Marder III

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Panzerjäger Marder III
Marder III Ausf. H an der Ostfront 1943
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4
Länge 5,68 m (mit Rohr)
Breite 2,15 m
Höhe 2,40 m
Masse 10,5 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 11–25 mm
Hauptbewaffnung 7,5-cm-PaK 40/3 L/46, 7,62-cm PaK 36(r)
Sekundärbewaffnung 1 × 7,92-mm-MG 34
Beweglichkeit
Antrieb Praga EPA TZJ
150 PS
Höchstgeschwindigkeit 32 km/h (Straße), 19 km/h (Gelände)
Leistung/Gewicht 14,3 PS/t
Reichweite 210 km (Straße), 140 km (Gelände)

Der Marder III (Sd.Kfz. 138 und 139) war ein Panzerjäger der deutschen Wehrmacht aus dem Zweiten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie alle Fahrzeuge der Marder-Reihe waren sie ein Provisorium, um den Mangel an beweglichen Panzerabwehrwaffen auszugleichen. Der Marder III wurde in drei Hauptvarianten gebaut, die alle auf dem Fahrwerk des Panzerkampfwagen 38(t) basierten.

Marder III Sd.Kfz. 139[Bearbeiten]

In der ersten Baureihe, zuerst als Panzerjäger 38(t) für 7,62 cm PaK 36(r) bezeichnet, wurde die in großen Stückzahlen erbeutete sowjetische 7,62-cm-Feldkanone F-22 auf die Wanne alter Panzer 38(t) gesetzt, teils aber auch auf neue Fahrgestelle der Ausf. G. Das Geschützrohr wurde umgearbeitet, so dass sowohl die russische 7,62-cm- als auch die deutsche 7,5-cm-Munition verwendet werden konnte. Dafür musste die Brennkammer verlängert werden. Aufgrund der Bauweise war das Fahrzeug sehr hoch. Die Geschützmannschaft hatte ihre Position über dem Motorraum am Heck, wo sie nur schwach geschützt war und es nach oben und hinten keinen Panzerschutz gab. Ursprünglich für die Ostfront konzipiert, wurde das Fahrzeug kurzfristig auch an das Deutsche Afrikakorps ausgeliefert. Die britischen Truppen waren vom Marder III derart beeindruckt, dass sie glaubten, es mit der 8,8-cm-Flak zu tun zu haben. Es wurden 30 Schuss Munition mitgeführt.

Marder III Sd.Kfz. 138[Bearbeiten]

Die spätere Variante Marder III Ausf. H erhielt, wie viele Marder II, eine deutsche 7,5-cm-PaK 40 als Hauptwaffe. Die Konstruktion der Schutzpanzerung für das Geschütz wurde homogener gestaltet und zur Seite hin deutlich vergrößert. Ebenfalls konnte der Kampfraum etwas tiefer gelegt werden. Es wurden 38 Schuss Munition mitgeführt.

Kolonne von Marder III Ausf. M im Westen, ca. 1943/44

Für die letzte Produktionsserie wurde das nun speziell für Selbstfahrlafetten umgestaltete Fahrgestell des Panzer 38(t) Ausf. M verwendet. Der Motor wurde in die Mitte und der Kampfraum auf den Boden im hinteren Teil der Wanne verlegt. So wurde auch der Splitterschutz für die Mannschaft verbessert, da der Kampfraum nun hinten geschlossen war, nach oben war er allerdings immer noch offen. Die umgestaltete Fahrerfront bot zudem einen besseren Schutz gegen Beschuss. Es wurden 27 Schuss Munition mitgeführt.

Mit 1143 Stück (andere Quellen sprechen von 975 Stück[1]) war das nun Marder III Ausf. M genannte Fahrzeug die meistgebaute Version der Marder-Reihe und erwies sich beim Einsatz an allen Fronten als effektiver, aber verwundbarer Panzerjäger. Die Fertigung der Ausf. M lief von Juni 1943 bis Juli 1944, bis die Produktion auf den effektiveren und besser gepanzerten Jagdpanzer 38(t) umgestellt wurde, der ebenfalls auf dem Chassis des Panzer 38 (t) basierte.

Technische Daten[Bearbeiten]

Marder III (Sd.Kfz. 139) an der Ostfront
  • Bewaffnung:
  • Motor: Sechszylinder-Reihenmotor Praga EPA TZJ mit 150 PS
  • Aktionsradius: 210 km Straße / 140 km Gelände
  • Besatzung: vier
  • Panzerung: 11–25 mm
  • Gewicht: 10,5 t
  • Höchstgeschwindigkeit Straße: 32 km/h
  • Höchstgeschwindigkeit Gelände: 19 km/h

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marder III – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Dr. S. Hart & Dr. R. Hart, Deutsche Panzer im Zweiten Weltkrieg; ISBN 3-8112-1667-8