VfL Altenbögge

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VfL Altenbögge
Abzeichen des VfL Altenbögge
Voller Name Verein für Leibesübungen
1928 e.V. Altenbögge-Bönen
Ort Bönen
Gegründet 17. Mai 1928
Aufgelöst 1984
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Kampfbahn am Rehbusch
Höchste Liga Gauliga Westfalen
Erfolge Vizemeister der Gauliga
Westfalen 1943, 1944
Heim
Auswärts
Vorlage:Infobox Historischer Fußballverein/Wartung/UnvollständigHeim
Vorlage:Infobox Historischer Fußballverein/Wartung/UnvollständigAuswärts

Der VfL Altenbögge (offiziell: Verein für Leibesübungen 1928 e.V. Altenbögge-Bönen) war ein Fußballverein aus dem Bönener Ortsteil Altenbögge. Er wurde am 17. Mai 1928 gegründet und spielte vier Jahre in der damals erstklassigen Gauliga Westfalen. Die Vereinsfarben waren Rot und Weiß. Im Jahr 1984 fusionierte der Verein mit Eintracht Bönen und SG Grün-Weiß Bönen zur SpVg 1984 Bönen.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Frühe Jahre (1928 bis 1941)[Bearbeiten]

Einige junge Männer aus Altenbögge gründeten am 17. Mai 1928 den Verein, nachdem sie in den umliegenden Großstädten mehrere Fußballspiele besucht hatten.[1] Im Sommer 1928 wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Binnen weniger Jahre stürmten der VfL die Ligaleiter empor und erreichte 1934 zunächst die Kreisklasse und drei Jahre später die zweitklassige Bezirksklasse.[2] Aufgrund ihrer roten Trikots und des attraktiven Angriffsfußballs bekam die Mannschaft bald den Beinamen „Rote Husaren“.

Im Jahre 1940 erreichten die Roten Husaren erstmals die Aufstiegsrunde zur Gauliga Westfalen, wo die Mannschaft jedoch aufgrund des schlechteren Torquotienten am DSC Hagen scheiterte. Ein Jahr später klappte es besser. Mit einem 7:0-Sieg über Borussia Rheine gelang der Aufstieg, da der VfL nun seinerseits gegenüber den Rheinensern den besseren Torquotienten hatte. Die Altenbögger profitierten während des laufenden Zweiten Weltkrieges davon, dass fast alle Spieler in der Zeche Königsborn III/IV arbeiteten und damit als unabkömmlich galten.[1] Somit konnten der VfL stets in Bestbesetzung antreten, während andere Vereine hoffen mussten, dass ihre Spieler Fronturlaub erhielten.

Gauliga (1941 bis 1945)[Bearbeiten]

Nach dem Aufstieg übernahm der österreichischen Trainer Josef Uridil die Mannschaft. Die Verpflichtung des ehemaligen Stürmerstars war ein absoluter Glücksfall für den Verein. Seine Auffassung von Fußball und seine modernen Trainingsmethoden passten zur Mentalität der Spieler. In der Aufstiegssaison 1941/42 musste der VfL noch Lehrgeld bezahlen und verlor mit 1:11 beim FC Schalke 04 oder mit 4:13 gegen Arminia Bielefeld. Die SpVgg Röhlinghausen wurde mit 11:1 geschlagen, was der höchste Sieg der Roten Husaren in der Gauliga war. In der folgenden Saison 1942/43 ging der Höhenflug der „Roten Husaren“ weiter. Bis auf die Partie gegen Schalke, zu dem über 20.000 Zuschauer kamen[2] konnte der VfL alle Heimspiele gewinnen und gewann beide Partien gegen Borussia Dortmund. Am Saisonende wurden die Altenbögger Vizemeister, mussten aber auch den Abgang ihres Trainers Uridil verkraften.

Aber auch ohne Uridil wurde der VfL 1944 Vizemeister und konnten dem Serienmeister aus Schalke ein 1:1 abknöpfen. Um wegen der Kriegsverluste unter der Spielern weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen zu können, schloss sich der Verein am 7. September 1944 mit dem SuS Kaiserau zur Kriegsspielgemeinschaft KSG Altenbögge-Kaiserau zusammen.[2] Zur Saison 1944/45 wurde aus der eingleisige Gauliga eine dreigleisige Liga. Die KSG trug jedoch nur zwei Spiele aus, ehe die Saison abgebrochen werden musste.

Nachkriegszeit (1945 bis 1984)[Bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte im Juli 1945 die Fusion mit SV Bönen zu Rot-Weiß Bönen. Der Zusammenschluss war jedoch nicht von langer Dauer und im Februar 1946 spaltete sich Rot-Weiß in den VfL Altenbögge und der SG Grün-Weiß Bönen auf.[2] Zwischenzeitlich versammelten sich Vertreter der 18 Vereine, die zwischen 1939 und 1944 in der Gauliga Westfalen gespielt haben in der Vereinskneipe des VfL, um als Provisorium die Landesliga Westfalen zu gründen.[3] Noch in der Auftaktsaison 1945/46 reichte es zu Platz drei, jedoch verpassten die „Roten Husaren“ ein Jahr später die Qualifikation zur neu geschaffenen Oberliga West. Auch die 1949 eingeführte II. Division wurde verpasst.

Im Jahre 1950 stieg der VfL auch aus der Landesliga ab und war damit nur noch viertklassig. Durch eine Ligareform gelang zwei Jahre später ein Comeback in der Landesliga, wo zunächst Mittelmaß herrschte. In der Saison 1954/55 wurde die Mannschaft Vizemeister hinter dem Dortmunder SC 95, wo die „Roten Husaren“ zu einem spektakulären 7:5-Auswärtssieg kamen.[4] Ein Jahr später wurde der VfL erneut Vizemeister und qualifizierte sich für die neu geschaffene Verbandsliga Westfalen, wo die Altenbögger trotz einer 1:10-Niederlage bei der SpVgg Erkenschwick Sechster wurden. Ein Jahr später wurde die Mannschaft Vizemeister mit zwei Punkten Rückstand hinter der SpVg Beckum.

Doch der VfL konnte nicht an diesen Erfolg anknüpfen und stieg 1962 zusammen mit der TSG Rheda und dem ESV Münster in die Landesliga ab. Fünf Jahre später ging es in die Bezirksklasse hinunter. In den Spielzeiten 1970/71 und 1976/77 gaben die „Roten Husaren“ noch einmal Gastspiele in der Landesliga, ehe der Verein im Jahre 1980 den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen musste.[2] Vier Jahre später kam es zur Fusion mit der SG Grün-Weiß Bönen und dem 1980 gegründeten Verein Eintracht Bönen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinz Stock
  • Fritz Timpeltey

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1. AGON Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1, S. 238.
  2. a b c d e  Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON-Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 22.
  3.  Dietrich Schulze-Marmeling: Der Ruhm, der Traum und das Geld – Die Geschichte von Borussia Dortmund. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-480-4, S. 67.
  4.  Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952 - 1958. Hövelhof 2012, S. 111.