Tausend Clowns

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Tausend Clowns
Originaltitel A Thousand Clowns
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Fred Coe
Drehbuch Herb Gardner
Produktion Fred Coe
Musik Gerry Mulligan
Don Walker
Kamera Arthur J. Ornitz
Schnitt Ralph Rosenblum
Besetzung

Tausend Clowns ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Fred Coe aus dem Jahr 1965 nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Herb Gardner. Deutschland-Premiere war am 15. September 1966.

Handlung[Bearbeiten]

Murray Burns, ein arbeitsloser TV-Drehbuchautor, lebt zusammen mit seinem zwölfjährigen Neffen Nick in einem unordentlichen New Yorker Ein-Raum-Appartement. Seit fünf Monaten ist Murray arbeitslos. Zuletzt schrieb er die Gags für den mitleiderregenden Komödianten Leo Herman, der eine Kindersendung moderierte. Vor sieben Jahren ließ Murrays Schwester ihren Sohn Nick alleine. Nun besucht er eine Schule für begabte Kinder.

Nick schreibt eine Klassenarbeit über das System der Arbeitslosenhilfe. Da er dabei seine bzw. Murrays Situation darin einfließen lässt, lässt die Schuldirektion einen Sozialarbeiter die Lebensumstände des Jungen erkunden. Murray wird vom Child Welfare Bureau (vergleichbar mit dem deutschen Kinderschutzbund) vor die Wahl gestellt, sich eine Arbeit zu suchen oder das Sorgerecht für seinen Neffen zu verlieren. Murray beginnt Sondra, die Psychologin, die sich um Nicks Fall kümmert, zu umgarnen.

Murray versucht Arbeit zu finden; er stellt sich der großen Verantwortung. Als er jedoch wieder als Schreiber für den Komödianten arbeiten soll, verliert er den Respekt seines Neffen. Nick hingegen erzählt dem Komödianten, wie schlecht er sei. Zum Schluss räumen Nick und Sandra das Appartement auf. Ein normales Leben kann beginnen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Thematisch und darstellerisch bemerkenswerte Verfilmung eines Bühnenstücks, die sich zu einer sympathischen Hymne auf Lebensfreude, Menschlichkeit und Humor verdichtet. Inszenatorisch eher hausbacken, da die räumliche Enge der Theatervorlage nur unzureichend aufgebrochen wird.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„In jeder Hinsicht eine gelungene Bearbeitung seiner Vorlage, ist "Tausend Clowns" ein anrührender und oft umwerfend komischer Film.“

TV Spielfilm [2]

„Eine von der Idee her unterhaltsame und humorvolle Komödie, deren Verfilmung unbefriedigend bleibt, weil sich Regie und Kamera nur selten vom Theater zu lösen vermögen und die Naivität des Stoffes übernehmen.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Das Bühnenstück, in dem Jason Robards ebenso die Rolle des Murray Burns spielte, wurde 1963 mit dem Tony Award ausgezeichnet.
  • Für Barbara Harris war es die erste Rolle in einem Kinofilm.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herb Gardner: Tausend Clowns. Komödie in 3 Akten (Originaltitel: A Thousand Clowns). Deutsch von Bernd Samland. Jussenhoven & Fischer, Köln o. J. [Bühnenmanuskript]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tausend Clowns im Lexikon des Internationalen Films
  2. vgl. Das große TV Spielfilm Filmlexikon, Band 5 - area Verlag - ISBN 3-89996-578-7
  3. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 353/1966