Wilhelm von Hanno

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Andreas Friedrich Wilhelm von Hanno
Der Vorschlag von Heinrich Ernst Schirmer und Wilhelm von Hanno zum Bau des neuen Parlementsgebäude gewinnt 1856 den Wettbewerb. Er wurde aber schließlich vom Parlament abgelehnt
von Hanno´s Grönlandkirche Grønland kirke, gebaut 1868

Andreas Friedrich Wilhelm von Hanno (* 15. Dezember 1826 in Hamburg; † 12. Dezember 1882 in Christiania) war ein deutsch-norwegischer Architekt, Bildhauer, Maler und Grafiker.

Werdegang[Bearbeiten]

Nach seiner Schulbildung machte er von 1840–1849 bei der „Hamburgischen Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Gewerbe“ seine künstlerische Ausbildung, zunächst als Grafiker, Bildhauer und Architekt. Von besonderer Bedeutung war sein Studium bei dem Architekten Alexis de Chateauneuf von 1843 bis 1848 und sein erster Einsatz an der Hauptkirche Sankt Petri-Kirche in Hamburg. Ab 1850 ging Wilhelm von Hanno mit de Chateauneuf zunächst als Bauleiter nach Christiania. Als Alexis de Chateauneuf erkrankte, führte er dessen Projekte als Architekt weiter und blieb für den Rest seines Lebens in Norwegen. Dort baute er eine Reihe von wichtigen und monumentalen Gebäuden in Christiania (Oslo), viele gemeinsam mit Heinrich Ernst Schirmer. Er entwarf das bekannte Motiv, der norwegischen „Posthorn-Briefmarken“, der weltweit ältesten andauernden Briefmarkenserie der Welt, die seit 1872 im Umlauf ist.[1]

Struve-Bogen[Bearbeiten]

Am Struve-Bogen entwarf Von Hanno 1854 das Meridianmonument in Hammerfest im Stadtteil Fuglenes (1856 fertiggestellt), wo man damit der ersten internationalen Erdvermessung gedachte. Heute ist die Meridiansäule in Hammerfest ein Symbol der nördlichsten Stadt Norwegens, sowie der nördlichste Endpunkt des russisch-skandinavischen Meridianbogens dieses langgestreckten Netz geodätischer Vermessungspunkte. Das Monument wurde 2005 gemeinsam mit dem Struve-Bogen in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Struve-Bogen erstreckt sich von Hammerfest bis zum Schwarzen Meer, deren Messungen wurden 1816-1855 von deutschbaltischen Astronomen Wilhelm von Struve (1793–1864) durchgeführt.

Wilhelm von Hanno gemeinsam mit Heinrich Ernst Schirmer[Bearbeiten]

Wilhelm von Hanno ging eine geschäftliche Partnerschaft mit seinem Landsmann und Architekten Heinrich Ernst Schirmer ein. Schirmer und von Hanno bauten zusammen die Trefoldighetskirken (Dreifaltigskirche) in Oslo (fertiggestellt um 1858), deren Bau ursprünglich von Alexis de Chateauneuf initiiert wurde. In den Jahren 1853 bis 1864 und bauten sie in Norwegens die erste Bahnhöfe, entlang der Hovedbanen (1853–1854) und Kongsvingerbanen (abgeschlossen 1863). Die von ihnen gebauten Empfangsgebäude hatten einen großen Einfluss auf die norwegische Holzarchitektur in den ländlichen Regionen des Landes. Sie führten auch eine Reihe von militärischen Bauten, wie auch der Ausbau der Festung Akershus (1858–1870). Weiterhin entwarf er ebenfalls mit ihm, das Bezirksgefängnis in Larvik, die Bebauung an der Kirkegata 24, ein Hauptgebäude für die Norwegische Kreditbank (Den norske Creditbank) und ein Hotel-Gebäude in der Dronningens Gate, das von 1860–1913 gebaut wurde. Ihr geplantes Gebäude im neogotischen Stil für das neue norwegische Parlament, gewann zwar den Architekturwettbewerb, wurde aber schließlich doch nicht gebaut, da man sich für den Entwurf von Emil Victor Langlet entschied.[2] Um 1864 zerbrach die Zusammenarbeit, als von Hanno's Entwurf, einen Architekturwettbewerb zum Bau der Grönlandkirche gewann.[3]

Familie[Bearbeiten]

Wilhelm von Hanno heiratete 1859 Maria Theresia Pallenberg (1827-1898). Sie waren die Großeltern des norwegischen Künstlers Carl von Hanno.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilhelm von Hanno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 15. november 2010 - Posthorn. In: www.posten.no. 15. November 2010, abgerufen am 16. Juli 2011 (norwegisch).
  2. arc!Arkitekturhistorie. In: www.artemisia.no. 16. Juli 2011, abgerufen am 16. Juli 2011 (norwegisch).
  3. Arkitekter: Schirmer og von Hanno. In: www.artemisia.no. 16. Juli 2011, abgerufen am 16. Juli 2011 (norwegisch).