Friedrich von Oranien-Nassau (1797–1881)

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Prinz Friedrich von Oranien-Nassau

Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau (niederländisch: Willem Frederik Karel van Oranje-Nassau; * 28. Februar 1797 in Berlin; † 8. September 1881 in Wassenaar), Prinz von Oranien-Nassau, Prinz der Niederlande, war der zweite Sohn des Königs Wilhelm I. und der Prinzessin Wilhelmine von Preußen.

Leben[Bearbeiten]

Er wurde größtenteils am preußischen Hof erzogen, machte den Feldzug von 1813 mit, trat dann in das niederländische Heer ein und focht in der Schlacht bei Waterloo. Nach dem Familienvertrag vom 4. April 1815 sollte er, sobald sein älterer Bruder Wilhelm König der Niederlande werde, die deutschen Erblande der Familie Oranien-Nassau, da diese aber ausgetauscht wurden, als souveräner Großherzog Luxemburg erhalten; doch trat er seine Ansprüche 1816 gegen eine Entschädigung in Domänen mit 190.000 Gulden jährlicher Einkünfte ab und erhielt den Titel Prinz der Niederlande.

Bald darauf wurde er Generalkommissar des Kriegsdepartements, Generaloberst und Feldmarschall der Landmacht, 1829 Admiral des Königreichs und Großmeister der Artillerie und entwickelte in diesen Ämtern große Tätigkeit. 1830 an die Spitze eines Korps gestellt, das Brüssel unterwerfen sollte, wurde er zum Rückzug gezwungen. Um die Organisation des Heers und die Kriegsverwaltung machte er sich mannigfach verdient, bis ihn der Rücktritt seines Vaters von der Regierung bestimmte, sich von allen öffentlichen Geschäften zurückzuziehen.

Friedrich wurde 1816 in Berlin in die Freimaurerloge Zu den drei Weltkugeln aufgenommen und war danach 60 Jahre lang Großmeister des Großostens der Niederlande; auch hatte er das Protektorat über ein österreichisches Freimaurer-Kränzchen Munificentia in Karlsbad inne, zu einer Zeit, als die Freimaurerei in Österreich verboten war. Er machte dem Großosten die Bibliotheca Klossiana aus Frankfurt am Main und das Großlogengebäude in Den Haag zum Geschenk.

Prinz Friedrich lebte teils in den Niederlanden, teils in der von ihm gekauften Standesherrschaft Muskau in der Oberlausitz, wo er der letzte Standesherr war, der sich aktiv um den heutigen Fürst-Pückler-Park landschaftskünstlerisch kümmerte, wofür er Eduard Petzold zum Parkdirektor berief. Er starb am 8. September 1881, die Nachfolge in der Standesherrschaft Muskau trat seine Tochter Marie, inzwischen Fürstin zu Wied, an.

Er wurde 1816 der zweite Chef und 1823 Namenspatron des Infanterie-Regiments „Prinz Friedrich der Niederlande“ (2. Westfälisches) Nr. 15.

Nachkommen[Bearbeiten]

Friedrich war seit 1825 mit der Prinzessin Luise von Preußen, Tochter des Königs Friedrich Wilhelm III., verheiratet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uwe Schögl (Red.): Oranien. 500 Jahre Bildnisse einer Dynastie aus der Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien und der Niederländischen Königlichen Sammlung Den Haag. (Ausstellung vom 1. Februar bis 19. März 2002, Camineum der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien). Österreichische Nationalbibliothek u. a., Wien 2002, ISBN 3-01-000028-6, S. 112.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedrich von Oranien-Nassau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien