Steinfeld (Niederösterreich)

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Das Steinfeld, auch Trockene Ebene genannt, ist die südliche Region des Wiener Beckens in Niederösterreich. Der Name rührt von der Schotterebene her, die auf einer Seehöhe von 230 bis 370 m ü. A. liegt.

Die wichtigsten Städte sind Wiener Neustadt und Neunkirchen. Entwässert wird das Gebiet oberirdisch von Schwarza und Piesting sowie unterirdisch durch den Grundwasserkörper der Mitterndorfer Senke.

Begrenzt wird die Landschaft im Süden von der Buckligen Welt, im Westen von den sogenannten Wiener Alpen mit den Bergen Rax, Schneeberg und Hohe Wand.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Heidegebiet wurde im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia zum Teil mit Schwarzföhren aufgeforstet, die vor allem die Versteppung der Landschaft verhindern sollten und durch die Pecherei eine Erwerbsmöglichkeit für die Bevölkerung boten. Vom ursprünglichen großflächigen Heidegebiet blieben nur Reste, wie im Bereich des Truppenübungsplatzes Großmittel und im Naturschutzgebiet Kalkschottersteppe Obereggendorf.

Klima[Bearbeiten]

Das Steinfeld ist vom pannonischen Klima beeinflusst, bei dem der kontinentale Einfluss im Vergleich zu anderen Gebieten Österreichs ziemlich hoch ist. Die Sommer sind sehr warm, die Winter sind kalt und beide eher trocken. Niederschläge aus West- und Nordwestwetterlagen fallen im Steinfeld ziemlich gering aus, diese werden von den Gebirgen westlich des Steinfeldes (Schneeberg, Hohe Wand, Voralpen) abgehalten. Bei solchen Wetterlagen fallen auch die Schneemengen im Winter äußerst gering aus.

Den meisten Niederschlag bekommt das Steinfeld bei Ausbildung eines Oberitalientiefs und damit verbundenen Niederschlägen von Südosten her, wo innerhalb kurzer Zeit durchaus beachtliche Regenmengen fallen können bzw. sich im Winter eine stattliche Schneedecke bilden kann. Wenn entsprechend Feuchtigkeit vorhanden ist, bilden sich über dem Steinfeld oft heftige Gewitterzellen aus (auch Tornados wurden schon beobachtet). Bei längeren, sehr heißen Perioden allerdings verhindert die vom Steinfeld ausgestrahlte Thermik jegliche Gewitterbildung.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Durch den sehr kargen und wasserdurchlässigen Boden, in dem Niederschlagswasser nur schlecht gespeichert werden kann, ist das Steinfeld schon immer für die Landwirtschaft nur bedingt nutzbar gewesen. Vor allem wenn im Sommer längere Hitzeperioden mit entsprechender Dürre auftreten, wird der Ackerbau sehr erschwert. Es wird u. a. Getreide (hier v. a. Roggen), Mais, Raps sowie Grünfutter für die Tierhaltung angebaut.

Industrie[Bearbeiten]

Es siedelten sich schon sehr früh viele Industriebetriebe im Steinfeld an, da hier die Grundstückspreise sehr günstig waren. Vor allem die Betriebe der Eisen- und Stahlindustrie nutzten das nahe steirische Eisen, um hier zu produzieren. Auch viele Papierfabriken und Spinnereien siedelten sich v. a. wegen der günstigen Wasserkraft an der Schwarza an. Diese alten Industrien kamen in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in große wirtschaftliche Schwierigkeiten; viele Fabriken mussten geschlossen werden. Im Steinfeld wird auch großflächiger Schotterabbau für die Bauwirtschaft betrieben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lieder der Arbeit im Lied. Ein kulturhistorischer Streifzug durch die Arbeitswelt des Steinfeldes. Mit beiliegender CD diverser Arbeiterlieder, mit diversen Fotos und Illustrationen und Notenbeispielen, Redaktion: Gerhard Geissl, Industrieviertel-Museum, Wiener Neustadt 2003, ISBN 3-9501753-0-X.
  • Bieringer G. & Sauberer N.: Der Naturraum Steinfeld., 2001, Stapfia 77: 9-27.

Weblinks[Bearbeiten]

47.76388888888916.163888888889Koordinaten: 47° 45′ 50″ N, 16° 9′ 50″ O