Starhemberg

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Adelsgeschlecht.
Stammwappen der Starhemberg in der Zürcher Wappenrolle (ca. 1340)

Die Starhemberg sind ein ursprünglich aus Oberösterreich (Steyr, Steinbach) stammendes Hochadelsgeschlecht, seit 1643 Reichsgrafen, seit 1765 Reichsfürsten. Von den „Apostelgeschlechtern“, also jenen Familien, die schon zur Zeit der Babenberger in Österreich eine Rolle spielten, haben sich bis heute nur drei erhalten: die Familie Liechtenstein, die Familie Abensperg und Traun und die Familie Starhemberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Burg Schaunburg um 1674, Stich von G.M.Vischer

Der als Ahnherr der Familie Starhemberg geltende Gundaker von Steyr hatte seinen Sitz auf Burg Wildberg in der Gemeinde Kirchschlag bei Linz. Das Anwesen ist seit über 800 Jahren im Besitz der Starhemberger und somit ältester Familiensitz.

1559 fiel die Grafschaft Schaunberg an die Starhemberger.

Schloss Starhemberg in Eferding

Schloss Starhemberg, auch Schloss Eferding genannt, ist mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung in der Zeit von 1630 bis 1660 seit rund 450 Jahren im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Die im 12. Jahrhundert vom Bistum Passau errichtete Amtsburg wurde im 14. Jahrhundert an die Grafen von Schaunberg verkauft. Nach dem Aussterben der Schaunberger im 16. Jahrhundert ließen deren Erben, die Starhemberger, die damalige Burg zu einem Schloss ausbauen, ehe die Anlage während des 18. Jahrhunderts im Stil des Klassizismus verändert wurde. Derzeitiger Eigentümer des Anwesens ist der neunte Fürst von Starhemberg, Georg Adam. Im Schloss befindet sich das Fürstlich Starhemberg’sche Familienmuseum. Ein Rundgang durch die Museumsräumlichkeiten zeigt zahlreiche Erinnerungs- und Fundstücke aus der Familiengeschichte der Starhemberger. Die hier ansässige Starhemberg'schen Familienstiftung sieht sich als Substanzerhalter des Familienbesitzes. Sechs Schlösser, 6000 Hektar Forstbesitz in Österreich, Plantagen in Andalusien und eine Rinderfarm in Argentinien werden mit rund 70 Mitarbeitern betrieben.

Ehemalige Besitze[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Silber aus rotem Schildfuß wachsend einen feuerspeienden, rot (früher selten auch: golden) gehörnten blauen Panther; auf dem Helm mit blau-silbernen (früher selten auch: blau-roten) Decken der wachsende Panther, dessen Rückseite normal mit einem roten Grat bestückt ist, der mit acht silbernen Federbüschen bestückt ist. Seit einer kaiserlichen Wappenbesserung am 24. Juni 1437 werden die Panther gekrönt dargestellt.[1]

Angehörige des Geschlechts[Bearbeiten]

Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg

Fürsten von Starhemberg[Bearbeiten]

  • Johann Georg Adam I. Karl (1724–1807), 1765 Fürst von Starhemberg ∞ I Gräfin Maria Theresia Esther von Starhemberg, Tochter von Ottokar Franz Jacob; ∞ II Prinzessin Maria Franziska zu Salm-Salm, Tochter von Nikolaus Leopold, Fürst zu Salm-Salm, Hertog van Hoogstraeten
  • Ludwig Joseph Maximilian (1762–1833), dessen Sohn, 2. Fürst von Starhemberg, ∞ Prinzessin Maria Louise d'Arenberg, Tochter von Charles de Ligne, Duc d'Arenberg, Duc d'Aerschot
  • Georg Adam II. (1785–1860), dessen Sohn, 3. Fürst von Starhemberg, ∞ Prinzessin Aloisia von Auersperg, Tochter von Karl
  • Camillo (1804–1872), 4. Fürst von Starhemberg, ∞ I Guidobaldine Steinmetz, ∞ II Gräfin Marie Leopoldine von Thürheim
  • Camillo (1835–1900), dessen Sohn, 5. Fürst von Starhemberg, ∞ Gräfin Sophia von Sickingen zu Hohenburg
  • Ernst Rüdiger (1861–1927), dessen Sohn, 6. Fürst von Starhemberg, ∞ Fanny Starhemberg (eigentl. Franziska), geb. Gräfin Larisch von Moennich
  • Ernst Rüdiger (1899–1956), dessen Sohn, 7. Fürst von Starhemberg, ∞ I. Altgräfin Marie Elisabeth zu Salm-Reifferscheidt-Raitz, Tochter von Karl Borromäus; ∞ II. Nora Gregor
  • Heinrich Rüdiger Karl Georg Franciscus, dessen Sohn, 8. Fürst von Starhemberg, (1934–1997)
  • Georg Starhemberg (*1961), ein Sohn dessen Cousins, 9. Fürst von Starhemberg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XIV, Gesamtreihe Band 131, C. A. Starke Verlag Limburg/Lahn 2003, S. 24-26

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Starhemberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien