VirtualBox

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Oracle VM VirtualBox
Logo
Screenshot
VirtualBox 2.0.4 unter Ubuntu 8.10
Basisdaten
Entwickler Oracle (ursprünglich InnoTek Systemberatung GmbH)
Erscheinungsjahr 2005
Aktuelle Version 4.3.14 [1]
(15. Juli 2014)
Betriebssystem Linux, Mac OS X, Solaris, Windows, OS/2 und andere
Kategorie Virtualisierung, Emulation
Lizenz GNU GPLv2,
Extension Pack: proprietär/PUEL[2]
Deutschsprachig ja
www.virtualbox.org

Oracle VM VirtualBox ist eine Virtualisierungssoftware des US-amerikanischen Unternehmens Oracle. Sie kann auf den Betriebssystemen FreeBSD[3], Linux, OS/2, Mac OS X, Solaris und Windows als Wirtssystem auf 32-Bit- oder 64-Bit-x86-Systemen eingesetzt werden. Als Gastsysteme werden eine Vielzahl an x86- und AMD64-Betriebssystemen unterstützt. Diese stehen bei der Einrichtung einer neuen virtuellen Maschine zur Auswahl.

Überblick[Bearbeiten]

Seit Version 1.3.2 (Anfang 2007) bis einschließlich Version 3 (Ende 2010) waren zwei unterschiedliche Ausgaben (englisch editions) mit unterschiedlichen Lizenzen verfügbar: Oracle VirtualBox mit allen Funktionen unter proprietärer Lizenz (PUEL[2]), welche für persönliche sowie zu jeglicher Verwendung in Bildungseinrichtungen kostenfrei genutzt werden durfte, und VirtualBox Open Source Edition (OSE), welcher diverse Funktionen fehlten und die unter der GNU General Public License (GPL) stand. Seit Version 4.0 vom 22. Dezember 2010 stellt Oracle nur noch eine unter der GPL stehende Version zur Verfügung, die in etwa der früheren Open Source Edition entspricht und mit Modulen erweitert werden kann. Lediglich der Funktionsumfang wurde um USB-1.1-Unterstützung erweitert. Die Funktionen der proprietären Version 3 sind nun in das Modul Oracle VM VirtualBox Extension Pack ausgelagert, welches wieder unter der PUEL[2] steht. Für einen Wechsel zwischen beiden Versionen muss daher lediglich das Zusatzpaket installiert bzw. entfernt werden.

Unter „Personal Use” (vgl. PUEL §2, deutsch: „persönliche Verwendung“,) fällt es auch, wenn ein Angestellter in einer Firma die unter der PUEL stehenden Teile persönlich installiert und verwendet. Ausgeschlossen ist daher nur eine automatische Installation des Oracle VM VirtualBox Extension Pack oder der Gasterweiterungen im Gastsystem z. B. durch den Systemadministrator als auch die Nutzung per Fernwartungssoftware wie z. B. per VNC, nicht aber die kommerzielle Nutzung per se – solange sie persönlich erfolgt.

VirtualBox wurde von dem in Weinstadt ansässigen Unternehmen innotek, ursprünglich InnoTek Systemberatung GmbH, entwickelt.[4] Zunächst hatte innotek dem Hypervisor Windows Virtual PC von Connectix zur Unterstützung des Betriebssystems OS/2 verholfen.[5] Nachdem Connectix von Microsoft aufgekauft worden war, begann innotek im Jahr 2004 mit der Entwicklung von VirtualBox und gewann unter anderem Behörden als Anwender.[6] Im Januar 2007 stellte innotek VirtualBox erstmals als freie Software zur Verfügung.[7] Im Februar 2008 wurde innotek von Sun Microsystems übernommen.[8] Sun Microsystems wiederum wurde im Januar 2010 von Oracle aufgekauft.[9] Seit dieser Übernahme wird VirtualBox von Oracle vertrieben.[7]

Funktionen[Bearbeiten]

Festplatten werden in Containerdateien, von VirtualBox auch als „virtuelle Plattenabbilder“ (englisch Virtual Disk Images, kurz VDI) bezeichnet, emuliert. Neben diesem eigenen Dateiformat kann VirtualBox auch mit Festplattendateien von VMware-Virtualisierungsprodukten (mit der Dateiendung „.vmdk“), dem „Virtual Hard Disk“-Format (mit der Dateiendung „.vhd“) von Windows Virtual PC, HDD-Dateien von Parallels sowie mit Abbildern im QED- (QEMU enhanced disk) und QCOW-Format (QEMU Copy-On-Write) der Emulations- und Virtualisierungssoftware QEMU umgehen. Zudem können iSCSI-Objekte als virtuelle Festplatten genutzt werden, wobei der hierfür benötigte iSCSI-Initiator bereits in VirtualBox enthalten ist. Mit dem zu VirtualBox gehörenden Kommandozeilen-Werkzeug VBoxManager kann man diese fremden Formate auch konvertieren.

Die freie GPL-Version von VirtualBox emuliert im Gastsystem u. a. folgende Komponenten:

Das „About VirtualBox“-Fenster der Open Source Edition zeigte die Maskottchen einiger unterstützter Gast-Betriebssysteme

Die Grafikauflösung ist je nach System auf 800×600 oder 1024×768 Pixel beschränkt, lässt sich aber bei vielen Gastbetriebssystemen mit Hilfe entsprechender Treiber aus den Gasterweiterungen nachträglich erhöhen.

Die VMs lassen sich wahlweise über mehrere Frontends bedienen:

  • eine grafische Benutzeroberfläche (GUI), die die Grafikbibliothek Qt nutzt, in der aber noch nicht alle Optionen des Konsolenprogramms implementiert sind (VirtualBox)
  • ein Konsolenprogramm (VBoxManage)
  • eine Python-Shell (VBoxShell)
  • ein SDL-Programm (VBoxSDL)
  • einen Remote-Desktop-Protocol-Server, der in der Konsole läuft (VBoxHeadless, vormals VBoxVRDP)
  • per Webserver (vboxwebsrv) und phpVirtualBox[10]

Die Virtualisierungserweiterungen der aktuellen Intel-CPUs mit der Bezeichnung VT-x und dessen AMD-Pendant AMD-V werden, sofern vorhanden, genutzt. Hierbei werden auch neuere Funktionen dieser Befehlssatzerweiterungen wie Nested Paging/Rapid Virtualization Indexing unterstützt.

Für Systeme ohne VT-x/AMD-V oder bei manueller Abwahl dieser Funktionen besitzt VirtualBox einen weiteren Modus, der „Raw Mode“ genannt wird. Hierbei versucht VirtualBox, so viel Code wie möglich nativ auszuführen. In den meisten Fällen läuft Ring-3-Code des Gastsystems nativ auf dem Wirtssystem. Versucht das Gastsystem, Ring-0-Code auszuführen, führt das Wirtssystem diesen stattdessen im Ring-1 aus (der normalerweise nicht genutzt wird). Wenn es nicht möglich sein sollte, Code nativ auszuführen, muss dieser von einem Emulator ausgeführt werden, der auf dem Quellcode von QEMU basiert. Da die Ausführung von Ring-0-Code im Ring-1 zu sehr vielen Ausnahmen führt (privilegierte Instruktionen dürfen nur im Ring-0 ausgeführt werden), betreibt VirtualBox eine Art in situ-Patching. Hierbei wird der Gastcode zur Laufzeit und unmittelbar vor Ausführung mit Hilfe einer Disassembler-Komponente (CASM) auf problematische Segmente hin analysiert und gegebenenfalls von einem Patch Manager (PATM) so verändert oder ersetzt, dass Ausnahmen reduziert werden und sich die Ausführungsgeschwindigkeit erhöht. In vielen Fällen ist der klassische Ansatz mit Patch Manager effizienter als VT-x/AMD-V, es gibt jedoch Einschränkungen in der Kompatibilität mit weniger verbreiteten Gastsystemen.

Unterstützte Betriebssysteme[Bearbeiten]

Da VirtualBox einen x86-Prozessor in einer virtuellen Umgebung bereitstellt, werden auch nur für diese Prozessor-Architektur geschriebene Betriebssysteme, sowohl als Gast- als auch als Wirt-Betriebssystem, unterstützt. Die Virtualisierung beschränkt sich so auf das Erstellen einer VM, deren Prozessor dem tatsächlich im System verbauten Prozessor entspricht. Der Systemprozessor wird also, anders als bei QEMU, nicht nachgeahmt (oder emuliert), was in der Regel mehr Rechenleistung benötigen würde.

Folgende Wirtssysteme (englisch host systems) werden unterstützt (Stand: 15. Dezember 2013):[11]

Experimentelle Unterstützung in der Open Source Edition (OSE), die von ehemaligen Sun-Entwicklern in deren Freizeit entwickelt wurde:

Darüber hinaus gibt es auch ein Startprogramm, mit dessen Hilfe VirtualBox für Windows-Betriebssysteme leicht übertragbar (portabel) gemacht und gestartet werden kann.[12] Dieses Startprogramm wird unabhängig von Oracle von der deutschen nLite-Gemeinschaft, in der Skriptsprache AutoIt, entwickelt und gepflegt.[13][14]

Mac OS X kann seit Version 3.2 auch als Gastsystem ausgeführt werden, was aus lizenzrechtlichen Gründen jedoch nur auf Apple-Hardware zugelassen ist. Da mittels des Einrichtungsprogrammes Boot Camp auch Windows auf jedem Intel-basierten Mac-Rechner eingerichtet werden kann ist folglich OS X als Gastsystem auch unter Windows als Wirtssystem möglich.

Ab Version 2.1 können die unterstützten Gastsysteme (englisch guest systems) unabhängig vom Wirtssystem sowohl als 32-Bit- als auch als 64-Bit-Virtualisierung ablaufen, sofern der Prozessor des Wirtssystems dies unterstützt. Zusätzlich zu den bereits als unterstützte Wirtssysteme gelisteten Betriebssysteme sind auch folgende Systeme virtualisierbar:

Es ist durchaus möglich, dass VirtualBox noch mit weiteren Gast-Betriebssystemen funktionsfähig ist. Das Aktivieren der Virtualisierungserweiterung moderner x86-Prozessoren (bei Intel VT-x, AMD-V bei AMD) kann dabei helfen, ein sonst nicht unterstütztes Betriebssystem in der virtuellen Umgebung von VirtualBox laufen zu lassen.

Gasterweiterungen[Bearbeiten]

Die nur in englischer Sprache verfügbaren Gasterweiterungen (englisch Guest Additions) von VirtualBox erweitern die Integration zwischen Wirt- und Gastsystem. Diese liegen für Windows ab NT 4.0 und OS/2 Warp als Binärdaten (als eine Art Treiber-CD), für Linux und Solaris als Quellcode und Installationspaket vor und werden im virtuellen CD-Laufwerk innerhalb der VM bereitgestellt.[15]

Die folgenden Komponenten werden dabei erweitert:

  • Grafikkarten-Treiber
    • der Mauszeiger kann das Fenster der VM verlassen, ohne die „Host-Taste“ benutzen zu müssen
    • die Grafikauflösung wird auf maximal 64.000×64.000 Pixel in 32-Bit-Farbtiefe erweitert; dadurch wird Mehrschirmbetrieb ermöglicht
    • die Grafikauflösung wird sofort an die Fenstergröße im Wirt angepasst
    • „nahtloser Fenstermodus“ (englisch seamless windows) – die Programmfenster des Gastsystems können frei auf der Arbeitsfläche des Wirtssystems platziert werden
    • OpenGL-Unterstützung (derzeit nur für die 32-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Vista sowie FreeBSD, Linux und Solaris, die offizielle Unterstützung für Linux umfasst nur neuere Kernel und verbreitete Distributionen)
    • Experimentelle Direct3D-8- und -9-Unterstützung für Windows 2000-, Windows-XP-, Vista- und Windows-7-Gastsysteme
  • „Gemeinsame Ordner“ – Wirtssystem und Gastsystem können Ordner gegenseitig freigeben bzw. synchronisieren (uni- und bidirektionaler Datentransfer)
  • exakte Zeit-Synchronisation zwischen Wirt- und Gastsystem
  • automatisierte Windows-Anmeldungen mittels VBoxGINA

Die Gasterweiterungen stehen unter der proprietären Lizenz (PUEL[2]), sind jedoch über eine Ausnahme in der Lizenz frei verteilbar. Ab Version 4 wird auch die neue, auf Compiz basierende Benutzeroberfläche Unity der Linux-Distribution Ubuntu unterstützt. Für Windows-Versionen der 9x-Linie und andere Betriebssysteme gibt es die Gasterweiterungen nicht, ferner wird nur eine begrenzte Anzahl von Linux-Distributionen (Fedora/Red Hat, Ubuntu, openSUSE) offiziell unterstützt.[16] Die Gasterweiterungen sind auch für Mac OS X 10.6 Server beziehungsweise Mac OS X 10.7 Standard und Server nicht verfügbar, da diese als Gastsystem nur eine untergeordnete Rolle spielen.[17]

Funktionen des proprietären Moduls[Bearbeiten]

Einige Funktionen, die zusätzlich im Oracle VM VirtualBox Extension Pack enthalten sind:

  • virtuelle USB-2.0-Schnittstelle (ICH6-EHCI)
  • virtuelle USB-Geräte, die man im Gastsystem benutzen kann, obwohl auf dem Wirtssystem keine entsprechenden Treiber vorliegen
  • das Remote Desktop Protocol (RDP) wird vollständig unterstützt und erlaubt einer VM, einen RDP-Server zu betreiben
  • USB über RDP, das einem RDP-Server in einer VM erlaubt, USB-Geräte von Thin-Clients zu benutzen

Das Modul steht für den privaten Einsatz kostenlos unter der PUEL[2] sowie für den Unternehmenseinsatz unter proprietärer Lizenz zur Verfügung.

Versionsgeschichte[Bearbeiten]

Version Veröffentlichung Beschreibung / Änderungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0.37 12. April 2005 erste veröffentlichte Version, die noch unter einer proprietären Lizenz hauptsächlich an Firmenkunden verkauft wurde; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 1.0.38 am 27. April 2005, 1.0.39 am 5. Mai 2005, 1.0.40 am 17. Juni 2005, 1.0.42 am 30. August 2005, 1.0.44 am 25. Oktober 2005, 1.0.46 am 4. November 2005, 1.0.48 am 23. November 2005 und 1.0.50 am 16. Dezember 2005.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1.2 3. Februar 2006 Neben allgemeinen Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen war erstmals ein Handbuch enthalten und die Gasterweiterungen für Windows wurden in ein Installationsprogramm gepackt; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 1.1.4 am 9. März 2006, 1.1.6 am 18. April 2006, 1.1.8 am 17. Juli 2006, 1.1.10 am 28. Juli 2006 und 1.1.12 am 14. November 2006.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2.2 14. November 2006 Die Linux Additions wurden um Unterstützung für X.org 7 erweitert, VRDP wurde beschleunigt und virtuelle Festplatten können nun bis zu 2 Tebibyte groß sein; die Aktualisierung 1.2.4 erschien am 16. November 2006.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.3.2 15. Januar 2007 Neben der proprietären Version war erstmals auch eine freie Version verfügbar: die Lizenzen waren die Personal Use and Evaluation License (PUEL) sowie, in einer reduzierten Variante von VirtualBox, die GPL; mit Version 1.3.4 kam die ALSA-Unterstützung (unter Linux) hinzu und mit Version 1.3.6 wurde die Grafik-VRAM-Grenze auf 128 Mebibyte erhöht; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 1.3.4 am 12. Februar 2007, 1.3.6 am 20. Februar 2007 und 1.3.8 am 14. März 2007.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.4 6. Juni 2007 mit Version 1.4 kamen die Unterstützung für 64-Bit-Linux-Systeme und Mac OS X/Intel als Wirtssystem hinzu; zudem können seit dieser Ausgabe die Speicherabbilder für virtuelle Festplatten im VMDK-Format (für Virtual Maschine Disk) der VMware-Virtualisierungsprodukte direkt genutzt werden; auch die Unterstützung für serielle Schnittstellen kam hinzu und USB-Geräte können nun dynamisch einer virtuellen Maschine zugewiesen und auch wieder an das Wirtssystem zurückgegeben werden; der Zugriff auf die Gastsysteme in den virtuellen Maschinen ist nun über den integrierten RDP-Server dank Session-Shadowing von mehreren RDP-Clients aus gleichzeitig möglich;[18] zusätzlich gibt es zahlreiche Fehlerbereinigungen und Einzelverbesserungen.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.5 3. September 2007 ab dieser Version unterstützt VirtualBox auch 64-Bit-Windows (XP und Vista) als Wirtssystem; neben weiteren Fehlerbereinigungen und Detailverbesserungen sind virtuelle serielle Schnittstellen, Intel-PXE-2.1-Netzwerk-Startfähigkeit, die Gasterweiterungen für OS/2 Warp und der nahtlose Fenstermodus (englisch seamless windows) hinzugekommen, mit dessen Hilfe Fenster des emulierten Windows-Gastsystems in das Wirtssystem integriert und somit auf demselben Desktop wie die restlichen Programmfenster des Wirtssystems platziert werden können; Unterstützung für USB 2.0 und Audio-Ausgabe über PulseAudio (Version 1.5.4); Version 1.5.6 ist die letzte noch von der innotek GmbH herausgegebene Version; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 1.5.2 am 18. Oktober 2007, 1.5.4 am 29. Dezember 2007 und 1.5.6 am 19. Februar 2008.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.6 30. April 2008 neu in dieser bereits als „Sun xVM VirtualBox“ veröffentlichen Version ist die Solaris-Wirtssystem-Unterstützung, eine Webdienst-Programmierschnittstelle, virtualisierte Serial-ATA-AHCI-Steuereinheiten (englisch controller) für Gastsystem-Festplatten sowie experimentelle Unterstützung für PAE; die Emulation beinhaltet seither neben dem Audio-Standard AC’97 auch eine Sound-Blaster-16-Emulation; die Gasterweiterungen sind jetzt auch für Solaris verfügbar und der nahtlose Fenstermodus funktioniert auch in Linux- und Solaris-Gastsystemen und (mit Version 1.6.2) wurde eine Emulation der „Intel PRO/1000 T Server (82543GC)“-Netzwerkkarte hinzugefügt, die von Windows XP von Haus aus unterstützt wird; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 1.6.2 am 6. Juni 2008, 1.6.4 am 30. Juli 2008 und 1.6.6 am 26. August 2008.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 4. September 2008 in dieser „großen“ Version (englisch major update) wurde die grafische Bedienoberfläche grundlegend überarbeitet, so wurde neben dem Umstieg von Qt Version 3 auf Version 4 eine direkte grafische Oberfläche für Mac OS X 10.5 „Leopard“ erstellt; neu ist auch die Unterstützung von 64-Bit-Gastsystemen in einer 64-Bit-Wirtumgebung, sowie die Unterstützung von Speicherabbildern im VHD-Format;[19] daneben gibt es wieder zahlreiche Fehlerbereinigungen und Detailverbesserungen; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 2.0.2 am 12. September 2008, 2.0.4 am 24. Oktober 2008, 2.0.6 am 21. November 2008, 2.0.8 am 10. März 2009, 2.0.10 am 21. Juli 2009 und 2.0.12 am 20. Oktober 2009.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.1 17. Dezember 2008 Unterstützung für Hardware-Virtualisierung wird mit dieser Version auf Mac-OS-X-Wirtssysteme erweitert und experimentelle Unterstützung gibt es für OpenGL (nur die 32-Bit-Versionen von Windows XP und Windows Vista); die ebenfalls experimentelle Unterstützung von 64-Bit-Gast-Betriebssysteme auf 32-Bit-Wirtssystemen erfordert einen 64-Bit-Prozessor mit Virtualisierungsfunktionen in der Hardware und läuft langsamer ab als unter 64-Bit-Wirten; mit Version 2.1.2 kam eine erste Unterstützung für die Beta-Version von Windows 7; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 2.1.2 am 21. Januar 2009 und 2.1.4 am 16. Februar 2009.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.2 8. April 2009 OpenGL ist jetzt auch auf Linux- und Solaris-Gastsystemen möglich, ebenso Gemeinsame Ordner auf Solaris- und OpenSolaris-Gästen, USB-Unterstützung auf OpenSolaris-Wirtssystemen (experimentell); neu ist u. a. auch ein sogenannter Host-only-Netzwerkmodus (vom Englischen für „nur Gastgeber“), die Unterstützung des Open Virtualization Formats sowie die Erhöhung der Speichergrenze auf 16 Gibibyte von Gästen auf 64-Bit-Wirtssystemen; VT-x/AMD-V und USB (OHCI & EHCI, nur bei Qt-GUI) sind jetzt bei neuen Gästen standardmäßig aktiviert; mit Version 2.2.2 wurde erstmals Mac OS X 10.6 als Wirtssystem unterstützt; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 2.2.2 am 27. April 2009 und 2.2.4 am 29. Mai 2009.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 30. Juni 2009 Neuerungen: Unterstützung für symmetrische Mehrprozessorsysteme (SMP) für Gast-Betriebssysteme mit bis zu 32 virtuellen Hauptprozessoren oder (Haupt-)Prozessorkernen, Unterstützung für OpenGL 2.0 und die vorerst als experimentell eingestufte Unterstützung für Direct3D 8 und 9 für Windows-Gastsysteme;[20] insgesamt erschienen die Aktualisierungen 3.0.2 am 10. Juli 2009, 3.0.4 am 4. August 2009, 3.0.6 am 9. September 2009, 3.0.8 am 6. Oktober 2009, 3.0.10 am 29. Oktober 2009, 3.0.12 am 17. November 2009 und 3.0.14 am 18. März 2010.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.1 30. November 2009 Neuerungen: die Teleportation ermöglicht aktuell laufende virtuelle Maschinen (VM) auf ein anderes Wirtssystem zu übertragen. VMs können zu einem beliebigen Sicherungspunkt (englisch snapshot) zurückkehren anstatt nur zum letzten Sicherungspunkt, Erweiterung mit 2D-Grafikbeschleunigung für Windows-Gastsysteme, Änderungen an den Netzwerkeinstellungen lassen sich nun während des Betriebs der VM vornehmen; Speicherabbilder werden nun auch im HDD-Format (für Parallels Hard Disk) unterstützt;[21] insgesamt erschienen die Aktualisierungen 3.1.2 am 17. Dezember 2009, 3.1.4 am 12. Februar 2010, 3.1.6 am 25. März 2010 und 3.1.8 am 10. Mai 2010.
Ältere Version; noch unterstützt: 3.2 18. Mai 2010 Neuerungen: Umbenennung in „Oracle VM VirtualBox“ aufgrund der Übernahme von Sun durch Oracle, Mac OS X als Gast auf Apple-Hardware, Verbesserte Speicherverwaltung, Austausch der Hauptprozessoren im laufenden Betrieb (Hot Plugging), Unterstützung für mehrere Bildschirme, Sicherungspunkte können während des Betriebs gelöscht werden, Emulation einer LSI-Logic-SAS-Steuereinheit, RDP-Video-Beschleunigung und konfigurierbares NAT; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 3.2.2 am 2. Juni 2010, 3.2.4 am 7. Juni 2010, 3.2.6 am 25. Juni 2010, 3.2.8 am 6. August 2010, 3.2.10 am 8. Oktober 2010, 3.2.12 am 30. November 2010, 3.2.14 am 22. Dezember 2011, 3.2.16 am 17. Dezember 2012, 3.2.18 am 11. Oktober 2013, 3.2.20 am 11. Januar 2014 und 3.2.22 am 14. März 2014;
Aktuelle Version 3.2.24 vom 15. Juli 2014[22]
Ältere Version; noch unterstützt: 4.0 22. Dezember 2010 Neuerungen: überarbeitete Benutzeroberfläche, Dateien können direkt in das Dateisystem des Gastsystems kopiert werden, VDI- und VHD-Abbilder können nun vergrößert und verkleinert werden;[23] die Kernkomponenten der Version 4.0 stehen unter der GPLv2, die Zusatzpakete (englisch Extension Packs) unter der PUEL;[2] insgesamt erschienen die Aktualisierungen 4.0.2 am 18. Januar 2011, 4.0.4 am 17. Februar 2011, 4.0.6 am 21. April 2011, 4.0.8 am 16. Mai 2011, 4.0.10 am 27. Juni 2011, 4.0.12 am 15. Juli 2011, 4.0.14 am 18. Oktober 2011, 4.0.16 am 11. Januar 2012, 4.0.18 am 18. Dezember 2012, 4.0.20 am 11. Oktober 2013, 4.0.22 am 11. Januar 2013 und 4.0.24 am 14. März 2014;
Aktuelle Version 4.0.26 vom 15. Juli 2014[23]
Ältere Version; noch unterstützt: 4.1 19. Juli 2011 Neuerungen: virtuelle Maschinen können nun geklont werden, bei 64-Bit-Wirtssystemen kann einer VM nun bis zu einem Tebibyte Hauptspeicher zugewiesen werden, zudem wurde die grafische Oberfläche mit Assistenten (u. a. zu bereits zuvor lediglich über die Kommandozeile unterstützten Funktionen, wie das Anlegen von VDI-, VMDK- und VHD-Abbildern) ergänzt[24][25] und die Unterstützung für virtuelle Netzwerke durch UDP-Tunnel (für wirtübergreifende Netzwerke) erweitert;[26][27] erste (experimentelle) Unterstützung für im laufenden Betrieb ein- und aushängbare Massenspeicher (Hotplugging) am virtuellen SATA-Bus;[28] insgesamt erschienen die Aktualisierungen 4.1.2 am 15. August 2011, 4.1.4 am 3. Oktober 2011, 4.1.6 am 4. November 2011, 4.1.8 am 19. Dezember 2011, 4.1.10 am 13. März 2012, 4.1.12 am 3. April 2012, 4.1.14 am 26. April 2012, 4.1.16 am 22. Mai 2012, 4.1.18 am 20. Juni 2012, 4.1.20 am 20. August 2012, 4.1.22 am 7. September 2012, 4.1.24 am 19. Dezember 2012, 4.1.26 am 12. April 2013, 4.1.28 am 11. Oktober 2013, 4.1.30 am 11. Januar 2014 und 4.1.32 am 13 März 2014;
Aktuelle Version 4.1.34 vom 15. Juli 2014[28]
Ältere Version; noch unterstützt: 4.2 13. September 2012 Neuerungen: u. a. können nun Inhalte zwischen Linux-Gästen und dem Basissystem durch Drag and Drop ausgetauscht werden, die Bandbreite des Netzwerkdatenverkehrs kann begrenzt werden, Speicherabbilder werden nun auch im QED- (für QEMU enhanced disk), QCOW- (für QEMU Copy-On-Write) und im VHDX-Format unterstützt, Unterstützung für Windows 8, Gruppierung der Maschinen zur Erhöhung der Übersichtlichkeit;[29] unter Mac OS X als Wirtssystem wird nun mindestens 10.6 „Snow Leopard“ vorausgesetzt; insgesamt erschienen die Aktualisierungen 4.2.2 am 18. Oktober 2012, 4.2.4 am 26. Oktober 2012, 4.2.6 am 19. Dezember 2012, 4.2.8 am 27. Februar 2013, 4.2.10 am 15. März 2013, 4.2.12 am 12. April 2013, 4.2.14 am 21. Juni 2013, 4.2.16 am 4. Juli 2013, 4.2.18 am 6. September 2013, 4.2.20 am 28. November 2013, 4.2.22 am 11. Januar 2014 und 4.2.24 am 13. März 2014;
Aktuelle Version: 4.2.26 vom 15. Juli 2014[30]
Aktuelle Version: 4.3 15. Oktober 2013 Neuerungen: Der Virtualisierungscode wurde überarbeitet, wodurch die Geschwindigkeit gesteigert wurde, Multitouch-Fähigkeiten wurden hinzugefügt, IPv6-Unterstützung wurde ausgebaut und ist nun in fast allen Komponenten verfügbar, 3D-Beschleunigung wurde ausgebaut, sodass die Effekte in Ubuntu und Fedora nun besser nutzbar sind, eine virtuelle Webcam ist nun verfügbar;[31] insgesamt erschienen die Aktualisierungen 4.3.2 am 1. November 2013, 4.3.4 am 29. November 2013, 4.3.6 am 18. Dezember 2013, 4.3.8 am 25. Februar 2014, 4.3.10 am 25. März 2014 und 4.3.12 am 16 Mai 2014;
Aktuelle Version: 4.3.14 vom 15. Juli 2014[1]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Siehe auch[Bearbeiten]

Produkte, die in direkter Konkurrenz zu VirtualBox stehen:

Weitere Virtualisierungsprodukte:

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dirk Becker: VirtualBox: Installation, Anwendung, Praxis (2. aktualisierte Auflage). Galileo Press, Bonn 2011, ISBN 978-3-8362-1778-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: VirtualBox – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Oracle VirtualBox – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Changelog for VirtualBox 4.3, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  2. a b c d e f VirtualBox Personal Use and Evaluation License (PUEL). Oracle, 19. April 2010, abgerufen am 20. Oktober 2010 (englisch, License version 8).
  3. a b Alexander Eichner: [vbox-dev] VirtualBox on FreeBSD. 29. April 2009, abgerufen am 20. Oktober 2010.
  4. innotek GmbH. Oracle, abgerufen am 20. Oktober 2010 (englisch).
  5. Jens Ihlenfeld: Virtual PC für OS/2. InnoTek bringt Windows für OS/2 und umgekehrt. golem.de, 8. Februar 2002, abgerufen am 26. April 2013.
  6. Oliver Diedrich: VirtualBox: PC-Virtualisierung unter GPL. In: heise Open Source. 15. Januar 2007, abgerufen am 20. Oktober 2010.
  7. a b News. January 15, 2007. In: virtualbox.org. Oracle, 15. Januar 2007, abgerufen am 20. Oktober 2010 (englisch).
  8. Oliver Diedrich: Sun übernimmt VirtualBox-Hersteller Innotek. In: heise Open Source. 12. Februar 2008, abgerufen am 20. Oktober 2010.
  9. Stephen Shankland, Florian Kalenda: Oracle schließt Sun-Übernahme ab. In: ZDNet.de. 27. Januar 2010, abgerufen am 20. Oktober 2010.
  10. phpVirtualBox (englisch) – Seite bei Google Code, Stand: 20. März 2012 (Abgerufen am: 27. Mai 2012).
  11. Chapter 1. First steps (englisch) – Seite bei Virtualbox.org; Stand: 15. Dezember 2013.
  12. Portable-VirtualBox (englisch) – öffentliche Projektseite; Stand: 13. Mai 2013.
  13. Portable Virtual Box – Projektseite im Win-Lite Forum; Stand: 12. Oktober 2011.
  14. Portable-VirtualBox (englisch) – Entwicklerseite bei GitHub; Stand: 13. Mai 2013.
  15. Chapter 4. Guest Additions. Guest Additions for Windows, OS/2, Solaris and Linux. In: Oracle VM VirtualBox User Manual. Oracle Corporation, 2012, abgerufen am 29. Oktober 2012 (englisch).
  16. Hilfe-Datei, Abschnitt „Linux Guest Additions“.
  17. Netzwelt.de: Mac OS X 10.6 oder 10.7 unter Oracle VirtualBox.
  18. Virtualisierer VirtualBox aktualisiert – Artikel bei Heise online, vom 6. Juni 2007.
  19. VirtualBox 2.0 mit Unterstützung für 64-Bit-Gäste – Artikel bei Heise online, vom 4. September 2008.
  20. VirtualBox 3.0 als Beta verfügbar – Artikel bei Heise online, vom 17. Juni 2009.
  21. Changelog for VirtualBox 3.1, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org vom 10. Mai 2010, abgerufen am 30. Juni 2012 (englisch).
  22. Changelog for VirtualBox 3.2, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  23. a b Changelog for VirtualBox 4.0, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  24. Erste Beta von VirtualBox 4.1 – Artikel bei Heise open, vom 1. Juli 2011.
  25. Virtualisierung: Virtualbox 4.1 Beta mit neuem Festplatten-Wizard – Artikel bei Golem.de, vom 1. Juli 2011.
  26. Oracle veröffentlicht VirtualBox 4.1 – Artikel bei Heise online, vom 19. Juli 2011.
  27. Virtualisierung: Virtualbox 4.1 verändert Festplattenwizard – Artikel bei Golem.de, vom 20. Juli 2011.
  28. a b Changelog for VirtualBox 4.1, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  29. Virtualisierung: Virtualbox 4.2 veröffentlicht – Artikel bei Golem.de, vom 13. September 2012 (Abgerufen am: 15. September 2012).
  30. Changelog for VirtualBox 4.2, Änderungsprotokoll bei virtualbox.org, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  31. VirtualBox 4.3 erschienen – Artikel bei pro-linux.de, vom 16. Oktober 2013 (Abgerufen am: 17. Oktober 2013).