Trude Dothan

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Trude Dothan imd Jahr 2007

Trude Dothan (geborene Krakauer, * 12. Oktober 1922 in Wien) ist eine österreichstämmige Biblische Archäologin in Israel.

Dothan wurde in Wien geboren, und kam mit ihrer Familie im Alter von einem Jahr ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina. Mitte der 1940er Jahre begann sie mit dem Studium an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1945 nahm sie in Beth Yerah (Khirbet Kerak) erstmals an einer Ausgrabung teil. Ihre Magisterarbeit im Jahr 1950 hatte Khirbet Kerakische Keramik zum Thema. Während des Unanbhägigkeitskrieges (1948-50) waren ihre Studien zunächst durch ihren Militärdienst unterbrochen. Während ihrer Militärzeit kam sie auch erstmals mit der Kultur der Philister in Kontakt. Sie und die interkulturellen Beziehungen zwischen den mediterranen Völkern sollten der Inhalt ihrer lebenslangen Studien sein. 1950 heiratete sie Moshe Dothan, zwei Söhne kamen in den 1950er Jahren zur Welt. Während eines Auslandsaufenthaltes (1951/52) an der University of Chicago wurde Trude Dothan von den Arbeiten der dort Lehrenden Helene Kantor stark beeinflusst. 1953 war sie am Institute of Archaeology in London, wo sie mit Kathleen Kenyon und Olga Tufnell in Kontakt kam.

1961 erfolgte Dothans Promotion. Seit 1962 gehörte sie zum Lehrkörper der Universität in Jerusalem. Mit Jigael Jadin grub sie in Hazor, mit Benjamin Mazar in En Gedi und mit Amnon Ben-Tor in Athienou auf Zypern. Weitere Ausgrabungen waren in Deir el-Balah sowie zusammen mit Seymour Gitin als Leiterin in Tel Miqne (Ekron). Von 1977 bis 1982 leitete sie das Department of Archaeology. Als Gastprofessorin lehrte sie an der Princeton University, Brown University, der University of California und dem New York Institute of Fine Arts. Sie ist Mitglied des Israel Museum’s Board of Directors und korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Dothan wurde mit dem Israel Museum's Percia Schimmel Award, 1998 ,mit dem Israel-Preis in der Kategorie Archäologie und dem Hadassah Woman of Distinction Award ausgezeichnet.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Benjamin Mazar und I. Dunayevsky: En-Gedi: The First and Second Seasons of Excavations, 1961-1962, Department of Antiquities and Museums, in: The Ministry of Education and Culture, Jerusalem 1966
  • mit Moshe Dothan: Die Philister. Zivilisation und Kultur eines Seevolkes, Diederichs, München 1995 ISBN 3-424-01233-5

Weblinks[Bearbeiten]