Trinitarier-Orden

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Fahnenkreuz des Trinitarier-Ordens
Der Ordensgründer Johannes von Matha
Mitbegründer Felix von Valois

Der Trinitarier-Orden, auch Trinitarierorden, (lat.: Ordo Sanctissimae Trinitatis redemtionis captivorum, Ordenskürzel: OSST; deutsch: Orden der heiligen Dreifaltigkeit oder Orden der Dreieinigkeit) ist ein Mönchsorden in der römisch-katholischen Kirche. Zu ihm gehören die 1236 gegründeten Trinitarierinnen, die in strenger Klausur leben. Es gründete sich auch ein Dritter Orden der Trinitarier, der aus der Bruderschaft der Heiligen Dreifaltigkeit hervor ging und ebenfalls Laien offensteht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ordensgemeinschaft wurde 1198 von Johannes von Matha (1154–1213) und Felix von Valois (1127–1212) in Cerfroid bei Paris gegründet. Papst Innozenz III. (1198–1216) approbierte 1198[1] die vom Pariser Bischof Eudes de Sully (Odo von Sully) und dem Abt Absalon von St. Viktor in Paris erarbeiteten Ordensregeln. Die Gründungsidee lag im Freikauf und Austausch christlicher Gefangener und Sklaven, die sich in den Händen der Sarazenen befanden. Die Ordensgemeinschaft stand auch im Dienst der Seelsorge und Krankenpflege und breitete sich über Frankreich nach Italien und Spanien aus. 1236 entstand ein weiblicher Zweig der Trinitarier. 1609 wurden die Trinitarier in einen Bettelorden umgewandelt; sie zählen zu den augustinischen Orden. Nach Österreich kamen die Trinitarier im Jahre 1688; die Ordensniederlassungen wurden dort aber 1783 aufgegeben. Erst 1900 kam der Orden wieder nach Österreich. Heute hat er zwei Niederlassungen in Wien und Mödling. Die Ordensmitglieder sind ebenfalls in Übersee tätig und widmen sich der Seelsorge und der Krankenpflege.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Namensgebung entstand im 13. Jahrhundert aus der theologischen Auseinandersetzung mit der islamischen Lehre über die Dreifaltigkeit. Es galt darum, den Glauben an die Heilige Dreifaltigkeit verstärkt darzustellen und für ihn einzutreten. Die Trinitarier tragen einen weißen Habit mit rot-blauem Kreuz und einen schwarzen Mantel.

Organisation[Bearbeiten]

Im Trinitarierorden wird der Ordensobere als Generalminister (zurzeit wird dieses Amt von Pater Jose Narlay wahrgenommen) bezeichnet, ihm zur Seite stehen der Ordensvikar und Präsident des Sekretariats, der Finanzverwalter, der Leiter der Ordenskanzlei, der Leiter des apostolischen Sekretariats, der General Postulator und der Generalsekretär. Heute leben ca. 600 Trinitarier in 17 Ländern der Welt und bemühen sich im Sinne der Gründer, vergessenen und verratenen Mitchristen in gesellschaftlichen Randgruppen ein Begleiter zu sein. Der Orden unterteilt sich in sieben Ordensprovinzen, drei Ordensvikariate und zwei Ordensdelegationen und ist in folgenden Ländern vertreten: Italien, Spanien, Frankreich, Polen, Österreich, Vereinigte Staaten, Kanada, Mexiko, Guatemala, Puerto Rico, Kolumbien Brasilien, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Indien, Südkorea, Madagaskar, Gabon und Kongo. Das Generalat hat seinen Sitz in Rom und betreut seelsorgerisch die Gemeinde von St. Thomas in Formis.[2] Die Generalkurie des Ordens publiziert das Monatsblatt „Communion“.[3]

Trinitarier-Familie[Bearbeiten]

Der Zusammenschluss der einzelnen Ordensteile ist die „Familie der Trinitarier“, zu ihr gehören die Ordensgemeinschaft der Brüder, die Ordensgemeinschaft der Schwestern und der Laienorden – auch als Dritter Orden bekannt. Der weibliche Zweig[4] setzt sich aus einem kontemplativen Orden in Spanien und je einem Schwesterorden in Frankreich, Italien und Spanien zusammen.

Heilige des Trinitarierordens[5][Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trinitarier-Orden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brief von Papst Johannes Paul II. zum 800. Jahrestag der Ordensregel der Hl. Dreieinigkeit (7. Juni 1998) [1] (englisch)
  2. Chiesa di San Tommaso in Formis [2]
  3. COMUNION Nº 16, General Curia, OSST, Rom, Dezember 2013 [3]
  4. Weibliche Ordenskongregationen der Trinitarier: Spanien [4], Rom [5], Lyon [6], Valencia [7]
  5. Heilige und Selige der Trinitarier [8]
  6. BEATIFICACIÓN DE JUAN BAUTISTA DE LA CONCEPCIÓN Y VICENTA MARÍA LÓPEZ Y VICUÑA, HOMILÍA DEL SANTO PADRE PABLO VI, 25 de mayo de 1975 [9]
  7. Michael de Sanctis [10]