Talsperre Windischleuba

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Am Stausee
Talsperre Windischleuba
Staudamm Windischleuba
Staudamm Windischleuba
Lage: Landkreis Altenburger Land, Thüringen, Deutschland
Zuflüsse: Pleiße
Abflüsse: Pleiße
Talsperre Windischleuba (Thüringen)
Talsperre Windischleuba
Koordinaten 51° 2′ 28″ N, 12° 28′ 0″ O51.04111111111112.466666666667Koordinaten: 51° 2′ 28″ N, 12° 28′ 0″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1951–1953
Höhe über Talsohle: 6,13 m
Höhe der Bauwerkskrone: 163 m
Kronenlänge: 400 m
Böschungsneigung luftseitig: 1: 3,5
Böschungsneigung wasserseitig: 1:3
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 161,2 m
Wasseroberfläche 1,3 km²
Speicherraum 2,03 Mio m³
Gesamtstauraum: 2,28 Mio m³
Einzugsgebiet 595 km²
Bei Windischleuba

Die Talsperre Windischleuba staut die Pleiße zwischen Fockendorf und Windischleuba in Thüringen im Landkreis Altenburger Land und ist ca. 40 km von Leipzig entfernt. Sie wird ausnahmsweise von der sächsischen Landestalsperrenverwaltung betrieben und nicht von der Thüringer Fernwasserversorgung.

Die Talsperre wurde früher mit einem kombinierten Grundablass- und Hochwasserentlastungsbauwerk in der Pleiße und einem separaten Entnahmebauwerk am Mühlgraben gesteuert. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Entlastungbauwerk an der Pleiße außer Betrieb. Der niedrige Wasserspiegel wurde durch einen provisorischen Ringdamm gehalten, der vor das Staubauwerk geschüttet wurde.

Im Februar 2007 begannen die Bauarbeiten zu einem hochwasserschutzgerechten Umbau. Hierzu wurden die Betriebseinrichtungen partiell zurückgebaut und durch eine feste Überlaufschwelle ersetzt. Darüber hinaus wurde ein Fischpass in Form eines Umgehungsgerinnes angelegt. Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch die über die Talsperre führende Brücke abgebrochen und neu errichtet. Der Fertigstellungstermin war für März 2009 geplant.[1]

Das Absperrbauwerk ist heute ein Erddamm mit einer geneigten Innendichtung und einer wasserseitigen Dichtungsschürze. Der Stauraum der Talsperre ist stark verlandet, da die Pleiße sehr sedimentreich ist und keine Geschiebefalle existiert. Auf dem flussdeltaähnlichen Schwemmfächer hat sich eine natürliche Weichholzaue entwickelt. Diese dient heute mit der verbliebenen Wasserfläche vor allem dem Vogel- und Naturschutz und darf nicht betreten werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Aus Alt mach Neu. In: Lafarge Forum. Nr. 3, 2008, S. 14 (online (PDF; 2,1 MB), abgerufen am 5. Juni 2012).