Bönen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bönen
Bönen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bönen hervorgehoben
51.5986111111117.7591666666667Koordinaten: 51° 36′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Unna
Fläche: 38,02 km²
Einwohner: 17.980 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 473 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59199
Vorwahlen: 0 23 83
Kfz-Kennzeichen: UN, LÜN
Gemeindeschlüssel: 05 9 78 008
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Bahnhof 7
59199 Bönen
Webpräsenz: www.boenen.de
Bürgermeister: Rainer Eßkuchen (SPD)
Lage der Gemeinde Bönen im Kreis Unna
Dortmund Ennepe-Ruhr-Kreis Hagen Hamm Kreis Coesfeld Kreis Soest Kreis Warendorf Märkischer Kreis Bergkamen Bönen Fröndenberg/Ruhr Holzwickede Kamen Lünen Schwerte Selm Unna WerneKarte
Über dieses Bild

Bönen ist eine Gemeinde im Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum östlichen Rand des Ruhrgebietes.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

7° 46’ 50” bis 7° 49’ 30” östl. Greenwich 51° 33’ 40” bis 51° 37’ 40” nord

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden und Osten grenzt die kreisfreie Stadt Hamm an das Bönener Gemeindegebiet, südliche Nachbarkommune ist die Kreisstadt Unna. Westlich von Bönen liegt die Stadt Kamen (Kreis Unna).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bönen besteht aus den sechs Ortsteilen: Altenbögge-Bönen, Bramey-Lenningsen, Flierich, Nordbögge, Osterbönen und Westerbönen.

Geschichte[Bearbeiten]

Laut Siedlungsforscher Prof. Albert K. Hömberg war „Boine“ in der vorkarolingischen Zeit der Name für einen Altsiedelraum. Dieser wurde im 10. Jahrhundert in einzelne Bauernschaften unterteilt. In alten Urkunden wird Bönen auch „Boynen“, „Boinen“ oder „Boine“ geschrieben. Diese Schreibweise geht auf das altdeutsche Wort Bön, Bün oder Bühn zurück und drückt eine erhöhte Lage aus. Um das Jahr 1032 wird Bönen in den Werdener Heberegistern genannt.

Der Ort bestand zunächst nur aus einer Ansammlung von Bauernhöfen, bis 1899 der Schacht 3 (zwei Jahre später Schacht 4) der Zeche Königsborn abgeteuft wurde. Es entwickelte sich eine Bergarbeitergemeinde, die in Spitzenzeiten bis zu 20.000 Einwohner hatte. 1981 wurde die Schachtanlage geschlossen. Seither befindet sich die Gemeinde in einem Prozess des Strukturwandels. Im Norden der Gemeinde ist ein großes Industrie- und Gewerbegebiet mit vielen neuen Arbeitsplätzen entstanden.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Bönen, Luftbild 2009

Als Konsequenz aus der zunehmenden Verzahnung der Siedlungsgebiete erfolgte am 1. April 1951 der kommunale Zusammenschluss von Bönen und Altenbögge zur Gemeinde Altenbögge-Bönen[2], die zum Amt Pelkum gehörte.

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1968 wurden die Kommunen Altenbögge-Bönen, Nordbögge, Westerbönen und Osterbönen (alle bislang dem Amt Pelkum zugehörig) sowie Bramey-Lenningsen und Flierich (beide Amt Rhynern) zur neuen Gemeinde Bönen zusammengeschlossen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner Frauen
31.12.2000 19.384 9.943
31.12.2003 19.014  ?
30.06.2007 19.035 9.840
31.12.2007 18.960 9.790
30.06.2008 18.806 9.712
31.12.2008 18.717 9.664
31.12.2009 18.630  ?
31.12.2012 18.023  ?

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Seit den letzten Kommunalwahlen in NRW im August 2009 setzt sich der Rat der Gemeinde wie folgt zusammen:

Partei Sitze Prozent
SPD 21 Sitze 54,9 %
CDU 8 Sitze 21,6 %
Die Grünen 5 Sitze 12,8 %
BgB 2 Sitze 4,5 %
FDP 2 Sitze 6,2 %

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975[Bearbeiten]

In der Liste[4][5][6][7][8] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

SPD-Cube.svg Cdu-logo.svg Bündnis 90 - Die Grünen Logo.svg Freie Demokratische Partei, Deutschland (logo - 2005).svg BgB Boenen Logo.jpg
Jahr SPD CDU Grüne1 FDP BgB
1975 62,6 % 26,2 % 11,2 %
1979 63,5 % 26,8 % 9,6 %
1984 62,4 % 23,9 % 7,3 % 6,4 %
1989 67,5 % 23,8 % 8,7 %
219942 56,0 % 22,3 % 9,1 % 3,5 % 6,3 %
1999 48,5 % 32,4 % 10,9 % 8,2 %
2004 56,1 % 28,3 % 9,5 % 6,2 %
2009 54,9 % 21,6 % 12,8 % 6,2 % 4,5 %
320143 44,3 % 28,1 % 13,0 % 3,7 % 6,6 %

Fußnoten

1 Grüne: 1984: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 1994: zusätzlich: REP: 2,7 %
3 2014: zusätzlich: Linke: 4,4 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum hauptamtlichen Bürgermeister wurde bei den Kommunalwahlen der ehemalige Kriminalbeamte Rainer Eßkuchen (SPD) mit 66,9 % im ersten Wahlgang gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Bönen zeigt eine rote, im Mittelalter gebräuchliche Fußfessel für Pferde, die sogenannte „Haile“, auf weißem Grund. Die zugehörige Gemeindeflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Im Kulturzentrum Alte Mühle finden neben Musik- und Theateraufführungen wechselnde Ausstellungen von Werken meist regional bekannter Künstler statt.

Im engeren regionalen Umfeld der Gemeinde bieten die Städte Unna, Kamen und Hamm zahlreiche kulturelle Angebote. Münster, Soest, Dortmund und das angrenzende Ruhrgebiet sind darüber hinaus kulturelle Anziehungspunkte. Mit dem Lichtkunstwerk „Yellow marker“ von Mischa Kuball ist Bönen im Kulturprojekt Hellweg – ein Lichtweg vertreten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Bönener Windmühle
Förderturm der ehemaligen Zeche Königsborn Schacht III/IV

Das älteste erhaltene Bauwerk der Gemeinde Bönen ist der um 1000 n. Chr. erbaute Kirchturm der alten Kirche auf der Anhöhe Bönens. Im Mittelalter diente er als Wehrturm. Das Kirchenschiff selbst wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, als die baufällig gewordene frühgotische Kirche abgebrochen werden musste.

Eine weitere Sehenswürdigkeit Bönens ist der Ortskern von Flierich. Den Mittelpunkt Flierichs bildet die im späten 12. Jahrhundert aus weichem Anröchter Sandstein erbaute und dem Heiligen Michael geweihte evangelische Dorfkirche, umgeben von einer fürs Mittelalter typischen fachwerklichen Rundbebauung. Im Inneren birgt die Kirche einen hängenden, achteckigen Kanzelkorb mit Schalldeckel aus dem Jahr 1750. Auf dem Kirchplatz, der bis ins Jahr 1826 als Begräbnisstätte diente, steht ein Kriegerdenkmal für die Fliericher Opfer des Preußisch-Österreichischen Krieges (1866) und des Frankreichkrieges (1870-1871). Am benachbarten Dorfplatz steht das Fliericher Backhaus, ein Fachwerkbau, der neben der Backstube auch ein kleines Heimatmuseum beherbergt. Komplettiert wird das mittelalterliche Erscheinungsbild Flierichs zum Beispiel durch ein fachwerkliches Wartehäuschen der Bushaltestelle und die zahlreichen Bauerngärten.

1860 wurde in Bönen eine Turmwindmühle gebaut, die heute unter Denkmalschutz steht. Im Jahr 1969 erfolgte der Ausbau zum Kulturzentrum. Neben den regelmäßig dort stattfindenden Kunstausstellungen und Kleinveranstaltungen beherbergt die alte Mühle im Turm das standesamtliche Trauzimmer.

Das einzige Bauwerk, das von der Schachtanlage der Zeche Königsborn III/IV nach deren Schließung im Jahre 1981 erhalten geblieben ist, ist der vom Architekten Alfred Fischer im Jahr 1929 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Förderturm. Mit einer Höhe von mehr als 60 Metern ist er ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde Bönen. Am 7. August 1999 präsentierte Mischa Kuball die von ihm geplante Lichtkunst „Yellow Marker“, bei der zwei gegenüberliegende Ecken des Turms mit gelben Leuchtröhren Nachts erhellt werden. Dabei bildet der Förderturm in Bönen den Ostpol und der ebenso illuminierte Förderturm des Bergwerks Rossenray im 80 km entfernten Kamp-Lintfort den Westpol, welche die Kultur- und Industrieregion des Ruhrgebiets umschließen. Ein daraufhin gegründeter Förderverein, später dann eine Bürgerstiftung (Gründung am 14. September 2003), verfolgt das Ziel der Umgestaltung zur dauerhaften Nutzung des alten Zechenturms als Ort größerer Veranstaltungen im und um den Förderturm.

Am ehemaligen Bahnhof Lenningsen erinnerte seit 1995 ein Rosenbeet mit „Elisabeth-Rosen“ an die dortige Übernachtung der britischen Königin Elisabeth II. im königlichen Sonderzug am 25. Mai 1965 während ihres ersten Deutschland-Besuchs. Da die Rosen den Winter 2009/2010 nicht überlebt haben, wurde das Beet im Frühjahr 2010 eingeebnet.[9] Im Herbst 2011 pflanzte die Interessengemeinschaft Lenningsen eines neues Beet mit der Edelrose „The Queen Elizabeth Rose“ an.[10]

Parks[Bearbeiten]

1992 entstand in der neu gestalteten Gemeindemitte eine Teichanlage mit Kinderspielplatz. 2004 wurde zusätzlich ein Boule-Feld angelegt.

Südlich des Ortsteils Bönen, im Wald Südholz gelegen, befindet sich ein ausgedehnter „Trimm-Dich-Pfad“ sowie ein großer Teich.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete in Bönen

Auf dem Bönener Gemeindegebiet sind vier Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 132 ha. ausgewiesen. Von Westen nach Osten sind dies die Gebiete Lettenbruch, Holzplatz, Sandbachtal und Horster Mühle. Das Naturschutzgebiet Seseke grenzt im Osten direkt an die Bönener Gemeindegrenze.

Bönens größtes Waldgebiet ist der teilweise zum Naturschutzgebiet erklärte Lettenbruch. Mitten durch diesen Mischwald führt die Bundesautobahn A2.

Heiliger Eichsberg: Am östlichen Ortsrand befand sich eine germanische Kultstätte, hier wurden auf einem Stein unter einer „heiligen Eiche“ Opfer gebracht und heidnische Götter angebetet. Diese Eiche soll mehr als ein Jahrtausend überdauert haben. Die heute noch so benannte Flur liegt am Herrenweg und ist heute eher bekannt als „Hexenberg“.

Östlich des Ortsteils Bönen liegt das Naturschutzgebiet Sandbachtal. Hier, wo das Bett des Sandbachs durch einen Waldstreifen am südlichen Hang des Röhrbergs führt, hat man einen weiten Ausblick auf den Haarstrang, der die natürliche Grenze zwischen dem flachen Münsterland und dem Mittelgebirge des Sauerlands bildet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Blick vom Förderturm in Richtung Hamm

Neben dem Bahnhof Bönen an der Bahnstrecke Hagen–Hamm besitzt auch der Ortsteil Nordbögge einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Dortmund–Hamm. Beide Bahnhöfe werden zur Hauptverkehrszeit in alle Richtungen mindestens einmal stündlich durch Regionalzüge bedient.

Für den Güterverkehr verfügt auch das Industrie- und Gewerbegebiet „Am Mersch“ über einen Gleisanschluss.

Die Anbindung der Ortsteile an den ÖPNV ist durch Buslinien bzw. Taxibusse gewährleistet.

Seit 1995 verfügt Bönen auch über eine Autobahnanschlussstelle an der A 2. Durch die unmittelbare Nähe zum Kamener Kreuz (Autobahnkreuz der Autobahnen A 1 und A 2) liegt Bönen verkehrsgünstig sowohl an einer wichtigen Nord-Süd- als auch West-Ost-Achse.

Durch Bönen führen die folgenden Landesstraßen (L):

  • Die L 663 führt von Dortmund über die Kamener Stadtteile Südkamen und Heeren-Werve durch die Bönener Ortsteile Bramey-Lenningsen und Flierich nach Hamm-Osterflierich (B 63).
  • Die L 665 führt von der B 61 im Hammer Stadtteil Pelkum über die Bönener Ortsteile Nordbögge und Altenbögge, den Kamener Stadtteil Heeren-Werve nach Unna bis zur ehemaligen B 233, der jetzigen L 678.
  • Die L 667 führt von der L 665 in Altenbögge über Bönen-Mitte, Osterbönen und die Hammer Stadtteile Rhynern und Uentrop bis zur L 822 auf dem Gemeindegebiet von Lippetal.
  • Die L 881 führt von der Kamener Straße (L 667) durch den Ortsteil Bramey-Lenningsen und den Unnaer Ortsteil Westhemmerde bis zur L 673 im Fröndenberger Ortsteil Frohnhausen.

Der nächstgelegene Flughafen ist in ca. 20 km Entfernung der Flughafen Dortmund.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Die Einzelhandelskette Woolworth erbaute 1992 im Industrie- und Gewerbegebiet am Mersch ein Lager, sein sog. „Distribution-Center“, für die zentrale Logistik und Warenversorgung Deutschlands und Österreichs. Seit der Insolvenz von Woolworth Deutschland im Jahre 2009 steht das Lager leer.
  • Die Textilienhandelskette KiK eröffnete 2001 im Gewerbegebiet am Mersch in der Siemensstraße ein Logistikzentrum bzw. seine Europazentrale und verlegte somit auch ihren Unternehmenssitz nach Bönen. Vom KiK-Zentrallager Bönen werden alle KiK-Filialen in Deutschland mit Waren versorgt.[11]
  • Am 1. Juli 2001 wurde das Produktionswerk des Futtermittelherstellers Ahrhoff im Gewerbegebiet Robert-Bosch-Straße eingeweiht.
  • Am 1. November 2005 wurde das Kompetenzzentrum „Bio-Security“ zur Verbesserung der Lebensmittelqualität und der Lebensmittelsicherheit im Gewerbegebiet am Mersch bezogen.
  • Im November 2006 eröffnete die Baumarktkette Hellweg ihr Zentrallager im Industriegebiet Rudolf-Diesel-Straße.
  • Neben dem Landtechnik-Unternehmen GEA Farm Technologies nutzen den Konglomerationsvorteil weitere mittelständische Unternehmen.
  • Das seit 1998 bestehende und auf die Gothic-, Wave- und Independentszene spezialisierte Plattenlabel Équinoxe Records ist in Bönen beheimatet.

Medien[Bearbeiten]

Lokale Tageszeitungen sind der Westfälische Anzeiger und die Westfälische Rundschau. In Bönen sind die Lokalradiosender Antenne Unna und Radio Lippewelle Hamm zu empfangen. Seit 1999 erscheint täglich das Boenen-Portal im Internet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Gemeindebücherei in Bönen
  • Jugendzentrum Café Sahne im Ortsteil Bönen
  • Jugendzentrum Go In im Ortsteil Bönen

Bildung[Bearbeiten]

Kulturzentrum Alte Mühle Bönen
  • Ermelingschule (Grundschule), Lenningsen
  • Goetheschule (Grundschule), Altenbögge
  • Hellwegschule (Grundschule), Bönen
  • Humboldtschule (Realschule), Bönen
  • Marie-Curie-Gymnasium, Bönen
  • Pestalozzischule (Hauptschule), Bönen
  • Volkshochschule, untergebracht im Kulturzentrum Alte Mühle, Bönen

Medizin[Bearbeiten]

Neben fünf Allgemeinmedizinern und Praktischen Ärzten gibt es verschiedene Facharztpraxen (Augenarzt, Frauenarzt, HNO - Arzt, Kinderarzt, Orthopäde, Zahnarzt) sowie homöopathische Praxen. Die übergeordnete medizinische Versorgung wird durch die Krankenhäuser in den angrenzenden Städten Kamen, Unna und Hamm sichergestellt.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Löschzug 1[Bearbeiten]

Durch die "Preußische Polizeiverordnung über die Verpflichtung zur Hilfeleistung bei Bränden" vom 21. Dezember 1904 wurden die Provinzen und Kommunen aufgefordert, Freiwillige Feuerwehren zu gründen. So kam es, dass sich im Jahr 1908 in den ehemaligen selbstständigen Gemeinden (Bönen – Altenbögge – Nordbögge – Wester-Osterbönen (Amt Pelkum) sowie Flierich – Bramey-Lenningsen (Amt Rhynern)) jeweils eigene Freiwillige Feuerwehren gründeten.

Bereits 1961 schlossen sich die Löschgruppen Bönen und Altenbögge zum Löschzug 1 zusammen. 1973 folgte dann der Beitritt der Löschgruppe Nordbögge zum Löschzug 1.[12]

Die im Norden und im Westen gelegenen Gemeindegebiete sowie die inneren Gemeindebereiche werden durch die Kräfte des Löschzugs 1 abgedeckt. Die insgesamt 78 Einsatzkräfte verfügen mit zehn Fahrzeugen über einen sehr gut ausgestatteten Fuhrpark, mit dem das anfallende Einsatzspektrum gut und effizient abgearbeitet werden kann. Die Einsätze, die der Löschzug 1 in der Vergangenheit bewältigen musste, reichten von Klein- und Mittelbränden in Wohngebäuden bis zum Großbrand auf dem Bauernhof oder im Industriegebiet, von der Tierrettung oder Unterstützung der Rettungsdienste bis zu Verkehrsunfällen mit bisweilen tödlichem Ausgang auf der vielbefahrenen Bundesautobahn 2 zwischen dem Kamener Kreuz und der Anschlussstelle Hamm sowie den Land- und Kreisstraßen. Die beiden durch das Einsatzgebiet des Löschzugs 1 verlaufenden Schienenstrecken der Deutsche Bahn AG (Unna-Hamm & Dortmund-Hamm) sind in der Vergangenheit ebenfalls Einsatzorte des Löschzugs gewesen.

Der Löschzug 1 trifft sich im regelmäßig alle 14 Tage dienstags um 20 Uhr zu den Übungsdiensten im Feuerwehrhaus an der Schulstraße 9 in Nordbögge. Termine zu den Übungsdiensten werden auf der Website der Feuerwehr Bönen im Terminkalender publiziert. Dazu kommen noch verschiedene Termine, z.B. Zugübungen, Sonderdienste und andere Aktionen.[13]

Löschzug 2[Bearbeiten]

Der Löschzug 2 trifft sich alle 14 Tage freitags zum Dienstabend.[14]

Jugendfeuerwehr[Bearbeiten]

Die im Jahr 1977 gegründete Jugendfeuerwehr Bönen trifft sich alle zwei Wochen dienstags von 18:00 bis 20:00 Uhr im Feuerwehrhaus des Löschzugs 1 in Nordbögge. Die Themenzusammenstellung über das Jahr betrachtet liegt hier bei 40 % feuerwehrtechnischem Inhalt und 60 % allgemeiner Jugendarbeit. Zu den regulären Diensten kommen noch Veranstaltungen auf Kreisebene hinzu. Hier messen sich die Jugendfeuerwehren auf kameradschaftlicher Weise in Schwimmturnieren, Orientierungsläufen, Volleyballturnieren, Waldläufen etc. Gerade hier, wird wie in der ganzen Arbeit der Jugendfeuerwehr ein besonderes Augenmerk auf die Teamarbeit gesetzt.[15]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere Bönener Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 208.
  3.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 63.
  4. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  5. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW
  6. Wahlergebnisse 1999 (PDF; 5,9 MB)
  7. Wahlergebnisse 2004 (PDF; 7,0 MB)
  8. Wahlergebnisse 2009 (PDF; 3,5 MB)
  9. Friedrich Westerhoff: Edle Rosen der Queen erfroren derwesten.de, 21. Mai 2010
  10. Klaus-Peter Wolter: Die Queen ist zurück in Lenningsen derwesten.de, 12. August 2011
  11. Tageszeitung Die Welt, 14. September 2007,: Jetzt spricht der geheimnisvolle Kik-Gründer, Interview mit Stefan Heinig
  12. Feuerwehr Bönen: [1]
  13. Feuerwehr Bönen: [2]
  14. Feuerwehr Bönen: [3]
  15. Feuerwehr Bönen: [4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bönen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien