Webley-Revolver

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Webley-Revolver
Webley IMG 6789.jpg
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: Webley Mk. VI
Einsatzland: Großbritannien, Länder des Commonwealth
Entwickler/Hersteller: Webley & Scott,
Birmingham
Herstellerland: Großbritannien
Produktionszeit: 1915 bis 1921
Waffenkategorie: Revolver
Ausstattung
Gesamtlänge: 286 mm
Gewicht: (ungeladen) 1,1 kg
Lauflänge: 152 mm
Technische Daten
Kaliber: .455 Webley (11,6 x 19 mm R)
Mögliche Magazinfüllungen: 6 Patronen
Munitionszufuhr: Revolvertrommel
Kadenz: 20 - 30 Schuss/min
Anzahl Züge: 7
Drall: rechts
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Die Webley-Revolver waren eine Serie von Faustfeuerwaffen, die in Großbritannien für den militärischen und polizeilichen Einsatz gefertigt wurden. Der bekannteste war der Webley Mk. VI, der im Ersten Weltkrieg als Ordonnanzwaffe der Streitkräfte des Vereinigten Königreiches und des Commonwealth diente.

Technik und Einsatz[Bearbeiten]

Charakteristisch für die englischen Webley-Revolver war der nach oben aufklappbare Rahmen (break-top revolver). Mit dem Öffnen des Rahmens wurden die Patronen von einem Auswerfer aus den Patronenkammern gezogen und konnten leicht entfernt werden. Alle Modelle verfügten über einen Spannabzug. Die Pulverladung der Munition wurde zwar auf Kordit umgestellt, gleichwohl waren die Geschosse recht langsam. Die Mündungsgeschwindigkeit überschritt nie 200 m/s. Mit einem Geschossgewicht von mehr als 17 Gramm war der Rückstoß trotzdem erheblich. Berufssoldaten erhielten das erforderliche Training, um diese recht schwere Waffe treffsicher einzusetzen zu können. Mit den verlustreichen Schlachten des Ersten Weltkrieges wurden jedoch viele unzureichend ausgebildete Rekruten an die Front geschickt, denen die Handhabung der Revolver Schwierigkeiten bereitete. Aufgrund des hohen Verarbeitungsstandards waren die Webleys nahezu unverwüstlich und bewährten sich auch unter den extremen Bedingungen des Grabenkrieges. Die königliche Armee und Marine übernahm die ersten Webleys im Jahr 1887 in ihre Ausrüstung. Den ersten größeren Einsatz erfuhren sie im Zweiten Burenkrieg. Obwohl offiziell 1932 durch den Enfield No. 2 Mark I abgelöst, fanden viele Webleys auch im Zweiten Weltkrieg Verwendung. Im Vereinigten Königreich wurden die letzten Exemplare erst gegen 1970 ausgemustert. Bis dahin dienten sie als Dienstwaffen der Royal Ulster Constabulary und der Ulster Special Constabulary in Nordirland.

Varianten[Bearbeiten]

Modell Einführungsjahr Kaliber Details
Mark I. 1887 .455 Ursprungsmodell, noch für Schwarzpulver-Patronen eingerichtet, das Griffstück ist leicht zugespitzt (Vogelkopf-Griff)
Mark II. 1894 .455 Leicht modifizierte Version gegenüber Mk I: verstärkter Verschluss und Hammer
Mark III. 1897 .455 Verbessertes Rahmenschloss, zum Reinigen konnte die Trommel ausgebaut werden
Mark IV. 1899 .455 Burenkriegsmodell, Verwendung einer stärkeren Stahlsorte
Mark V. 1913 .455 Umstellung auf rauchlose Munition, entsprechende Verstärkung der gesamten Konstruktion
Mark VI. 1915 .455 Weltkriegsmodell, für die Massenfertigung vereinfachte Einzelteile, vom Mk. VI allein wurden über 100.000 Stück gebaut. Griffstück mit flachem Ende
Mark III. 1923 .38 Police & Civilian: kleineres und handlicheres Behördenmodell im Kaliber .38/200
Mark IV. 1942 .38 Military & Police: Militärmodell aus der Basis des Mk III

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Webley Mk VI – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Webley Mk IV – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien