Triele

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Triele
Triel (Burhinus oedicnemus)

Triel (Burhinus oedicnemus)

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Triele
Gattung: Triele
Wissenschaftlicher Name der Familie
Burhinidae
Mathews, 1912
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Burhinus
Illiger, 1811
Kaptriel
Perutriel

Die Vogelfamilie der Triele (Burhinidae) umfasst eine einzige Gattung (Burhinus) mit 9 Arten. Manchmal werden aber auch zwei Arten, der Krabbentriel und der Rifftriel, in die eigene Gattung Esacus gestellt.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Triele sind mittelgroße bis stattliche, meist unauffällig gefärbte Limikolen mit kräftigen Beinen, kräftigem Schnabel und spitz zulaufenden, langen Flügeln. Die Beine weisen bei den meisten Arten ein deutlich verdicktes Fersengelenk auf. Die drei Zehen der Füße sind mit einer kurzen Spannhaut verbunden, eine Hinterzehe fehlt. Charakteristisch sind weiters die großen Augen mit meist gelber Iris.

Triele sind lebhafte, bewegliche Vögel mit klagenden, brachvogelähnlichen Rufen. Sie fliegen rasch mit schnellen Flügelschlägen, wobei sie sich mit dicht über dem Boden aufhalten. Die Beine sind weit nach hinten gestreckt. In der Regel lassen sie während des Fluges keine Rufe erklingen.

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Triele sind in den gemäßigten und tropischen Gebieten der Erde zu finden. In der westlichen Paläarktis sind mit dem Triel und dem Senegaltriel zwei Arten vertreten. Zu den Regionen, die nicht von Arten dieser Gattung besiedelt werden, zählt Nordamerika, Neuseeland und die pazifischen Inseln.

Lebensraum und Lebensweise[Bearbeiten]

Triele sind Bewohner von Trockengebieten, Savannen und Halbwüsten, bzw. von steinigen Abschnitten an Küsten und Flussufern. Kulturland wird nur in Ausnahmefällen besiedelt.

Die meisten Vertreter der Gattung sind dämmerungs- oder nachtaktive Bodenbrüter. Das große Verbreitungsgebiet der Familie umfasst das südliche und gemäßigte Europa von den Kanarischen Inseln ostwärts bis in die Türkei, Afrika mit Ausnahme von reinen Wüsten- und Regenwaldgebieten, den Nahen Osten, Mittel- und Südasien, Hinterindien, die meisten Inseln im indopazifischen Raum, Neuguinea und Australien. Nordamerika wird von dieser Gattung nur im äußersten Süden Mexikos erreicht, Südamerika im Norden bis Nordbrasilien sowie im Westen bis Nordchile.

Arten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Colston/Philip Burton: Limikolen. Alle europäischen Watvogel-Arten, Bestimmungsmerkmale, Flugbilder, Biologie, Verbreitung. BLV-Verlagsgesellschaft München. 1986. S. 30–33. ISBN 3-405-13647-4
  • Urs N. Glutz von Blotzheim (Hrsg.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Bearbeitet u. a. von Kurt M. Bauer und Urs N. Glutz von Blotzheim. Aula-Verlag, Wiesbaden. Band 7. Charadriiformes (Teil 2). 2., durchgesehene Auflage 1986 ISBN 3-89104-445-3; S. 775–801.
  • Wolfgang Makatsch: Strand- und Sumpfvögel Europas einschließlich Nordafrikas und des Nahen Ostens. Gondrom Verlag Bindlach. 3. durchgesehene Auflage 1986. S. 240–242. ISBN 3-8112-0461-0
  • Christopher Perrins:Vögel der Welt. BLV München 2004 ISBN 3-405-16682-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Triele – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien