Ebenfurth

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Ebenfurth
Wappen von Ebenfurth
Ebenfurth (Österreich)
Ebenfurth
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 23,5 km²
Koordinaten: 47° 53′ N, 16° 22′ O47.87666666666716.371666666667230Koordinaten: 47° 52′ 36″ N, 16° 22′ 18″ O
Höhe: 230 m ü. A.
Einwohner: 2.879 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 123 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2490, 2601, 2603
Vorwahl: 02624
Gemeindekennziffer: 3 23 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 39
2490 Ebenfurth
Website: www.ebenfurth.at
Politik
Bürgermeister: Alfredo Rosenmaier (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
18 SPÖ, 3 ÖVP
Lage der Stadt Ebenfurth im Bezirk Wiener Neustadt-Land
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Ebenfurth ist eine Stadtgemeinde mit 2879 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Ebenfurth liegt im Industrieviertel an der Leitha im Wiener Becken. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 23,56 Quadratkilometer. 19,72 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Ebenfurth (2369)
  • Großmittel (9)
  • Haschendorf (475)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Ebenfurth und Haschendorf.

Ebenfurth grenzt an folgende Gemeinden:

Schönau an der Triesting Pottendorf
Sollenau Nachbargemeinden Hornstein
(Burgenland)
Eggendorf Zillingdorf Neufeld an der Leitha
(Burgenland)

Geschichte[Bearbeiten]

Ortskern (links unten) von Ebenfurth um 1873 (Aufnahmeblätter der Franzisco-Josephinische Landesaufnahme)
Südöstliche Umgebung von Ebenfurth um 1873 (Aufnahmeblätter der Franzisco-Josephinische Landesaufnahme)

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Ebenfurth dann in der Provinz Pannonia. In Ebenfurth gabelte sich die schon von den Römern benützte Straße von Ödenburg nach Wien in mehrere Äste. Außerdem gab es hier eine Furt über die Leitha, die die Grenze nach Ungarn bildete. Man nimmt daher an, dass an der Stelle des späteren Schlosses bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts ein Wehrbau existierte. Da Ebenfurth erst 1160 urkundlich erwähnt wird, dürfte es sich dabei um eine weniger bedeutende Anlage, vermutlich um ein Festes Haus - das heutige Schloss Ebenfurth - gehandelt haben. Diese Anlage befand sich anfangs im Besitz der Feldsberger-Seefelder und ging um 1270 in das Eigentum der Pottendorfer über, die hier das Mautrecht erhielten.[2]

Aufgrund der Lage an der Leitha ist Ebenfurth an der niederösterreichischen Grenze zum heutigen Burgenland gelegen. Bis 1920 war Ebenfurth wie das gegenüber liegende Neufeld an der Leitha Grenzort zwischen Österreich und Ungarn. Im Gebiet zwischen Ebenfurth und Neufeld fand 1246 die Schlacht an der Leitha gegen die Ungarn statt, in der Herzog Friedrich II. (der „Streitbare“) fiel, wodurch die Babenberger in männlicher Linie ausstarben.

Zwischen 1915 und 1934 betrieb die Stadt Wien in Ebenfurth das Dampfkraftwerk Ebenfurth. An seiner Stelle befindet sich heute ein Umspannwerk von Wien Energie.

Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister der Stadtgemeinde Ebenfurth ist Alfredo Rosenmaier, der von 9. Jänner 2002 bis 23. April 2003 Mitglied im Bundesrat war und seit 24. April 2003 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich ist; seit 10. April 2008 ist er auch dessen dritter Präsident. Gemeindesekretärin ist Gabriele Berto.[3]
  • Vizebürgermeister ist Robert Piros, der auch Finanzstadtrat ist. Weitere Stadträte sind Markus Rongitsch (Umwelt und öffentliche Einrichtungen), Alfred Berto (Kultur und Vereinswesen), Wolfgang Hommel (Jugend und Sport) und Elfriede Malecek (Soziales und Integration).[3]
  • Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14.  März 2010 folgende Mandatsverteilung: SPÖ 18, ÖVP 3, andere keine Sitze.[3]
Gemeinderatswahlen
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
85,73 %
(+2,63 %p)
14,27 %
(-2,63 %p)
2005

2010


Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 57,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 6,0 % evangelisch. 11,5 % sind Muslime, 3,0 % gehören orthodoxen Kirchen an. 19,3 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Wappen[Bearbeiten]

AUT Ebenfurth COA.jpg

Blasonierung: „In Silber ein viereckiger, auf einem grünen Dreiberg stehender, silberner rotgedeckter Quaderturm mit zwei roten Dachfähnchen, schwarz geöffnetem Tor, rot-silber-roten Torflügeln und halb aufgezogenem goldenem Fallgitter, über dem Tor ein roter Schild mit einem goldenen Löwen und darüber drei schwarze Schießscharten, zwei über eins gestellt. Die daraus abzuleitenden Farben der Fahne sind: Weiß für Silber, Rot und Gelb für Gold.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ebenfurth

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 87, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 19. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1188. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,83 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten]

Ebenfurth liegt nahe der Südost Autobahn A 3, die das nördliche Burgenland mit Wien verbindet, sowie an der Leitha Straße B 60 von Ebreichsdorf in das regionale Zentrum Wiener Neustadt.

Im Eisenbahnnetz liegt die Stadt an der Pottendorfer Linie von Wiener Neustadt nach Wien und ist Ausgangspunkt der nach Wulkaprodersdorf und weiter nach Sopron führenden Strecke der Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Schloss Ebenfurth
  3. a b c Stadtgemeinde Ebenfurth: Politik (abgerufen am 6. Jänner 2012)
  4. Stadtgemeinde Ebenfurth: Das Ebenfurther Wappen (abgerufen am 6. Jänner 2012)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ebenfurth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien