Wieland Kuijken

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Wieland Kuijken (* 31. August 1938 in Dilbeek bei Brüssel) ist ein belgischer Viola da gamba-Spieler und Cellist.

Mit fünfzehn Jahren begann Wieland Kuijken das Studium des Klaviers und später Cello am Konservatorium von Brügge, 1957 wechselte er an das königliche Konservatorium Brüssel, wo er seine Studien 1962 abschloss. Er begann jedoch schon vorher, sich auch für die Viola da gamba zu interessieren. Seit 1958 war er Mitglied im Ensemble Musiques Nouvelles, welches sich in erster Linie der Avantgardemusik widmete und dessen Ableger dem Alarius Ensemble Brüssel, dem er bis 1972 verbunden blieb.

Das Alarius Ensemble konzentrierte sich ab 1968 zunehmend auf die Historische Aufführungspraxis. Hier arbeitete er mit seinem Bruder, Sigiswald Kuijken, dessen Frau Marleen Thiers und Robert Kohnen, später auch Barthold Kuijken. Ab 1972 entstand das Ensemble La Petite Bande und später das Kuijken Streichquartett. Mit Gustav Leonhardt, Frans Brüggen und Alfred Deller spielte er zahlreiche Werke der Kammermusik ein. Heute zählt er in seiner Generation zu den gefragtesten Interpreten Alter Musik auf dem Barockcello und der Viola da gamba.

Als Pädagoge war er seit den 1970er Jahren an den königlichen Konservatorien von Antwerpen, Brüssel und Den Haag, seit 1973 auch in Innsbruck tätig. 2004 beendete er seine Dozententätigkeit. Er hat eine immense Reihe von Musikern in der zwischenzeitlich vergessenen Kunst der Viola da gamba geprägt und inspiriert, darunter Jordi Savall.

Regelmäßig wird er als Juror zu internationalen Wettbewerben in Brügge, Paris, Boston oder Utrecht eingeladen. Er ist ein gefragter Dozent bei Meisterkursen in verschiedenen Ländern Europas. [1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.metamusique.com/activites/2009/simaw/session_2009.htm