Stepptanz
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Der Stepptanz wurde im 19. Jahrhundert in den USA entwickelt und ist heute überall auf der Welt bekannt. Mit je zwei Metallplatten, die haltbarer sind als die zunächst benutzten Holzsohlen, vorne und hinten an den Schuhen angebracht, werden beim Tanzen rhythmische Klänge erzeugt, die zum optischen Eindruck und zur Musik passen. Der Tänzer wird somit zum Percussions-Musiker. Der englische Ausdruck dafür ist lautmalerisch Tap dance und der französische Claquettes.
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Der Spanische Flamenco könnte den Stepptanz beeinflusst haben. Dabei werden die Spitzen der Schuhe genagelt, damit sie beim Tanzen einen gut hörbaren Ton erzeugen.
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[Bearbeiten] Geschichte
Stepptanz geht auf die 1830er Jahre zurück. Er entstand im New Yorker Stadtteil Five Points, wo verschiedene ethnische Gruppen zusammenkamen und Wettbewerbe veranstalteten, um ihre besten Bewegungen vorzustellen. Es kam so zu einer Fusion von afrikanischem Shuffle oder Gummistiefel-Tanz und irischem, schottischem und englischem Step dance. Am einflussreichsten war der irische Jig. So entwickelte sich ein neuer amerikanischer Stil.
Der Stepptanz erlebte eine Blütezeit zwischen 1900 und 1955. Damals war Stepp der Hauptstil in den Shows am Broadway und im amerikanischen Variete-Theater (Vaudeville). Auch die zu dieser Zeit sehr populären Big Bands engagierten oft Stepptänzer. Eine Zeit lang gab es auf den meisten amerikanischen Straßen Amateur-Stepper zu sehen und hören. Stepptanz war zu dieser Zeit quasi identisch mit Jazztanz, da Jazz die Musik war, zu der gesteppt wurde.
In den 1930er bis 1950er Jahren wechselten die besten Stepptänzer zu Film und Fernsehen.
Nach Deutschland kam der Stepp durch Egon Bier, welcher mit Fred Astaire steppen lernte. Er unterrichtete den Stepptanz als erster in seiner Tanzschule.
In den 1950er Jahren änderte sich der Tanzstil in der Unterhaltungsindustrie. Rock 'n' Roll und ein neuer Jazztanz-Stil entwickelten sich. Jazztanz und Stepptanz entwickelten sich von da an parallel als eigene Stile weiter.
[Bearbeiten] Berühmte Stepptänzer
- Michael Flatley: bekannt geworden vor allem durch seine Tanzshows mit Riverdance,Lord of the Dance und Feet of Flames
- Bill Robinson: bekannt auch als Bill „Bojangles“ Robinson, der Vater des modernen Stepptanzes, unter andere auch mit der kleinen Shirley Temple
- Master Juba
- Ruby Keeler
- Ann Miller
- Eleanor Powell
- The Nicholas Brothers
- Fred Astaire (in einigen Filmen zusammen mit Ginger Rogers)
- Ginger Rogers
- Gene Kelly
- Donald O’Connor (zusammen mit Gene Kelly einige der berühmtesten Steppszenen in „Singin’ in the Rain“)
- Vera-Ellen (zum Beispiel im Film „On The Town“ zusammen mit Gene Kelly)
- Gregory Hines (unter anderem Darsteller im amerikanischen Spielfilm „Tap Dance“ 1989)
- Sammy Davis Jr.
- Savion Glover
[Bearbeiten] Schreibweise
Schreibung im Deutschen laut Duden: Stepptanz (weil steppen mit zwei P geschrieben wird, die deutschsprachigen Stepptänzer schließen sich dieser Haltung jedoch nicht an und bleiben bei Steptanz im Gegensatz zu Steppdecke)
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage von German Tap, einem Verein zur Förderung des Stepptanzes
- Homepage der International Tap Assiociation (englisch)
- Report über Stepptanz in stern Gesund leben, Heft 6/2005: Klacks für den Groove

