Der Malteser Falke

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Der Malteser Falke (engl. Originaltitel: The Maltese Falcon) ist ein Roman von Dashiell Hammett aus dem Jahr 1930, der dreimal verfilmt wurde (1931, 1936 unter dem Titel Satan Met a Lady und 1941). Der Malteser Falke selbst ist dabei eine wertvolle, mit Edelsteinen besetzte Goldstatuette, die zum Zweck der Tarnung schwarz bemalt (möglicherweise emailliert) wurde.

Dashiell Hammett kehrt in seinem Roman die klassische Rollenverteilung des Krimis von „Schurke“ und „Detektiv“ um. Im Verlauf des Romans wird es immer deutlicher, dass jeder Charakter in erster Linie seinen eigenen Vorteil sucht, ohne Moral oder Gesetze zu beachten. Der Leser wird darüber im Dunkeln gelassen, ob der Privatdetektiv Sam Spade in seinen Verhandlungen mit den Verbrechern ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert ist oder dies nur vorgibt, um den Fall zu klären. Nur ganz zum Schluss, als sich herausstellt, dass der „Schatz“ nicht gehoben werden kann, werden die geschehenen Morde aufgeklärt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis wird hier die Gesellschaft nicht in die „normalen“ Rechtschaffenen und die „unnormalen“ Verbrecher eingeteilt. Jeder erscheint als (potentiell) korrupt; Der Malteser Falke bricht mit traditionellen Klischees und gilt als einer der ersten Kriminalromane des Realismus.

Verfilmung[Bearbeiten]

Die Verfilmung von 1941 mit dem Titel Die Spur des Falken (unter der Regie von John Huston und mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle als Sam Spade sowie Sydney Greenstreet, Mary Astor und Peter Lorre) gilt heute als einer der Klassiker des Kriminalfilms und bildet mit einigen anderen etwa zur gleichen Zeit entstandenen Filmen den klassischen Kern des Film noir.