Warlock (1959)

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Filmdaten
Deutscher Titel Warlock
Originaltitel Warlock
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1959
Länge 122 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Edward Dmytryk
Drehbuch Robert Alan Aurthur
Oakley Hall (Roman)
Produktion Edward Dmytryk
Musik Leigh Harline
Kamera Joseph MacDonald
Schnitt Jack W. Holmes
Besetzung

Warlock, alternativer Titel Der Mann mit den goldenen Colts, ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 1959 von Edward Dmytryk. Die Hauptrolle übernahm Henry Fonda. Die Schauspieler Anthony Quinn und Richard Widmark sind in wichtigen Nebenrollen zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung des kleinen Grenzortes Warlock wird von dem schießwütigen Abe McQuown und seinen Cowboys von der San Pablo Ranch terrorisiert. Kein Sheriff kann sich in dem Städtchen lange halten. So beschließen die Bürger, den berühmt-berüchtigten Revolverhelden Clay Blaisedell als Marshal zu engagieren. Doch leider müssen die Bürger bald feststellen, dass auch Blaisedell nicht den gewünschten Frieden in der Stadt herstellen kann. Denn aufgrund von einigen wilden Revolverschlachten mit der McQuown-Bande wollen sich Ruhe und Ordnung noch immer nicht einstellen. Blaisedells guter Freund Tom Morgan, ein brutaler Draufgänger, erwirbt einen Spielsalon in Warlock, was Anlass zu neuem Unfrieden gibt.

Langsam erkennen die Bürger der Stadt, dass sie sich nicht nur auf Blaisedell verlassen dürfen, sondern selbst für das Schicksal ihrer Stadt verantwortlich sind. Daraufhin erklärt sich Johnny Gannon, ein abtrünniges Mitglied der Banditen von der San Pablo Ranch, bereit, neuer Hilfssheriff zu werden. Er vertritt von nun an eisern das Gesetz und möchte nicht mehr auf die Hilfe von Marshal Blaisedell angewiesen sein. So reitet er allein zu seinen ehemaligen Kumpanen und fordert sie auf, nie mehr nach Warlock zu kommen.

Sie weisen die Forderung von Gannon brutal zurück und kündigen ihre Rückkehr nach Warlock an. In der Tat kehren sie kurze Zeit später in die Stadt zurück. Johnny Gannon erschießt sie, nachdem er die Hilfe von Blaisedell abgelehnt hat, der während des Duells gegen seinen Willen von Morgan festgehalten wird.

Bald darauf endet die Freundschaft der beiden, was Morgan nicht verkraftet. Betrunken terrorisiert er die Bürger, so dass Blaisedell ihn bitten muss, die Stadt zu verlassen. Dazu ist Morgan nicht bereit und provoziert ein Duell mit Blaisedell, bei dem er von seinem ehemaligen Freund erschossen wird. Blaisedell bereut seine Tat anschließend, weil er eingesehen hat, dass nicht Morgan von ihm, sondern er von Morgan „abhängig“ war.

Als ein finales Duell zwischen dem klar besseren Schützen Blaisedell und Sheriff Gannon droht und sich beide schon aufgestellt haben, lässt Blaisedell seine Colts fallen und verlässt wortlos die Stadt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Edward Dmytryk inszenierte den hochkarätig besetzten Edel-Western 1959. Dabei setzte er aber nicht nur auf die Schauspielkunst seiner Darsteller, sondern auch auf eine exzellente Kamera, auf eine differenzierte Psychologisierung der Charaktere und auf packende Spannung. Denn selten waren Duelle fesselnder als in diesem Werk. Ein Muss für alle Western-Freunde!“

prisma-online[1]

„Die handfeste, hart ausgespielte Story dient als zugkräftiger Aufhänger für eine Reihe komplizierter Charakterstudien. In der inhaltlichen wie der optischen Anlage finden sich Anklänge zu „12 Uhr mittags“: Das Westernschema wird ansatzweise durch kritische Aspekte vertieft, auch hier geht es letztlich um soziale und humane Werte.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Begleitet wird er [Clay Blaisedell] von seinem langjährigen Freund Tom Morgan [...], und hier bekommt die Geschichte einen Dreh, denn die homoerotischen Verflechtungen sind offensichtlich. Klartext wird diesbezüglich freilich nie gesprochen – der Regisseur Edward Dmytryk [...] konterkariert auf subversive Weise das im Western übliche Männlichkeitsbild, wobei er auch der Figur des Sheriffs [...] eine ungewohnt sensible Seite verleiht. Die Motive, Geschichten und Gefühle der gebrochenen Charaktere, allesamt hervorragend gespielt, bleiben im Halbschatten.“

Neue Zürcher Zeitung[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Warlock. auf: prisma-online.de
  2. Warlock im Lexikon des Internationalen Films
  3. Neue Zürcher Zeitung vom 18. Oktober 2012, S. 46.