Frans Brüggen

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Frans Brüggen (* 30. Oktober 1934 in Amsterdam) ist ein niederländischer Dirigent und Blockflötist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Frans Brüggen studierte bei Kees Otten am Konservatorium des Vereins Muzieklyceum („Conservatorium van de Vereniging Muzieklyceum“) in Amsterdam, wo er als einer der Ersten in den Niederlanden das Hauptfach Blockflöte mit dem Diplom abschloss. Brüggen gilt als einer der bedeutenden Blockflötenspieler des 20. Jahrhunderts und als jemand, der zu einer Renaissance dieses Instruments beitrug. Mit 21 Jahren bereits wurde er zum Professor am Königlichen Konservatorium von Den Haag ernannt. Später wirkte er als Professor in Harvard und Berkeley. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Wiederentdeckung verschollener Meister des 17. und 18. Jahrhunderts. Seine Interpretationen barocker und frühbarocker Werke erlangten enorme Popularität und übten großen Einfluss auf eine große Anzahl jüngerer Musiker aus. Die Blockflöte wurde durch ihn als Konzertinstrument wieder salonfähig gemacht.

1981 gründete Brüggen das Orchester des 18. Jahrhunderts. Von 1991 bis 1994 leitete er das Niederländische „Radio Kamerorkest“. Seit 1994 ist Brüggen Gastdirigent beim Orchestra of the Age of Enlightenment. 2010 wurde Frans Brüggen für seine musikalischen Verdienste mit dem „Prins Bernhard Kulturfonds Prijs“ ausgezeichnet [1]. Im selben Jahr verlieh ihm die niederländische Königin die „Eremedaille voor Kunst en Wetenschap“ [2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prins Bernhard Kulturfonds Prijs
  2. Ehrenmedaille für Frans Brüggen