Sturmpanzer 38(t)

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Die Panzerhaubitze Grille war eine Selbstfahrlafette mit einer 15-cm-Haubitze. Sie wurde von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg von 1942 bis zum Ende des Krieges eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Version der Grille basierte auf einem für Selbstfahrlafetten leicht modifizierten Fahrwerk des Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H mit hinten eingebauten Motor, bezeichnet als Geschützwagen 38. Die Wanne wurde mit geringen Änderungen übernommen, der nach vorne verlegte Aufbau wurde um die 15-cm-Haubitze sIG 33 herumgezogen und war lediglich nach oben offen. Von Februar bis Juni 1943 wurden insgesamt 200 Fahrzeuge (einschließlich eines Prototyps) bei BMM in Prag produziert, weitere zehn folgten im November 1943. Die Bezeichnung lautete „15-cm-schweres Infanteriegeschütz 33 (Sf) auf Panzerkampfwagen 38(t) Ausf. H“ (Sd.Kfz. 138/1).

„Grille”, Ausf. K im US Army Ordnance Museum, Aberdeen

Das zweite Baulos der Grille basierte auf einem speziell für Selbstfahrlafetten umkonstruierten Fahrwerk des Panzers 38(t) mit stark verändertem Wannenaufbau, nunmehr als Geschützwagen 38 Ausf. M bezeichnet. Diese für den Panzerjäger Marder III entworfene Wanne, dessen Motor sich nun in der Mitte befand, wurde mit geringen Modifikationen für die Grille und den Flakpanzer 38(t) übernommen. Durch die Verlegung des Motors konnte die 150-mm-Haubitze im hinteren Bereich des Fahrzeug befestigt werden, was der Balance des Fahrzeugs zugutekam. Von November 1943 bis Juni 1944 wurden 160 Grille Ausf. K hergestellt, weitere 9 folgten im November 1944 und etwa 24 im Jahr 1945. Dazu wurden 93 Munitionsträger Grille von Januar bis Mai 1944 gebaut.[1] Blieb eine Grille liegen, konnten die Feldwartungstruppen die Haubitze ausbauen und auf einen Munitionsträger montieren, wodurch wieder eine einsatzfähige Grille zur Verfügung stand. Die Bezeichnung lautete „15-cm-schweres Infanteriegeschütz 33 (Sf) auf Geschützwagen 38 Ausf. K“ (Sd.Kfz. 138/1).

Als Schwachstellen im Kampf zeigten sich die dünne Panzerung und der geringe Munitionsvorrat, wobei für letzteres die Munitionsträger Grille geschaffen wurden. Die Grillen wurden in Artillerieabteilungen diverser Panzer- und Panzergrenadierdivisionen eingesetzt.

Technische Daten Grille Ausführung K[Bearbeiten]

  • Gefechtsgewicht: ca. 12 t
  • Länge: 4,84 m
  • Breite: 2,14 m
  • Höhe: 2,4 m
  • Motor: Sechszylinder-Benzinmotor, 150 PS
  • Fahrwerk: Kette 4 Laufrollen, 2 Stützrollen
  • Geschwindigkeit: 42 km/h
  • Reichweite: 190 km
  • Bewaffnung: eine 15-cm-Haubitze 15 sIG 33, ein oder zwei 9-mm-MP oder 7,92-mm-MG
  • Munitionsvorrat: Kanone 18 Schuss, 500 Schuss MP/MG
  • Panzerung: Wanne 11–15 mm, Kampfraum 10 mm
  • Besatzung: 5 Mann

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grille – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Marder III & Grille von Vladimir Francev und Charles K. Kliment, MBI series books 1999, ISBN 80-902238-5-0