Tony Kaye (Regisseur)

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Tony Kaye (* 1952 in London, England) ist ein britischer Regisseur, Filmproduzent, Kameramann und gelegentlicher Schauspieler.

Tony Kaye 2011

Kaye dreht Werbe- und Spielfilme. 1998 verklagte er die Produktionsfirma New Line Cinema und die Directors Guild of America auf 275 Millionen US-Dollar, da diese ihm untersagt hatten, für seinen Film American History X ein Pseudonym zu verwenden.[1] Er wollte nicht unter seinem richtigen Namen mit dem Film in Verbindung gebracht werden, da er mit der gegen seinen Willen von Hauptdarsteller Edward Norton erstellten Schnittfassung nicht einverstanden war. Directors Guild argumentierte mit Regelverstößen durch Kaye, da dieser in ganzseitigen Anzeigen in dem Magazin Variety den Film angegriffen hatte. Kaye dagegen sah durch die ihm bekannte Schnittfassung seine Rechte, die sich seiner Meinung nach aus dem 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten ergäben, verletzt.

Das Magazin Rolling Stone berichtete 2002, Kaye sei die Regie für einen Film mit Marlon Brando (Lying for a Living) angeboten worden. Am ersten Tag erschien er dann als Osama bin Laden verkleidet, am dritten verließ er das Set und kündigte.

2006 drehte er eine selbstfinanzierte Dokumentation über Anti-Abtreibungskampagnen in den USA, Lake of Fire. Er führte Regie bei Stadium Arcadium von den Red Hot Chili Peppers sowie bei dem Video What God Wants des ehemaligen Pink Floyd-Sängers Roger Waters.

Kayes zweiter, 2007 entstandener Spielfilm Black Water Transit, wurde 2009 in Cannes den Verleihern präsentiert, kam aber nicht ins Kino.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1995: Tony Kaye’s Documentary (Fernsehserie)
  • 1998: American History X
  • 2000: The 100 Greatest TV Ads
  • 2001: Die Zehn Gebote der Kreativität
  • 2002: Snowblind
  • 2002: Spun (als Schauspieler)
  • 2002: Who Is Alan Smithee?
  • 2005: Best Ever Ads
  • 2006: Lake of Fire
  • 2011: Detachment

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Monika Maurer: A Quick Chat with Tony Kaye; Interview mit Tony Kaye vom September 1998