Verdammnis (Roman)

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Verdammnis ist der zweite Band einer dreibändigen Reihe von Kriminalromanen des schwedischen Autors Stieg Larsson, die zwischen 2005 und 2007 postum unter dem Titel Millennium-Trilogie veröffentlicht worden sind. Der Thriller erschien 2006 auf Schwedisch unter dem Titel Flickan som lekte med elden (dt. „Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte“) und wurde in verschiedene Sprachen übersetzt. Eine englische Fassung erschien unter dem Titel The Girl Who Played with Fire (dt. „Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte“). Die deutsche Erstausgabe, übersetzt von Wibke Kuhn,[1] erschien 2007 im Heyne Verlag, ebendort 2010 eine Taschenbuchausgabe.[2] Weltweit wurden über 31 Millionen Exemplare der Trilogie verkauft.[3]

Inhalt[Bearbeiten]

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Lisbeth Salander hat mit dem Geld, das sie sich in Verblendung angeeignet hat, einen längeren Luxusurlaub gemacht. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden kauft sie ein Luxusapartment in Stockholm und bekommt ein vergleichsweise geringes Erbe von ihrer Mutter.

Als Lisbeth sich an ihren rechtlichen Betreuer Bjurman erinnert, dringt sie in seine Wohnung ein, durchsucht seine Unterlagen und stellt fest, dass er auch die monatlichen Berichte über ihr Wohlverhalten nicht geschrieben hat. Ihre eigene Akte mit der Einweisung in die Psychiatrie findet sie nicht. Dabei findet Lisbeth aber die Waffe des Rechtsanwalts.

Ein blonder, großer Mann trifft sich mit Bjurman und zeigt sich an der Akte Salander interessiert. Nach Lisbeths Besuch in seiner Wohnung bietet Bjurman die Akte im Tausch gegen das Video an, auf dem gezeigt wird, wie er Lisbeth vergewaltigt.

Lisbeth trifft sich mit ihrem ehemaligen Vormund Palmgren, der einen Schlaganfall erlitten hat und unterstützt diesen bei der Reha.

Der Journalist Dag Svensson hat zu russisch-schwedischem Mädchenhandel recherchiert und bietet dieses Material dem Magazin Millennium an. Offensichtlich waren auch Mitarbeiter der schwedischen Sicherheitspolizei unter den Freiern. Bald darauf findet Mikael Dag und seine Freundin ermordet in ihrer Wohnung auf. Die Polizei verdächtigt Lisbeth, weil sie deren Fingerabdrücke auf der Tatwaffe gefunden hat. Diese gehört Bjurman. Als die ermittelnde Beamtin Modig den Anwalt befragen will, findet sie ihn ermordet auf. Auch bei diesem Mord wird Lisbeth verdächtigt.

Mikael Blomkvist versucht, Lisbeth vor den polizeilichen Ermittlern zu finden. Dazu sucht er den Ex-Boxprofi Paolo auf, mit dem Lisbeth trainiert hat, und bittet ihn, über Lisbeths Geliebte Miriam „Mimmi“ Wu den Kontakt zu Lisbeth herzustellen. Mimmi hat inzwischen die Wohnung von Lisbeth übernommen. Auf der Straße vor Mimmis Wohnung wird Paolo Zeuge, wie ein blonder Hüne Mimmi trotz heftiger Gegenwehr entführt. Paolo folgt dem Fahrzeug des Entführers zu einer einsam gelegenen Scheune, in der er beobachtet, wie dieser versucht, von Miriam den Aufenthaltsort von Lisbeth gewaltsam zu erpressen. Als Paolo eingreift, entwickelt sich ein Boxkampf zwischen ihm und dem Blonden. Dabei erleiden sowohl er als auch Miriam, die ebenfalls in den Kampf einsteigt, schwere Verletzungen, die beiden schaffen es aber, ihren Gegner vorübergehend außer Gefecht zu setzen und zu fliehen.

Zwischendurch konnte Mikael allerdings über ihre Hackertätigkeit mit Lisbeth etwas Kontakt aufnehmen, diese gibt ihm einzelne Hinweise.

Lisbeth vermutet ihre Akte im Wochenendhaus des Anwalts. Sie fährt mit dem Bus dorthin. Der Blonde hat das Haus bereits erfolglos durchsucht. Sie kann ihre Akte auf dem Dachboden entdecken. Aus ihr erfährt sie, dass Zalatschenko ihr Vater ist. Blomkvist erfährt dies zeitgleich bei einem Besuch bei Palmgren. Als Lisbeth gerade wieder aufbrechen will, treffen zwei von dem Blonden beauftragte Rocker mit ihren Motorrädern auf dem Grundstück ein. Sie meinen, rasch das Haus abbrennen und zudem ihren Spaß mit der polizeilich gesuchten jungen Frau haben zu können. Lisbeth lenkt den einen durch Pfefferspray ab und streckt ihn durch einen Tritt in die Genitalien zu Boden. Der andere kommt hinzu und wird von Lisbeth durch einen Elektroschocker im Genitalbereich kampfunfähig gemacht. Ersterer ist wieder aufgestanden. Lisbeth schießt ihm in den Fuß.

Lisbeth setzt sich auf die Spur des Blonden. Über das Kennzeichen ermittelt sie eine Autovermietung und zwingt einen Angestellten, die Anmietdaten des Fahrzeugs herauszugeben, das der Hüne verwendet hat. Sie erfährt, dass er Ronald Niedermann heißt, fährt alleine zum Bauernhof ihres Vaters und dringt mit einer Pistole bewaffnet in dessen Haus ein. Dort wird sie jedoch von Niedermann überwältigt, der durch die Alarmanlage auf dem Grundstück vorgewarnt worden war.

Derweil hat Mikael Lisbeths neue Luxuswohnung gefunden und dort Hinweise darauf entdeckt, dass Lisbeth auf dem Weg zum Hof ihres Vaters ist.

Bei einer Unterredung mit ihrem Vater erfährt Lisbeth, dass Niedermann ihr Halbbruder ist. Der hebt auf Anweisung des Vaters ein Grab für sie aus, und Vater nebst Sohn führen sie ins Freie, um sie dort zu erschießen. Kurz darauf gelingt es ihr zu entkommen, doch ihr Vater streckt sie mit mehreren Schüssen nieder; Niedermann legt sie in das ausgehobene Grab und schüttet dieses zu. Sie kann sich jedoch befreien und lockt ihren Vater in einen Schuppen, wo sie ihn mit einer Axt angreift und dem Schwerverletzten die Pistole abnimmt. Kaum noch bewegungsfähig und blutüberströmt, kann sie noch einige Schüsse auf Niedermann abgeben. Der flieht jedoch, als Mikael mit seinem Wagen auf den Hof fährt. Dieser findet die Verletzten und informiert den Rettungsdienst.

Rezeption[Bearbeiten]

Verfilmung[Bearbeiten]

Der Roman wurde 2009 mit Mikael Nyqvist und Noomi Rapace in den Hauptrollen unter dem Titel Verdammnis verfilmt.

Hörspiel[Bearbeiten]

Auf Deutsch liegt der Roman in einer Hörspiel-Fassung auf Tonträger in einer Produktion des WDR vor mit Ulrich Matthes, Sylvester Groth und Anna Thalbach. Dieses Hörspiel wurde 2010 vom Kölner Verlag Random House Audio auf Tonträger veröffentlicht.[4]

Hörbuch[Bearbeiten]

Verdammnis erschien 2009 als gekürzte Lesung auf Tonträgern. Gelesen wurde der Titel von Dietmar Bär. Die Übersetzung erfolgte aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn. Für die Lesefassung und Regie zeichneten Thomas Krüger sowie der Verleger Schall & Wahn aus Bergisch Gladbach verantwortlich.[5] 2012 erschien bei Audible eine ungekürzte Version, gelesen von Dietmar Wunder.

Ausgaben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Verdammnis“ im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. „Verdammnis“ als Taschenbuch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  3. Informationen zum Buch auf der offiziellen Website der Buchverfilmung „Verdammnis
  4. „Verdammnis“ als Hörspiel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  5. „Verdammnis“ als Hörbuch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek