Topoloveni

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Topoloveni
Topoloveni führt kein Wappen
Topoloveni (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Große Walachei
Kreis: Argeș
Koordinaten: 44° 48′ N, 25° 5′ O44.80777777777825.083611111111250Koordinaten: 44° 48′ 28″ N, 25° 5′ 1″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 250 m
Fläche: 33,84 km²
Einwohner: 10.219 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 302 Einwohner je km²
Postleitzahl: 115500
Telefonvorwahl: (+40) 02 48
Kfz-Kennzeichen: AG
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 4 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Boțârcani, Crintești, Gorănești, Țigănești
Bürgermeister: Gheorghiță Boțârcă (USL)
Postanschrift: Str. București, nr. 30
loc. Topoloveni, jud. Argeș, RO–115500
Webpräsenz:
Sonstiges
Stadtfest: 25. Oktober; „Focul lui Sumedru“ (Sumedrus Feuer)

Topoloveni ist eine Stadt im Kreis Argeș in der Großen Walachei, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Topoloveni im Kreis Argeș

Topoloveni liegt am nördlichen Rand der Walachischen Tiefebene, am Übergang zum Vorland der Südkarpaten am Cârcinov, einem linken Nebenfluss des Argeș. Topoloveni befindet sich etwa 20 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Pitești entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Topoloveni wurde im Jahr 1421 erstmals urkundlich erwähnt. Lange Zeit war es nur ein kleines Dorf, das mit der Inbetriebnahme der Eisenbahn von Bukarest nach Pitești im Jahr 1872 an Bedeutung gewann. 1968 wurde Topoloveni zur Stadt erklärt. Der wichtigste Erwerbszweig ist die Landwirtschaft; daneben gibt es Betriebe der Textilindustrie und eine Möbelfabrik.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

1810 gab es in Topoloveni nur 24 Häuser, in denen 53 Männer und 38 Frauen wohnten. 1956 war die Einwohnerzahl bereits auf 3904 gewachsen.[2] Bei der Volkszählung 2002 wurden in Topoloveni 10.595 Einwohner registriert, darunter 10.568 Rumänen, 16 Roma und drei Magyaren.[3] 9009 lebten in der eigentlichen Stadt, die übrigen in den vier Katastralgemeinden.

Verkehr[Bearbeiten]

In der Nähe der Stadt liegen auf der Bahnstrecke Bukarest–Pitești–Craiova die Bahnhöfe Călinești und Leordeni, an denen nur Nahverkehrszüge halten. Durch die Stadt verläuft die Nationalstraße (drum național) DN 7; die rumänische Autobahn A1 verläuft etwa zehn Kilometer südlich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ehemalige Einsiedelei Din Vii, 1745 errichtet, im 20. Jahrhundert erneuert, steht unter Denkmalschutz.[4]
  • Zwei Kirchen aus dem 18. Jahrhundert: Sf. Arhangheli Mihail şi Gavril (1706) und Adormirea Maicii Domnului (1745), stehen unter Denkmalschutz.[4]
  • Steinkreuze (1647 [La troiță], 1662, 1712), stehen unter Denkmalschutz.[4]

Geboren in Topoloveni[Bearbeiten]

  • Ion Mihalache (1882–1963), Gründer und Präsident der Bauernpartei.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Topoloveni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b Webdarstellung des Ortes, abgerufen am 8. Oktober 2012
  3. Volkszählung 2002, abgerufen am 20. Januar 2009
  4. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert, abgerufen am 17. April 2011 PDF 7,10 MB
  5. Angela Harre: Wege in die Moderne. Entwicklungsstrategien rumänischer Ökonomen im 19. und 20. Jahrhundert (= Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Ostmitteleuropas. Bd. 18). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-06003-5 (Zugleich: Frankfurt an der Oder, Universität, Dissertation, 2007).