VMware Workstation

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VMware Workstation
Entwickler VMware, Inc.
Aktuelle Version 8.0.3
(3. Mai 2012)
Betriebssystem Windows, Linux, BSD
Kategorie Virtualisierung, Emulation
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig nein
VMware Workstation

VMware Workstation ist ein Produkt des Unternehmens VMware (einer Tochtergesellschaft von EMC²) zur Virtualisierung von Betriebssystemen.

Mit VMware Workstation können auf einem Computer mit x86-64-Prozessoren (bis Version 7 auch mit x86-Prozessoren) neben einem Wirtsystem, das auf der nativen Hardware läuft, weitere Betriebssysteme für diese Prozessoren in virtualisierten Umgebungen installiert werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Details

Mit VMware Workstation kann unter Linux und Windows sowie kompatiblen Betriebssystemen ein kompletter x86-PC bzw. x86-64-PC virtualisiert werden. Auf diesen virtuellen Systemen können unterschiedliche Betriebssysteme wie Windows, Linux und andere installiert werden. Es bestehen aber Restriktionen, abhängig von den technischen Eigenschaften des zugrunde liegenden Betriebssystems. So kann z. B. eine mit Microsoft Windows 2000 eingerichtete virtuelle Maschine, welche auf einem Rechner mit dem älteren Microsoft Windows NT 4.0 läuft, dennoch nicht auf USB-Geräte zugreifen (obwohl VMware 5.5 den USB-Zugriff teilweise ermöglicht). In der Praxis findet man öfter den umgekehrten Fall, das heißt Benutzer lassen veraltete Betriebssysteme innerhalb einer virtuellen Maschine auf moderner Hardware laufen.

Die mit VMware Workstation virtualisierten Betriebssysteme sind prinzipbedingt etwas langsamer als vergleichbare native Installationen auf identischer Hardware.

Bei Einführung einer neuen Version wurde bisher immer auch ein Freischaltcode für eine Testversion veröffentlicht. Dieser Code - bis Version 6 vier Gruppen von beliebigen Zahlen und Buchstaben, ab Version 7 fünf Gruppen - wechselt täglich, so dass das konkrete Programm, das mit dem Code vom Datum des Downloads freigeschaltet wurde, genau 30 Tage lang ausprobiert werden kann.

Ende Oktober 2009 wurde die Version 7 veröffentlicht. Die neue Version bietet u. a. Unterstützung für Windows 7 und bessere 3D-Unterstützung für Windows im Allgemeinen. Des Weiteren können nun beispielsweise vier Prozessoren bzw. Kerne den Gästen zugewiesen werden. Virtuelle Festplatten können mittels AES (256 Bit) verschlüsselt werden.[1]

Die aktuelle Version 8 erschien am 14. September 2011. Die wichtigste Neuerung besteht neben erster rudimentärer Unterstützung für Windows 8 darin, dass die VMware Workstation nun virtuelle Maschinen freigeben kann, damit sie sich remote von anderen Rechnern aus nutzen lassen. Voraussetzung dafür ist auf den Clients ebenfalls eine Workstation in der Version 8. Mit diesem Feature kann die Workstation Aufgaben übernehmen, für den bisher häufig der kostenlose VMware Server eingesetzt wird. Die Rolle als Client beschränkt sich nicht auf VMs, die von einer Workstation 8 freigegeben werden. Vielmehr kann man von der neuen Workstation aus auch auf VMs zugreifen, die auf einem ESX(i)-Host bzw. unter vSphere laufen. Dabei unterstützt sie auch verschiedene Administrationsfunktionen, beispielsweise das Anlegen, Starten und Herunterfahren von VMs. Daher lässt sich die Workstation 8 für einige Aufgaben als Alternative zum vSphere Client heranziehen. Seit VMware Workstation 8 werden nur noch Hostrechner mit einem 64-Bit-x86-Prozessor unterstützt.[2]

Ein vergleichbares Produkt für Mac OS X auf Intel-Prozessoren ist VMware Fusion.

[Bearbeiten] Netzwerkkonfiguration

VMware Workstation bietet drei Möglichkeiten, die Netzwerkressourcen des Hosts zu nutzen. Je nach Anforderungen wird man eine dieser Möglichkeiten auswählen.

Bridge
Hier benutzt der Gast die Netzwerkverbindung des Hosts mit einer eigenen IP in dessen lokalem Netz. Das kommt der Installation eines separaten Rechners gleich - auch von außen her gesehen.
NAT
Der Gast bekommt eine IP in einem von VMware dafür eingerichteten privaten Netz, in dem auch der Host ist; der Host wird als Default-Gateway eingetragen. Via Adressübersetzung kann der Gast auf die Ressourcen des Hosts-Netzes zugreifen. Dabei hat er die gleichen Privilegien wie der Host – z. B. Freischaltung für Irc-Chat. Ressourcen des Gasts, z. B. Windows-Freigaben, sind nur vom Host aus unter der privaten IP des Gasts erreichbar. Von außen her ist nur eine IP sichtbar; dass sich dahinter mehrere Systeme befinden, kann nur durch inhaltliche Analyse des Datenverkehrs bemerkt werden.
Host only
Auch hier richtet VMware ein privates Netz ein. Es werden jedoch keine Regeln definiert, die dem Gast erlauben, dieses private Netz zu verlassen. Wenn zusätzliche Verbindungen gewünscht sind, müssen diese auf dem Host durch Routing (Forwarding) explizit hergestellt oder als Serverdienst (z. B. Proxy) realisiert werden. Diese Methode eignet sich vorzüglich, um einen dedizierten Server im lokalen Netz zu betreiben. Beispielsweise würde man für einen Terminalserver nur den Port für RDP freischalten. Damit wäre die Maschine für ihren eigentlichen Bestimmungszweck im Netz erreichbar, während z. B. Viren, die sich über andere Ports verbreiten, beim Host landen würden. Auch für private Zwecke eignet sich diese Methode, da damit verhindert werden kann, dass der Gast unbemerkte IP-Verbindungen (z. B. für Spamversand) aufbaut. Von außen her gesehen liegen die Dinge ähnlich wie bei NAT, nur muss hier auf Port-Ebene analysiert werden.

Anmerkung: Natürlich erhalten mehrere Gastsysteme separate private Netze, die nur miteinander kommunizieren können, wenn es ausdrücklich gewünscht ist.

[Bearbeiten] Ähnliche Produkte

Produkte, die in direkter Konkurrenz zu VMware Workstation stehen:

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ankündigung im VMware-eigenen Blog vom 2. Oktober 2009 (englisch, letzter Zugriff 8. Oktober 2009)
  2. VMware Workstation 8.0 Release Notes/Installation_Requirements (englisch, letzter Zugriff 24. Oktober 2011)
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