15-cm-schweres Infanteriegeschütz 33
| 15-cm-schweres Infanteriegeschütz 33 | |
|---|---|
| Allgemeine Angaben | |
| Militärische Bezeichnung: | 15-cm-schweres Infanteriegeschütz 33 |
| Herstellerland: | Deutsches Reich |
| Entwickler/Hersteller: | Rheinmetall / AEG, Böhmische Waffenfabrik |
| Entwicklungsjahr: | 1927 bis 1933 |
| Produktionszeit: | 1933 bis 1945 |
| Mannschaft: | 7 Soldaten |
| Technische Daten | |
| Rohrlänge: | 1,70 m |
| Kaliber: |
150 mm |
| Kaliberlänge: | L/11,4 |
| Kadenz: | 2-3 Schuss/min |
| Höhenrichtbereich: | 0° – +75° |
| Seitenrichtbereich: | 11°° |
Das 15-cm-schwere Infanteriegeschütz 33 (kurz sIG 33) war ein Standardinfanteriegeschütz der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entwicklung und Produktion
Die Entwicklung des sIG 33 begann 1926 bei Rheinmetall in Düsseldorf. 1933 wurde es als schweres Infanteriegeschütz beim Heer eingeführt und blieb bis zum Kriegsende im Einsatz. Produziert wurde es bei der AEG in Hennigsdorf und der Böhmischen Waffenfabrik in Strakonice.[1]
[Bearbeiten] Konstruktion
Das sIG 33 hatte eine große Kastenholmlafette mit Rücklauf- und Vorholsystem in der Wiege unterhalb des Rohres. Der Schildzapfen befand sich weit hinten, um eine möglichst große Rohrerhöhung zu ermöglichen. Weiterhin waren zwei Federausgleicher zum Ausgleich der Mündungslastigkeit an den Seiten der Lafette angebracht. Typisch war der geteilte Schutzschild links und rechts des Rohres. Die breiten Stahlgussräder hatten Vollgummibereifung.[2]
[Bearbeiten] Munition
Für das sIG 33 gab es 38 Kilogramm schwere Sprenggranaten, 24,6 Kilogramm schwere HL-Granaten und Rauchgranaten. Die Lebensdauer eines Rohres betrug ungefähr 10.000 bis 15.000 Schuss.[3]
[Bearbeiten] Einsatz
Das sIG 33 wurde in den schweren Infanterie-Geschütz-Zügen der Infanteriegeschützkompanien in den Infanterieregimentern und Schützenregimentern(mot.) eingesetzt. Je zwei sIG 33 bildeten den Infanterie-Geschütz-Zug. Ab 1941 kam es auch zum Einsatz des sIG 33 auf Selbstfahrlafette als Sturmpanzer I, Sturmpanzer II, StuIG 33 B, Sturmpanzer 38(t) und Sturmpanzer IV.
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Literatur
- Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945, Motorbuchverlag, ISBN 3-613-02481-0
- Alex Buchner: Das Handbuch der deutschen Infanterie 1939–1945, Dörfler Zeitgeschichte, ISBN 3-89555-041-8