Frans Brüggen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frans Brüggen (* 30. Oktober 1934 in Amsterdam; † 13. August 2014[1] ebenda) war ein niederländischer Dirigent und Blockflötist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Frans Brüggen studierte Blockflöte bei Kees Otten am Konservatorium des Vereins Muzieklyceum („Conservatorium van de Vereniging Muzieklyceum“) in Amsterdam und Querflöte bei Hubert Barwahser und Johan Feltkamp. Als einer der Ersten in den Niederlanden konnte er sein Studium mit dem Hauptfach Blockflöte abschließen; zuvor war Blockflöte als Hauptfach nicht zugelassen.[2] Brüggen gilt als einer der bedeutenden Blockflötenspieler des 20. Jahrhunderts und als jemand, der zu einer Renaissance dieses Instruments beitrug. Mit 21 Jahren bereits wurde er zum Professor am Königlichen Konservatorium von Den Haag ernannt. Später wirkte er als Professor in Harvard und Berkeley. Besonders verdient gemacht hat er sich um die Wiederentdeckung verschollener Meister des 17. und 18. Jahrhunderts. Seine Interpretationen barocker und frühbarocker Werke erlangten enorme Popularität und übten großen Einfluss auf eine große Anzahl jüngerer Musiker aus. Die Blockflöte wurde nicht zuletzt durch ihn als Konzertinstrument wieder salonfähig gemacht.

1981 gründete Brüggen das Orchester des 18. Jahrhunderts. Von 1991 bis 1994 leitete er das Niederländische „Radio Kamerorkest“. Seit 1994 war Brüggen Gastdirigent beim Orchestra of the Age of Enlightenment. 2010 wurde Frans Brüggen für seine musikalischen Verdienste mit dem „Prins Bernhard Kulturfonds Prijs“ ausgezeichnet [3]. Im selben Jahr verlieh ihm die niederländische Königin die „Eremedaille voor Kunst en Wetenschap“ [4]

Brüggen nannte eine bedeutende Sammlung barocker Block- und Traversflöten sein Eigen, unter anderem von Pierre Jaillard Bressan sowie anderen bekannten Flötenbauern des Barock und trug viel zum originalen Nachbau dieser Instrumente bei.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dutch News: Conductor Frans Bruggen dies
  2. Gerhard R. Koch: Revolution des Alten. Zum Tod des Flötisten und Dirigenten Frans Brüggen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. August 2014, S. 11.
  3. Prins Bernhard Kulturfonds Prijs
  4. Ehrenmedaille für Frans Brüggen