys Stimme lag, die im Vergleich zu der von Dickinson sehr beschränkt war. Die angesetzten Tourneen waren wenig erfolgreich, Iron Maiden spielten zum Teil in halb leeren Hallen, obwohl sie bereits im Vergleich zu früheren Tourneen wesentlich kleinere ausgewählt hatten. Bayley hatte bei Konzerten vor allem mit den Stücken aus der Ära mit Bruce Dickinson große Schwierigkeiten, da diese nicht für seine eher tiefe Stimmlage geschrieben waren.

1996 erschien das Best-of-Album Best of the Beast, das mit Virus ein neues Lied enthielt. 1998 folgte Virtual XI, das genau wie The X-Factor beim Großteil der Fangemeinde auf wenig Gegenliebe stieß. Da Bayley bei der Tour erhebliche Stimmprobleme bekam, wurde sie Ende 1998 abgebrochen. Iron Maiden trennten sich von ihm einvernehmlich.

Wiedervereinigung (1999–2006)[Bearbeiten]

Am 10. Februar 1999 kehrten Bruce Dickinson und Adrian Smith wieder zu Iron Maiden zurück. Dickinson ersetzte Blaze Bayley, Gitarrist Janick Gers blieb; die Gruppe spielt seitdem mit drei Gitarristen. Die darauf folgende Tournee wurde zum kommerziellen Triumphzug. Das erste Album dieser Besetzung, Brave New World, erschien 2000. Iron Maiden waren daraufhin Headliner beim Dynamo Open Air am 6. Juni 2000 in Nijmegen in den Niederlanden.

Bei einem Konzert in Mannheim fiel Gitarrist Janick Gers, bekannt für spektakuläre Verrenkungen während des Gitarrenspiels, beim Lied The Number of the Beast von der Bühne in den Fotograben und musste mit Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden. Das Konzert konnte jedoch mit den zwei verbliebenen Gitarristen Dave Murray und Adrian Smith zu Ende gespielt werden, da es sich hier nur noch um den Zugabenteil des Konzerts handelte. Den nachfolgenden Auftritt am nächsten Tag sagten Iron Maiden ab. Beim Rock-in-Rio-Festival 2001 spielten Iron Maiden als Headliner vor einer Viertelmillion Menschen und veröffentlichen die Aufnahme davon als Live-Album und DVD.

Adrian Smith bei einem Live-Auftritt, 2010

Am 8. September 2003 veröffentlichten Iron Maiden ihr dreizehntes Studioalbum Dance of Death. Dieses Album verkaufte sich zwar besser als Brave New World, war aber wegen einiger progressiver Elemente wie orchestralen Passagen und einer Ballade umstrittener. Die anschließende Dance of Death World Tour führte die Band wieder nach Deutschland, so gab es ausverkaufte Auftritte in der Dortmunder Westfalenhalle und in der Stuttgarter Schleyerhalle.

Zwischenzeitlich erschienen drei Best-of-Veröffentlichungen:

  • Eddie’s Archive – eine Sammlung von drei Doppel-CDs mit bis dahin unveröffentlichtem Material (Aufnahmen vom Reading Festival, Donington, dem Hammersmith Odeon und andere BBC-Aufnahmen) und einer B-Seiten-Sammlung. Den in einer Metalldose verkauften CDs lag ein Siegelring, ein Schnapsglas und ein Stammbaum der Band auf Pergament bei.
  • Edward the Great – die erfolgreichsten Singles der Band.

Weiterhin wurde nach Rock in Rio die DVD Visions of the Beast veröffentlicht, auf der alle Promo-Videos zu sehen sind. Anlässlich der Dance-of-Death-Tour erschien auch die No More Lies EP, mit verschiedenen Versionen von Lieds des neuen Albums (einmal singt auch der Schlagzeuger Nicko McBrain), einem Live-Video (kein Live-Klang) und einem Iron-Maiden-Schweißband.

Ende 2004 erschien die DVD The Early Days – Part I, in der die Bandgeschichte von 1976 bis 1983 zusammengefasst wurde. Es sind eine 90 Minuten lange Dokumentation und Teile von drei Live-Konzerten der Jahre 1980, 1982 und 1983 enthalten. Die Reihe soll fortgesetzt werden.

2005 spielten Iron Maiden bei großen Festivals wie With Full Force in Leipzig und Rock am Ring/Rock im Park. Außerdem spielten sie am 12. Juli 2005 vor über 55.000 Fans im Ullevi Stadium in Göteborg. Dieses Konzert wurde vom schwedischen Fernsehen live übertragen und war damit dort die erste Live-Übertragung seit Live Aid 1985. Auf der Tour wurde insgesamt vor über 450.000 Fans, durchschnittlich 22.500 pro Konzert, gespielt.

Am 29. August 2005 erschien die Live-CD Death on the Road. Sie enthält einen Live-Mitschnitt des während der Dance of Death World Tour im November 2003 gespielten Konzerts in Dortmund. Die dazugehörige DVD erschien am 6. Februar 2006 über EMI und enthält neben dem Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle eine 75-minütige Dokumentation zu Dance of Death und der entsprechenden Welttournee.

Progressive Phase (seit 2006)[Bearbeiten]

Seit 1999 in dieser Bass- und Gitarrenkonstellation: Adrian Smith, Dave Murray, Janick Gers, Steve Harris

Bereits auf Dance of Death aus dem Jahre 2003 zeichnete sich eine gewisse Veränderung im Klang Iron Maidens ab. Besonders deutlich wurde diese beim Lied Paschendale, das laut Aussage Bruce Dickinsons in einem BBC-Interview als eine Art Vorreiter oder Trittstein für das folgende Album angesehen werden kann. Nach Dance of Death sei, so Dickinson, ein Pfad „irgendwo zwischen Dance of Death und Paschendale“ als positiv angezeigt gewesen.

Im März 2006 wurde zusammen mit Produzent Kevin Shirley mit den Aufnahmen des neuen Albums A Matter of Life and Death begonnen, das in zwei Monaten komplett aufgenommen war. Dabei verwendete die Band drei Wochen für das Schreiben der Lieder, drei Wochen für das Üben der Titel und schließlich drei Wochen für die Aufnahmen. Veröffentlicht wurde es in Europa am 25. August 2006. Mit diesem Album schafften es Iron Maiden, Platz 1 der Deutschen Albumcharts zu erreichen. Auch in anderen Ländern wie Schweden, Italien, Finnland, Griechenland, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Polen und Brasilien erreichte A Matter of Life and Death diese Platzierung.

Im Februar 2008 erschien das 1985 als VHS veröffentlichte Konzertvideo Live After Death als überarbeitete Version auf DVD, zusammen mit dem zweiten Teil der Banddokumentation. Ebenso begann im Februar 2008 die Somewhere Back in Time Tour, auf der überwiegend (ähnlich wie bei der Early Days Tour 2005) Stücke der Live-After-Death-DVD gespielt wurden.

Am 31. Juli 2008 traten Iron Maiden auf dem Wacken Open Air vor circa 75.000 Fans auf. Die Band war Headliner des Festivals und spielte bis auf Fear of the Dark nur Lieder der Alben Iron Maiden, The Number of the Beast, Piece of Mind, Powerslave, Somewhere in Time und Seventh Son of a Seventh Son.

Am 14. März 2009 wurde der Dokumentarfilm Flight 666 uraufgeführt. Der Film folgt der Band auf der Somewhere Back in Time World Tour von 2008 und wurde von den Machern von Metal – A Headbanger’s Journey erstellt. Die offizielle Veröffentlichung folgte im April 2009.[2] Noch im Folgemonat teilte EMI mit, den ursprünglich nur für das Kino geplante Dokumentarfilm auch auf Blu-ray Disc, DVD und CD zur Verfügung zu stellen. Neben der Blu-ray-Version gibt es eine Doppel-DVD und eine Doppel-CD, mit den Musikstücken, die für die Videoaufnahmen aufgenommen wurden.[3]

Am 5. August 2010 waren Iron Maiden erneut in Deutschland beim Wacken Open Air zu Gast.[4] Im März 2010 wurde die Veröffentlichung ihres fünfzehnten Studioalbums bestätigt, das den Namen The Final Frontier trägt[5] und am 13. August 2010 veröffentlicht worden ist und in den deutschen Album-Charts auf Platz 1 einstieg. Vorab veröffentlichten Iron Maiden das Lied El Dorado als exklusive Gratis-MP3-Datei[6] auf ihrer Homepage[7] sowie am 13. Juli 2010 das Video zum Titelstück The Final Frontier[8].

Am 16. März 2011 gab die Band bekannt, den Erlös aus dem Verkauf der Tokioter Tour-Shirts dem japanischen Roten Kreuz zur Versorgung der Opfer des Tōhoku-Erdbebens zu spenden. Die Auftritte in Tokio mussten jedoch auf Grund der Naturkatastrophe abgesagt werden.[9]

Am 27. März 2012 veröffentlichte die Band den Konzertmitschnitt En Vivo, aufgenommen auf der Final Frontier World Tour 2011 (Around the World in 66 Days) am 10. April 2011 im Estadio Nacional in Santiago de Chile vor 50.000 Fans. Erneut gab es eine Blu-ray-, Doppel-DVD- und Doppel-CD-Version. Dabei wurden, wie auch auf der Tour 5 der neuen Songs präsentiert, darunter auch der Longtrack When the Wild Wind Blows. Auf den Video-Formaten ist zusätzlich auch die Dokumentation Behind the Beast enthalten.

Am 5. Juni 2014 spielte die Band in Deutschland als Headliner auf dem Festival Rock am Ring und am 9. Juni auf dem parallel stattfindenden Rock im Park.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Allgemeine Merkmale[Bearbeiten]

Die Musik von Iron Maiden ist größtenteils aus den im Heavy Metal üblichen rhythmischen Modellen, Riffs und Powerchords aufgebaut.

Durch die Kombination unterschiedlicher rhythmischer Muster sowie den gelegentlichen Einbau langsamer Passagen gestaltet die Band die Lieder abwechslungsreicher. So wird im Titel Powerslave das aus einer Achtel- und zwei darauf folgenden Sechzehntel-Noten aufgebaute Riff verlassen, um in einer in längeren Notenwerten gehaltenen Powerchord-Folge Spannung für den danach folgenden Abschnitt in durchgehenden Sechzehntelwerten zu schaffen. Die auffälligen Halbtonschritte rufen ein zum Text, der die Gedanken eines ägyptischen Pharaos im Angesicht seines nahenden Todes ausdrückt, passendes „arabisches Feeling“ hervor. Im Mittelteil desselben Lieds ist eine ruhigere Passage eingebaut: Über die gezupften, unverzerrt („clean“) gespielten Gitarren, ein zurückhaltendes Schlagzeug und den melodieführenden Bass wird ein melodiöses E-Gitarren-Solo gelegt. Der Titel The Rime of the Ancient Mariner wechselt öfters zwischen dem bekannten Muster (eine Achtel – zwei Sechzehntel) und einem aus Vierteln-, Achtel- und Sechzehntel-Noten gebildeten Part, bei dem das Schlagzeug rhythmische Varianten mit einbringt.

Die Band besitzt außerdem ein Gespür für melodische Riffs und Gitarrenfiguren sowie für eingängige Melodien und Refrains, wie die für eine Metal-Band beachtlichen britischen Chartplatzierungen von Titeln wie Run to the Hills (# 7), 2 Minutes to Midnight (# 11), Bring Your Daughter… to the Slaughter (# 1) oder Wasted Years (# 18) zeigen.

Ein weiteres häufiges Stilmerkmal der Band ist die stete Wiederholung einer melodischen Phrase auf der Gitarre, während der Bass über verschiedene Tonlagen eine Kadenz erzeugt. Beispielhaft ist das Lied Hallowed Be Thy Name, bei dem eine markante Figur in e-Moll vier Takte lang wiederholt wird. Im ersten Takt begleitet der Bass auf e, im zweiten auf c (Subdominantenparallele C-Dur) und im dritten auf d (Dominantparalle D-Dur), wodurch wieder zur Tonika e-Moll zurückgeführt wird. Teilweise werden ganze Riffs kadenziert vorgetragen.

Bass[Bearbeiten]

Ein besonderes Merkmal bei Iron Maiden ist Steve Harris’ Bassklang und -Spiel. Er spielt Flatwound-Saiten der Firma Rotosound auf mehrheitlich Fender Precision oder Lado-Bässen. Besonders auffällig ist sein „knackiger“ Bassklang, sein teilweise extrem schnelles Spiel ohne Plektrum sowie die „kurzen Ausflüge“ in sehr hohe Tonlagen. Typisch für die Band ist oft ein „galoppierender“ (Bass-)Rhythmus, der aus Gruppen von einer Achtel- und zwei Sechzehntelnoten besteht. Nicht weniger typisch für Harris’ Bassspiel sind offene Akkorde (Power Chords) auf betonten Zählzeiten, z. B. im Intro von The Evil That Men Do und in Fear of the Dark. Die meisten Iron-Maiden-Titel orientieren sich sehr am Basslauf (besonders z. B. bei Killers, Wrathchild, The Number of the Beast).

Gitarre[Bearbeiten]

Der Gitarrenklang weist einige typische Merkmale auf: Die Gitarristen spielen hauptsächlich Fender Stratocaster mit Humbucker-Bestückung auf aktuellen Marshall-Verstärkern, wobei Adrian Smith häufig Gibson Les Pauls und eine weiße Jackson San Dimas DK, die extra für ihn angefertigt wurde, spielt. Zusätzlich ist er im Beiheft von A Matter of Life and Death und bei diversen Live-Darbietungen von Children of the Damned auch mit einer Doubleneck-Gitarre von Jackson zu sehen.

Für Soli verwendet zumindest Dave Murray meistens einen Phaser und schaltet zeitweise auf den Hals-Pickup um, was einen blues-lastigen Klang bewirkt. Durch den Phaser entsteht ein ganz spezieller, iron-maiden-typischer Lead-Klang. Weiterhin sind zweistimmige, oft auch abwechselnde Gitarren-Soli ein Maiden-Markenzeichen. So spielen im Titel Aces High die beiden Gitarren denselben Lauf im Intervallabstand der Terz. Seit dem Jahr 2000 sind es drei Gitarristen, Smith verließ 1990 die Band und wurde durch Janick Gers ersetzt. Im Jahr 1999 kehrte er wieder zurück. Janick Gers blieb trotzdem weiterhin in der Band. Auch Gers ist geprägt von Fender Stratocaster, jedoch wie Dave mit nachgerüsteten Pickups, und spielt schnelle Soli sowie kräftig verzerrte Rhythmusgitarre.

Dave Murray und Adrian Smith live in Stuttgart (2007)

Gesang[Bearbeiten]

Die raue Stimme und der kraftvolle Gesang von Paul Di’Anno brachten Punk-Elemente in den Stil der frühen Maiden-Alben. Das änderte sich, als Bruce Dickinson in die Band kam. Dickinsons Gesang zeichnet sich durch sehr hohen, klaren Falsettgesang aus, der jedoch bisweilen auch tiefere und raue Züge aufweist. Diese Art des Gesangs brachte Dickinson schon früh den Beinamen „Air Raid Siren“ (zu deutsch Fliegeralarmsirene) ein. Besonders das erste Maiden-Album mit Dickinson als Frontmann, The Number of the Beast, brachte die Vorzüge seiner Stimme voll zur Geltung. Während viele Sänger bei Live-Auftritten Effekte, wie z. B. Echo, Hall oder Chorus verwenden, singt Dickinson meistens ganz ohne zusätzliche Effekte.

Nachdem Dickinson die Band verlassen hatte, wurde der Gesang von Blaze Bayley übernommen. Aufgrund seiner im Vergleich zu Dickinson beschränkten und für Maiden ungewöhnlich tiefen Stimme fand er keinen großen Anklang. Vor allem bei Live-Konzerten wurde das deutlich, wo er weit hinter den Leistungen Dickinsons zurückblieb, da es ihm nicht gelang, den Ton zu halten, und er sich dazu noch des Öfteren versang. Nach zwei Alben ohne ihn kehrte Dickinson zur Band zurück.

Tasteninstrumente[Bearbeiten]

Auf Somewhere in Time verwendete die Band erstmals Gitarrensynthesizer, die vornehmlich in Intros (Caught Somewhere in Time, Heaven Can Wait) oder Outros (Alexander the Great) für lange, füllende Töne im Hintergrund verwendet wurden. Auf Seventh Son of a Seventh Son waren bereits in jedem Lied Keyboards vorhanden. Diese waren hier bereits als vollwertige Instrumente für flächige Töne im Hintergrund eingesetzt worden. Meistens wurden sie von Steve Harris arrangiert und gespielt. Ab No Prayer for the Dying waren die Keyboards Standard und nahmen neben der Flächenwirkung auch melodische Wendungen der Gitarrenläufe auf (vgl. Mother Russia). Seither gehören die Keyboards zum festen Bestandteil der Lieder, wobei diese aber niemals eine Solorolle erhalten. Wie auf der Bonus-DVD zu Death on the Road zu sehen, spielt bei Live-Konzerten Steve Harris’ langjähriger Basstechniker Michael Kenney die Keyboards, der sich während der Auftritte in einer Nische der Bühnenaufbauten und hinter einem Vorhang verborgen aufhält. Auf dem Video zu Maiden England erscheint Kenney allerdings beim sphärischen Mittelteil des Lieds Seventh Son of a Seventh Son auch kurz mit einer Maske und Umhang bekleidet auf der Bühne. Auch im Album A Matter of Life and Death wird das Keyboard von Steve Harris verwendet.

Musikalische Entwicklung[Bearbeiten]

Innerhalb des Schaffens der Band sind nur wenige musikalische Entwicklungen zu beobachten. In der Musik ihrer Anfangszeit sind trotz eindeutiger Orientierung an Hard-Rock- und Heavy-Metal-Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, Thin Lizzy und Judas Priest Einflüsse des Punk nicht zu überhören. Spätestens mit den Alben The Number of the Beast und Piece of Mind kam der Durchbruch in den USA.

Mit dem Album Somewhere in Time aus dem Jahr 1986, auf dem zum ersten Mal Gitarrensynthesizer eingesetzt wurden, schlug die Band eine etwas sanftere, eher am Mainstream orientierte Richtung ein. Titel wie Stranger in a Strange Land oder Wasted Years mit seinen durchgehenden Achteln von Bass und Gitarren sind dabei durchaus als radiotauglich zu bezeichnen. Andererseits ist mit Alexander the Great ein längerer, aus mehreren Teilen bestehender Titel enthalten, der mit orientalisch geprägten Melodien und Taktwechseln von 4/4 auf 3/4, 7/8 und 12/8 durchaus progressive Einflüsse zeigt. Mit Seventh Son of a Seventh Son kam zwei Jahre später ein leicht progressives Konzeptalbum auf den Markt, auf dem ein melodieführendes Keyboard zum Einsatz kommt. Auf dem Nachfolgeralbum No Prayer for the Dying kehrte die Band wieder zu ihrem gewohnt rauen Stil zurück. Die ohne Dickinson entstandenen Alben The X Factor und Virtual XI wirken eher düster und melancholisch, wobei Kritiker die häufigen Wiederholungen der Refrains bemängelten.

Auf den Alben Brave New World und Dance of Death aus den Jahren 2000 und 2003 bewegt die Band sich dann ein Stück in Richtung des Progressive Metal, was mit A Matter of Life and Death aus dem Jahr 2006 noch weiter fortgeführt wird. Charakteristisch für diese Entwicklung ist vor allem der Trend zu sehr langen Stücken (7 bis 10 Minuten) mit zahlreichen musikalischen Wechseln (Rhythmik, Tempo, Dynamik) und vielen Rückbezügen zwischen musikalischer Form und textlichen Inhalten. Diese Entwicklung fand im Jahr 2010 auf ihrem aktuellen Studiowerk The Final Frontier, auf dem kaum Lieder unter 6 Minuten Laufzeit enthalten sind, ihren bisherigen Höhepunkt.

Einflüsse auf andere Musiker[Bearbeiten]

Aufgrund ihres großen Erfolges im Heavy Metal der 1980er Jahre haben Iron Maiden unzählige jüngere Musiker und Bands maßgeblich beeinflusst. Zum Beispiel haben Kirk Hammett (Metallica) und Dave Mustaine (Megadeth) die Bedeutung von Iron Maiden für ihren eigenen musikalischen Werdegang in Interviews hervorgehoben. Der Einfluss wird auch daran ersichtlich, dass viele andere Metal-Bands Lieder von Iron Maiden als Cover neuveröffentlicht haben oder bei Konzerten spielen. Es existiert eine Reihe von Tribute-Samplern, bei denen die Band im Mittelpunkt steht.

Die Progressive-Metal-Band Dream Theater bezeichnet Iron Maiden als eine ihrer wichtigsten musikalischen Wurzeln. Dies äußert sich unter anderem auch darin, dass Dream Theater mitunter ganze Alben wie The Number of the Beast als Zugabe bei ihren Konzerten spielen.

Der Einfluss der Band geht über den Metal-Bereich hinaus. Auch Gruppen aus dem Punk-Spektrum wie Strung Out, Sum 41 oder Red Tape berufen sich auf Iron Maiden.

Textbezug[Bearbeiten]

Ein besonderes Merkmal der Band ist, dass regelmäßig Lieder veröffentlicht werden, die auf konkrete historische, literarische und/oder cineastische Vorlagen zurückgreifen.

Historische Begebenheiten[Bearbeiten]

  • Invasion (1979 auf The Soundhouse Tapes): die Invasionen der Wikinger in England
  • The Ides of March (1981 auf Killers): Todestag Julius Caesars an den „Iden des März“ (15. März) 44. v. Chr.
  • Genghis Khan (1981 auf Killers): die historische Figur Dschingis Khan
  • Invaders (1982 auf The Number of the Beast): die Invasionen der Wikinger in England
  • Run to the Hills (1982 auf The Number of the Beast): Völkermord an den Indianern Nordamerikas
  • The Trooper (1983 auf Piece of Mind): über den militärisch sinnlosen Angriff der britischen Leichten Brigade am 25. Oktober 1854 während des Krimkrieges
  • Sun and Steel (1983 auf Piece of Mind): über den legendären japanischen Samurai Miyamoto Musashi (1584–1645)
  • Aces High (1984 auf Powerslave): bezieht sich auf die Luftschlacht um England während des Zweiten Weltkriegs
  • Two Minutes to Midnight (1984 auf Powerslave): Das Wettrüsten zwischen den USA und der UdSSR während des Kalten Krieges wird thematisiert.
  • Powerslave (1984 auf Powerslave): Bezugnahme auf die Rolle des Pharaos im ägyptischen Totenkult
  • Intro des Albums Live After Death (1985): Ausschnitt aus der We Shall Fight on the Beaches-Rede von Winston Churchill am 4. Juni 1940 vor dem britischen Unterhaus
  • Alexander the Great (1986 auf Somewhere in Time): Bezug auf den Makedonischen König Alexander III.
  • Tailgunner (1990 auf No Prayer for the Dying): Schilderung des britischen Luftangriffs auf Dresden 1945 aus der Sicht eines britischen Bomber-Heckschützen.
  • Mother Russia (1990 auf No Prayer for the Dying): über den Zerfall der Sowjetunion und die vermeintliche Freiheit des russischen Volkes hiernach
  • Afraid to Shoot Strangers (1992 auf Fear of the Dark): über die von den USA geführte militärische Intervention im Irak und in Kuwait 1991 (Zweiter Golfkrieg)
  • Blood on the World’s Hands (1995 auf The X Factor): über den Bosnienkrieg
  • The Clansman (1998 auf Virtual XI): aus der Sicht von William Wallace geschrieben, offensichtlich durch den Film Braveheart inspiriert
  • Como estais amigos (1998 auf Virtual XI): Dieses Lied wurde zu Ehren der Soldaten geschrieben, die 1982 während des Falklandkrieges gefallen sind.
  • Montsegur (2003 auf Dance of Death): beschreibt die Belagerung der Festung Montségur im Jahre 1244
  • Paschendale (2003 auf Dance of Death): das Schicksal eines Soldaten während der totalen Vernichtung der Stadt Passendale in Belgien während des Ersten Weltkrieges
  • The Longest Day (2006 auf A Matter of Life and Death): über den Sturmangriff der Alliierten auf Hitlers Atlantikwall im Jahre 1944 (D-Day), zumindest namentlich inspiriert vom Film Der längste Tag.
  • Brighter Than a Thousand Suns (2006 auf A Matter of Life and Death): über den Wurf der Atombombe auf Hiroshima, insgesamt über Nuklearkriege. (Heller als tausend Sonnen ist der Titel eines berühmten Buchs über die Atombombenforscher von Robert Jungk.)
  • These Colours Don’t Run (2006 auf A Matter of Life and Death): eine zynische Abrechnung mit jeglicher Kriegspropaganda.
  • The Pilgrim (2006 auf A Matter of Life and Death): Jesus von Nazareth wird thematisiert.
  • The Alchemist (2010 auf The Final Frontier): Es wird über das Treffen der Alchemisten John Dee und Edward Kelley und den Übergang von Magie und Wissenschaft gesungen.
  • The Talisman (2010 auf The Final Frontier): Handelt vom Zeitalter der Entdeckungen und thematisiert die Gefahren wie Unwetter oder Skorbut, denen die Seeleute ausgesetzt waren.

Literarische Vorlagen[Bearbeiten]

Cineastische Vorlagen[Bearbeiten]

Musikalische Vorlagen[Bearbeiten]

  • To Tame a Land (1983 auf Piece of Mind): Teile des Instrumentalteils in der zweiten Hälfte wurden durch Asturias von dem spanischen Komponisten Isaak Albeniz inspiriert.
  • Mother Russia (1990 auf No Prayer for the Dying): basiert auf Erhebe dich, du russisches Volk von Sergei S. Prokofjew aus der Filmmusik zu Alexander Newski.

Diskografie[Bearbeiten]

Diese Auflistung enthält nur die Studioalben. Für eine ausführliche Diskografie, Chartplatzierungen und Verkaufsauszeichnungen siehe Iron Maiden/Diskografie.

Maskottchen Eddie[Bearbeiten]

Eddie ist das Maskottchen von Iron Maiden. Er ist auf jedem Albumcover und bis auf vier Ausnahmen auch auf jedem Single-Cover abgebildet. Außerdem erscheint er häufig als überlebensgroße Puppe während Live-Auftritten. Eddie tritt des Weiteren in einem Ego-Shooter namens Ed Hunter auf, der 1999 zusammen mit einer von Fans zusammengestellten Best-of-CD veröffentlicht wurde. Ferner ist er als Charakter in Tony Hawk’s Pro Skater 4 involviert.

Der Original-Eddie war nur eine Theater-Maske, was auf den Band-Fotos des ersten Iron-Maiden-Albums und auf dem Cover zur Single Running Free zu sehen ist. Es war mit einer Pumpe verbunden, die verschiedene Arten von Flüssigkeiten freigeben konnte. Diese Flüssigkeit befand sich über Doug Sampson, der zu dieser Zeit Schlagzeuger von Iron Maiden war. Fans versuchten bei Live-Konzerten, Gegenstände in den Mund des Maskottchens zu werfen.

Eddies kompletter Name lautet Edward the Head, siehe die Aufschrift Edward T.H–– auf dem Cover des Albums Live After Death. Der Rest seines Nachnamens ist hierbei durch einen Erdklumpen verdeckt.

Die Figur Eddies wurde von Derek Riggs gestaltet. Auf dem Cover zu der Single Running Free ist die Silhouette einer großen und mageren, einem Zombie ähnlichen Kreatur zu erkennen. Als die Band auf der Suche nach einem möglichen Cover für ihr erstes Album waren, stolperten sie über die Illustrationen von Derek Riggs. Diese sollten schließlich zum Artwork des selbstbetitelten Iron-Maiden-Albums beitragen. Die Band fand Gefallen daran und war der Meinung, dass diese Vorlage dem entspricht, wie die Silhouette ursprünglich ausgesehen haben könnte.

Derek Riggs Initialen, die in den meisten Coverbildern versteckt sind

Derek Riggs entwarf in der Folge mehr als 60 Coverillustrationen für Iron Maiden, darunter die der ersten acht Studioalben, dreier Live-Alben (Live After Death, A Real Dead One und A Real Live One) sowie die obere Hälfte des Covers zum zwölften Studioalbum Brave New World. In jeder seiner Cover-Illustrationen findet sich, meist mehr oder weniger „versteckt“ in das Bild integriert, ein als Signatur verwendetes (inzwischen nicht mehr aktuelles) Logo, das eine graphische Stilisierung seiner Initialen D. R. darstellt. Die Entwürfe zu Brave New World und den dazugehörigen Singles waren die letzten Arbeiten Derek Riggs’ für Iron Maiden.

Auch weitere Bands wurden durch das Maskottchen Eddie inspiriert. Einige Bands haben ihren stets auf Cover-Artworks wiederkehrenden Maskottchen Namen gegeben, diese erinnern teilweise sehr an Eddie, so etwa Vic Rattlehead von Megadeth oder Fangface von Gamma Ray, der ebenfalls von Derek Riggs entworfen und gezeichnet wurde.

Trivia[Bearbeiten]

Das letzte Stück der Playback-Musik während der Umbaupause nach den Vorbands ist stets Doctor Doctor von UFO aus ihrem Album Phenomenon. Weiterhin ist das erste Stück der Playback-Musik nach jedem Konzert Always Look on the Bright Side of Life von Monty Python, bekannt aus deren Film Das Leben des Brian.

Einzelpersonen, die zuvor legal erworbene Bootleg-CDs via Ebay verkauft hatten, wurden von einem von Iron Maiden beauftragten Anwaltsbüro mit Abmahnungen konfrontiert. Die Live-USA-Serie, die von diversen Interpreten erhältlich war und um die es sich größtenteils handelte, war in den 1990ern eine zeitlang in verschiedenen Elektromärkten und Supermarktketten erhältlich, wurde dann aber verboten, da es sich um illegale Live-Mitschnitte handelte.

Insbesondere im Sommer 2009 kam es zu einer regelrechten „Abmahnwelle“, die bei den Fans große Empörung und Diskussionsbedarf auslöste.[10]

Im Jahr 2006 berichtete die Londoner Zeitung Evening Standard von einer Band, die von sich behauptet, sich schon früher „Iron Maiden“ genannt zu haben. Namen und Outfit hätte die bekannt gewordene Band nach einem Konzertbesuch abgekupfert.[11] Im Sommer 2012 veröffentlichte diese Band unter dem Namen The (Original) Iron Maiden das Album Maiden Voyage.

Literatur[Bearbeiten]

  • Iron Maiden mit John McMurtrie, Iron Maiden – On Board Flight 666 – Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen. Hannibal, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-85445-374-1.
  • Matthias Mader: Burning Ambition – Das Iron Maiden Fanbuch. I. P. Verlag Jeske & Mader, Berlin 2002, ISBN 3-931624-17-X.
  • Mick Wall: Run to the Hills – Die offizielle Biographie von Iron Maiden. I. P. Verlag Jeske & Mader, Berlin 2005, ISBN 3-931624-29-3.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format5 SHOWS IN GERMANY 2013. Press Release IronMaiden.com Ltd, abgerufen am 10. Juni 2010 (HTML; PDF; 173 kB, deutsch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatIRON MAIDEN: FLIGHT 666 – THE MOVIE. IronMaiden.com Ltd, 20. Januar 2009, abgerufen am 22. April 2009 (HTML, englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format“IRON MAIDEN: FLIGHT 666” – DVD Release. EMI Music Austria GesmbH, 15. April 2009, abgerufen am 22. April 2009 (HTML, deutsch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format"Iron Maiden zurück in Wacken". Wacken.com Ltd, 16. Dezember 2009, abgerufen am 28. März 2010 (HTML, deutsch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format“IRON MAIDEN: "The Final Frontier" Release. IronMaiden.com Ltd, 4. März 2010, abgerufen am 28. März 2010 (HTML, englisch).
  6. Tonspion: Sneak Preview
  7. ironmaiden.com: El Dorado Free Download
  8. tape.tv : Video zu The Final Frontier
  9. metalnews.de Spende für Erdbebenopfer, aufgerufen am 17. März 2011.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAbmahnung Iron Maiden Holdings Ltd. Ratgeberrecht.eu – Abmahnung Iron Maiden Holdings Ltd., 27. Juli 2009, abgerufen am 27. Juli 2009 (HTML, deutsch).
  11. Evening Standard vom 30. Januar 2006: The original Iron Maiden! (abgerufen am 17. Juli 2012)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Iron Maiden – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien