Van Cliburn
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Van Cliburn (* 12. Juli 1934 in Shreveport, Louisiana; eigentlich Harvey Lavan Cliburn Jr.) ist ein US-amerikanischer Pianist.
Bereits im Alter von 4 Jahren spielte er Klavier. Mit 13 Jahren gewann er einen lokalen Wettbewerb in Texas, ein Jahr darauf den ersten Preis beim National Music Festival in der New Yorker Carnegie Hall. Bis zum Alter von 17 Jahren wurde das „Wunderkind“ von seiner Mutter unterrichtet.
Ab 1951 besucht Van Cliburn die Kurse von Rosina Lhévinne an der Juilliard School.
1958 gelang dem Texaner ein unglaublicher Coup: In der Zeit des Kalten Krieges gewann er den ersten Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau und wurde über Nacht weltberühmt. Fotos von seinem Triumphzug im offenen Wagen durch New York erschienen in allen Zeitungen. Cliburns Programm, das ihn durch die Konzertsäle der ganzen Welt führte, barg indessen auch eine Gefahr: Er entwickelte seinen Stil nicht weiter und blieb im wesentlichen den Klavierwerken der Romantik verhaftet. Nachdem der Pianist sich erfolglos als Dirigent versucht hatte, zog er sich 1978 vom Konzertleben zurück.
Anlässlich eines Dinners im Weißen Haus zu Ehren von Michail Gorbatschow spielte Van Cliburn im Dezember 1987 erstmals wieder öffentlich. Danach konzertierte er sporadisch. Es folgten ein Auftritt im Mann Music Center in Philadelphia, gefeierte Konzerte in Moskau und Sankt Petersburg sowie die Eröffnung des Morton H. Meyerson Symphony Center in Dallas. The New York Times notierte damals: „A Celebrity Returns, Undimmed.“ („Eine Berühmtheit kehrt zurück, ungetrübt.“). Weiter hieß es: „It is reassuring … to know after all these silent years that he is not deficient in the mysterious impulses that keep gifted artists active after the fires of youth burn low.“ („Es ist beruhigend … zu wissen, dass ihm nach all den stummen Jahren jene mysteriöse Impulse nicht fehlen, die talentierte Künstler nach den Feuern der Jugend weitermachen lassen.“). Inzwischen hat sich Cliburn vom Musikbetrieb jedoch zurückgezogen.
Seine berühmteste Einspielung war das erste Klavierkonzert von Tschaikowski. Die Aufnahme verkaufte sich 1961 mehr als eine Million mal, was bis dahin mit noch keinem anderen Werk aus dem Bereich der klassischen Musik gelungen war, und gilt noch heute als unübertroffen.
[Bearbeiten] Ehrungen
2003 überreichte US-Präsident George W. Bush Cliburn die Freiheitsmedaille („The Presidential Medal of Freedom“), die höchste zivile Auszeichnung in den USA.
[Bearbeiten] Referenzen zu Van Cliburn
Textauszug: Frankie Vaughan / Marilyn Monroe: „Specialization“
„Van Cliburn caused us a high burn. While we were blushin’ Some Russian gave him the prize.“
– Frankie Vaughan
„Specialization, specialization.“
– Marilyn Monroe
[Bearbeiten] Weblinks
- Einträge zu Van Cliburn im Katalog des Deutschen Musikarchivs
Van Cliburn (1958) | Vladimir Ashkenazy, John Ogdon (1962, geteilt) | Grigori Sokolow (1966) | Wladimir Krainew, John Lill (1970, get.) | Andrei Gawrilow (1974) | Michail Pletnjow (1978) | Peter Donohoe, Wladimir Owtschinnikow (1982, get. 2. Platz) | Barry Douglas (1986) | Boris Berezovsky (1990) | Nikolai Luganski (1994) (2.) | Denis Matsuew (1998) | Ayako Uehara (2002) | Miroslaw Kultischew (2007, 2.)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cliburn, Van |
| ALTERNATIVNAMEN | Harvey Lavan Jr. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Pianist |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1934 |
| GEBURTSORT | Shreveport, Louisiana |

