The Devil Commands

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Filmdaten
Originaltitel The Devil Commands
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1941
Länge 65 Minuten
Stab
Regie Edward Dmytryk
Drehbuch Robert D. Andrews
Milton Gunzburg
Produktion Wallace MacDonald
Kamera Allen G. Siegler
Schnitt Al Clark
Besetzung

The Devil Commands ist ein in Schwarzweiß gedrehter US-amerikanischer Science-Fiction- und Horrorfilm aus dem Jahr 1941. Der Film entstand nach dem Roman The Edge of Running Water von William Sloane. Regie führte Edward Dmytryk, die Hauptrolle übernahm Boris Karloff.

Handlung[Bearbeiten]

Der angesehene Wissenschaftler Dr. Blair experimentiert mit menschlichen Hirnströmen, die nach seiner Ansicht bei jedem Menschen so individuell sind wie ein Fingerabdruck. Als seine Frau Helen bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, zieht er sich von seiner Umwelt zurück, seine Tochter Anne eingeschlossen. Eines Nachts zeichnet er durch Zufall einen Hirnstrom auf, der exakt dem seiner toten Frau gleicht. Blair ist überzeugt, dass Helen versucht, aus dem Totenreich Kontakt mit ihm aufzunehmen. Von nun an dienen seine Experimente ausschließlich dem Bemühen, die Verbindung mit ihr herzustellen, weshalb er schnell seine Reputation verliert. Mit dem Medium Mrs. Walters und seinem Assistenten Karl zieht er in ein abgelegenes Anwesen in New England. Die Bewohner des nahe gelegenen Ortes misstrauen dem Zugezogenen, und nach wiederholten Grabplünderungen gerät er ins Visier des lokalen Sheriffs. Blairs Putzfrau Mrs. Marcy entdeckt zufällig eine Versuchsanordnung in seinem Laboratorium, wo die gestohlenen Leichname als „Verstärker“ der Hirnströme von Blairs Frau dienen sollen. Mrs. Marcy stirbt durch einen Stromschlag, und Mrs. Walters arrangiert ihren Tod als scheinbaren Selbstmord. Bei einem weiteren Experiment wird auch Mrs. Walters getötet, weshalb Blair seine überraschend aufgetauchte Tochter Anne zwingt, Mrs. Walters’ Platz einzunehmen. Währenddessen hat Mrs. Marcys Mann eine Gruppe Dörfler um sich geschart, die das Anwesen Blairs stürmen. Blair kommt bei seinem wiederholten Versuch, Helen zu kontaktieren, ums Leben, die unverletzte Anne wird befreit.

Hintergrund[Bearbeiten]

The Devil Commands ist Teil einer Reihe von vier Horrorfilmen, die Boris Karloff zwischen 1939 und 1941 für die Filmproduktionsgesellschaft Columbia drehte.[1] Der Film entstand im November und Dezember 1940 und startete am 3. Februar 1941 in den amerikanischen Kinos.[2] In der Bundesrepublik wurde der Film nicht gezeigt.

Rezeption[Bearbeiten]

„Niemals zuvor wurden wir eines solchen Kuddelmuddels aus wissenschaftlichem Gewäsch auf der Leinwand ansichtig […]“

The New York Times[3]

„Das übliche pseudowissenschaftliche Zeug, aber ohne die Fähigkeit, ein Kichern zu erzeugen, selbst ein hysterisches. […] Der Film ist mit Schwermut überladen, und man fühlt sich erleichtert, wenn er zu Ende ist. – Bewertung: Fair (Durchschnittlich)“

New York Evening Post[4]

„William Sloanes Roman The Edge of Running Water gilt als ein Meisterwerk subtilen Horrors. Von der Verfilmung kann man ähnliches nicht behaupten […] Nichtsdestoweniger ist der Film ein klassisches Beispiel dafür, wie ein guter Regisseur, ein guter Schauspieler und eine im Grunde gute Geschichte genügen, um trotz einer Unmenge von Handikaps noch etwas Anständiges zustandezubringen.“

William K. Everson: Klassiker des Horrorfilms[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

The Devil Commands erschien 2003 in den USA auf DVD.

Literatur[Bearbeiten]

  • William Sloane: The Edge of Running Water. Farrar & Rinehart, New York 1939

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b William K. Everson: Klassiker des Horrorfilms. Goldmann, München 1982, ISBN 3-442-10205-7, S. 155–157. (Originalausgabe: Classics of the Horror Film. Citadel Press, 1974.)
  2. The Devil Commands in der Internet Movie Database.
  3. „For never have we witnessed upon the screen such a hodgepodge of scientific claptrap as is represented by the film currently showing at the Rialto.“ – Besprechung in der New York Times vom 13. Februar 1941, abgerufen am 21. Dezember 2012.
  4. „It's the usual pseudo-scientific stuff, minus the power to produce giggles – even the hysterical sort. […] the picture is overburdened with gloom, and you're quite relieved when it's over.“ – Besprechung (PDF-Download; 511 kB) von Irene Thirer in der New York Evening Post vom 14. Februar 1941, abgerufen am 22. Dezember 2012.