Testbenzin

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Testbenzin
Andere Namen
  • Testbenzin, allgemein [1]
  • Testbenzin, aromatenhaltig [2]
  • Testbenzin, aromatenfrei [3]
  • Siedegrenzbenzin, Waschbenzin
  • Lackbenzin
Kurzbeschreibung farbloses, flüchtiges Lösungsmittel
Herkunft

fossil

Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Siedebereich
  • Typ 1: 130-185 °C
  • Typ 2: 140-200 °C
  • Typ 3: 150-190 °C
  • Typ 4: 180-220 °C
  • Typ 5: 130-220 °C [2]
Flammpunkt

> 21 °C

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​304​‐​315​‐​336​‐​411
P: 201​‐​210​‐​280​‐​301+310​‐​403+233​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 10​‐​51/53​‐​65​‐​66
S: 23​‐​24​‐​62
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Testbenzin, auch Siedegrenzbenzin, Waschbenzin, Terpentinersatz oder englisch white spirit genannt, ist eine spezielle Art von Leichtbenzin, welches als Verdünnungs- und Lösungsmittel verwendet wird.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine farblose Flüssigkeit mit benzinartigem Geruch. Der Aromatenanteil liegt in der Regel unter 25 % („aromatenarm“). Terpentinersatz hat einen höheren Siedebereich als Waschbenzin und verdunstet/trocknet daher langsamer. Terpentinersatz löst oder versprödet Kunststoffteile.

Verwendung[Bearbeiten]

Testbenzin dient als Löse- und Verdünnungsmittel in Produkten wie Klebstoffen und Anstrichen (d. h. Farben, Lacken und Holzschutzmitteln).[4], in dieser Anwendung wird es als Terpentin(öl)ersatz bezeichnet.

Der Name Terpentinersatz rührt daher, dass man für gleiche Verwendung früher das Naturprodukt Terpentinöl verwendete. Weil echtes Terpentinöl aber wesentlich teurer ist, hat das Ersatzprodukt das Original weitgehend aus dem Handel verdrängt.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Namensbestandteil Test bezieht sich darauf, dass die Substanz darauf getestet wurde, dass der Flammpunkt über 21 °C und der Siedebereich zwischen 130 und 220 °C liegt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag zu Testbenzin, allgemein in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. 4. 2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b c d e Eintrag zu Testbenzin, aromatenhaltig in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 17. März 2013 (JavaScript erforderlich)
  3. Eintrag zu Testbenzin, aromatenfrei in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. 4. 2008 (JavaScript erforderlich)
  4. Testbenzine. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 30. April 2014.