Wilhelm Huberts

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Wilhelm Huberts (auch Willi bzw. Willy; * 22. Februar 1938 in Voitsberg, Steiermark) ist ein ehemaliger Profifußballer und österreichischer Nationalspieler. Er war der erste österreichische Spieler in der deutschen Fußball-Bundesliga.

Huberts begann seine Laufbahn in seiner weststeirischen Heimat beim ASK Voitsberg. Von dort holte ihn der GAK 1955 in das Stadion an der Körösistraße. Durch seine herausragenden technischen Fähigkeiten und Torjägerqualitäten wurde er bald vom Grazer Publikum bewundert und verehrt.

Als der GAK 1959 in New York City eine Reihe von Freundschaftsspielen (darunter auch zwei gegen Real Madrid) austrug, überzeugte der Mittelfeldspieler dermaßen, dass er im Folgejahr von den New York Hungarians verpflichtet wurde. Mit diesem Klub konnte er 1962 den U.S. Open Cup (heute der Lamar Hunt U.S. Open Cup) gewinnen.

In den Jahren 1959 bis 1960 bestritt er bereits vier Länderspiele, wobei er im Debüt gegen die belgische Nationalelf den zweiten Treffer zum 2:0-Auswärtssieg erzielen konnte. Mit dem Wechsel nach New York setzte der aufstrebende Profi seiner Laufbahn als Nationalspieler des ÖFB jedoch ein jähes Ende, da die damaligen Verkehrsmöglichkeiten keine Einberufungen mehr ermöglichten. Auch nach seinem späteren Wechsel zu Eintracht Frankfurt konnte er seine Laufbahn als Nationalspieler nicht mehr fortsetzen, da zu jener Zeit die Legionäre von den Vereinen nur für große Turniere freigestellt wurden.

1962 kam er nach Europa zurück und spielte von 1962 bis 1963 bei AS Roma. 1963 wechselte er zu Eintracht Frankfurt, einem Gründungsmitglied der neugeschaffen Bundesliga. Mit Huberts stellten die Mainstädter in der Erstsaison einen von nur vier Legionären im deutschen Profifußball und dabei den einzigen Österreicher. In den 1960er Jahren war Huberts eine zentrale Figur im Team der Frankfurter Eintracht. Er trug meist die Rückennummer 10 und bestritt insgesamt 247 Pflichtspiele, wobei er 80 Tore erzielte. Auf Grund seiner technischen Fertigkeiten konnte Huberts auf nahezu allen Feldspielerpositionen eingesetzt werden. In Frankfurt spielte er zunächst vornehmlich offensiv orientiert, später, unter Trainer Erich Ribbeck, wurde er als Libero entdeckt und eingesetzt.

In der Saison 1970/71 wechselte er zurück nach Österreich, vorerst für ein Jahr zur Austria Wien, um schließlich seine Spielerkarriere von 1971 bis 1975 bei seinem Stammverein GAK ausklingen zu lassen. Als Trainer war er anschließend noch bei Kapfenberg, DSV Alpine Donawitz und dem Linzer Athletik Sportklub (LASK) tätig.