Terence Conran

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Sir Terence Orby Conran (* 4. Oktober 1931 in Kingston upon Thames) ist ein englischer Designer, Möbelhersteller und -händler sowie Restaurantbesitzer.

„Raum ist der größte Luxus unserer Zeit.“

Sir Terence Conran[1]

Leben[Bearbeiten]

Conran wurde in der Bryanston School in Dorset, England erzogen. Danach studierte er in London am Central Saint Martins College of Art and Design unter anderem das Fach Textil. Nach dem Studium begann er im Beruf bei der Ausstattung des Festival of Britain 1951 in London auf der South Bank. Danach begann er in dem Architekturbüro Dennis Lennon, das den Auftrag hatte, die Innenausstattung des Flugboots Princess zu gestalten.[2]

1956 begann Conran mit seiner ersten Möbelserie Summa und entwarf ein Verkaufsgeschäft für Mary Quant. 1964 eröffnete er seinen ersten Laden der Marke Habitat in Chelsea in London. Habitat wuchs in den folgenden Jahrzehnten zu einer Kette von Läden, die mit dem Verkauf von Haushaltswaren und Möbeln im modernen Design großen Erfolg hatte. Die Firma wuchs durch Gründung weiterer Firmen, unter anderem auch einem Möbelhaus mit Möbeln aus FSC-zertifiziertem Holz. 1990 gab er die Kontrolle über seine Firmen ab.

Conran wurde durch seine Hinwendung zur Architektur und Inneneinrichtung bekannt, als er z. B. in Chelsea das Michelin-Haus in London erwarb und in ein Restaurant Bibendum umwandelte, genauso wie durch den Umbau der Bluebird Garage. In den frühen 1990er Jahren spielte er bei der Regenerierung und Umwandlung des Londoner Hafenviertels Shad Thames in Bermondsey in Southwark eine wichtige Rolle. Das von seiner Conran Foundation begründete und unterhaltene Design Museum London befindet sich ebenfalls in Southwark. Eine Verlagerung des Museums in das seit Jahren leerstehende frühere Commonwealth Institute im Londoner Stadtteil Kensington nach erfolgtem Umbau des Gebäudes ist seit Januar 2012 geplant. Architekt für den Umbau ist John Pawson. [3]

Heute (2012) ist Conran mit einer Anzahl von Restaurants in London vertreten, eine seiner Firmen betreibt ein Restaurant im Fährhafen von Edinburgh in Schottland. In Shoreditch, in der Nähe der Austragungsstätten der olympischen Sommerspiele 2012 im Londoner Eastend, und im früheren Reuters Building in der Fleet Street betreibt er Restaurants und Privatclubs.

In dem von Conran mitbegründeten Verlag Conran Octopus wurden einige seiner Bücher über Inneneinrichtung veröffentlicht.

Familie[Bearbeiten]

Conran ist zum zweiten Mal verheiratet. Aus der Ehe mit der Schriftstellerin Shirley Conran (1955–1962) stammen seine beiden Söhne. Sein Sohn Sebastian Conran ist ebenfalls Designer. Seine Schwester Priscilla war mit dem italienischen Koch Antonio Carluccio verheiratet, der früher mit Conran zusammenarbeitete.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • mit Susan Conder: Terence Conran's plants at home. Conran Octopus, London 1986, ISBN 1-85029-056-3.
  • mit John McGowan. Ed. Roger DuBern: Terence Conran's Garden Style, Crown Publishers 1991, ISBN 0-517-58463-8.
  • Terence Conran's Garden DIY.
    • deutsch: Der Garten als Wohnraum: Gartenmöbel, Zäune, Pavillons und viele andere Gestaltungsentwürfe für den Garten aus Holz,und Stein liebevoll gefertigt. DuMont, Köln 1998, ISBN 3-77014634-4.
  • mit Georgia Glynn Smith (Fotos): Alcazar to Zinc: The Story of Conran Restaurants. Conran Octopus, London 2001, ISBN 1-84091-234-0.
  • Terence Conran Small Spaces. Clarkson N. Potter/Publisher, 2001, ISBN 0-609-60940-8.
  • Kitchens: Ther Hub of the home. Clarkson N. Potter/Publisher, 2002, ISBN 0-609-61052-X.
  • Neuauflage: Eco House Book, Octopus Publishing, London 2012, ISBN 978-1-84091-602-7.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nicholas Ind: Terence Conran. Sigwick & Jackson, London 1996, ISBN 0-283-06294-0.
  • Elizabeth Wilhide: Terence Conran: Design and the Quality of Life. Watson-Guptill, London 1999.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.licht.de/de/licht-fuer-zuhause/licht-und-raum/licht-und-raumgefuehl/
  2. London begann zu schwingen in FAZ vom 4. Oktober 2011,Seite 36
  3. Die Insel muss wieder zur Werkstatt werden in: FAZ vom 31. Januar 2012Seite 29