Urai

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Stadt
Urai
Урай
Wappen
Wappen
Föderationskreis Ural
Autonomer Kreis der Chanten und Mansen
Rajon Urai
Bürgermeister Pawel Kukuschkin
Gegründet 1922
Frühere Namen Kolossja (1922–1965)
Stadt seit 1965
Fläche 543 km²
Höhe des Zentrums 55 m
Bevölkerung 41 491 Einw. (Stand: 2006)
Bevölkerungsdichte 76 Ew./km²
Zeitzone UTC+5 (Sommerzeit: UTC+6)
Telefonvorwahl +7 (34676)
Postleitzahl 628280–628285
Kfz-Kennzeichen 86
OKATO 71 138
Webseite www.uray.ru
Geographische Lage
Koordinaten: 60° 8′ N, 64° 47′ O60.13333333333364.78333333333355Koordinaten: 60° 8′ 0″ N, 64° 47′ 0″ O
Urai (Russland)
DEC
Liste der Städte in Russland

Urai (russisch Ура́й) ist eine Stadt im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen in Westsibirien (Russland). Sie hat 41.491 Einwohner (Berechnung 2006).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Stadt liegt inmitten der Wälder und Sümpfe der Kondaniederung, einem Teil des Westsibirischen Tieflandes, etwa 350 Kilometer südwestlich des Verwaltungszentrums Chanty-Mansijsk. Urai liegt am rechten Ufer des Flusses Konda.

Die Stadt Urai ist der Region administrativ direkt unterstellt. Mehrere kleinere Siedlungen, hauptsächlich in nordwestlicher Richtung gelegen, wie Nasarowo, Tschantyrja und Schaim, gehören zum Stadtgebiet.

[Bearbeiten] Geschichte

1922 gründeten Umsiedler aus Zentralrussland in der Nähe der heutigen Stadt die Siedlung Kolossja.

Ende der 1950er Jahre entstand hier eine Basis zur Erdölerkundung, und 1960 wurde etwa 40 Kilometer nordwestlich, beim Dorf Schaim, die erste Erdöllagerstätte Westsibiriens Schaimskoje entdeckt. In Folge wuchs der Ort schnell und erhielt 1965 das Stadtrecht unter dem Namen Urai (mansisch für Altarm eines Flusses, bogenförmiger See).

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahlen
1959 900 *
1970 17.400 *
1979 21.500 *
1989 37.198 **
2002 38.872 **
2006 41.491

Anmerkung: * Volkszählung (gerundet) ** Volkszählung

[Bearbeiten] Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten

Urai besitzt ein Museum zur Stadtgeschichte.

In der Stadt gibt es Filialen der Tjumener Staatlichen Universität (seit 1995) und der Tjumener Staatlichen Erdöl- und Erdgas-Universität.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Kulturhaus Neftjanik in Urai

Die Stadt ist wichtige Basis für die Erdölförderung im Westteil des Westsibirischen Tieflandes. Sie ist eine der drei Ursprungsstandorte des Erdölkonzerns Lukoil (das U im Unternehmensnamen steht für Urai). Hier beginnt eine Erdölpipeline nach Tjumen.

Daneben gibt es Unternehmen der Bauwirtschaft und der Lebensmittelindustrie.

Urai besitzt einen Flughafen und ist mit seinem Busbahnhof lokales Verkehrszentrum. Die nächstgelegene Eisenbahnstation befindet sich 160 Kilometer abwärts der Konda bei der Siedlung Meschduretschenski (Station Ustje-Acha), wo eine in den 1960er Jahren erbaute Strecke ab Jekaterinburg endet.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Urai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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