Will Glahé

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Will Glahé (Gustav Adolf Wilhelm Glahe; * 12. Februar 1902 in Elberfeld, heute zu Wuppertal; † 21. November 1989 in Rheinbreitbach) war ein deutscher Akkordeonist, Komponist und Bandleader.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Glahé studierte an der Musikhochschule Köln und finanzierte sich das Studium durch Auftritte als Pianist in Kölner Cafés. 1929 wurde er Mitglied beim Dajos Béla Orchestra. 1932 gründete er sein eigenes Orchester, das im Berliner Delphi-Palast residierte. In den 1930er Jahren gehörte Will Glahé neben Heinz Munsonius und Albert Vossen zu den erfolgreichsten Akkordeonisten in Deutschland. Erfolgreich war er vor allem mit volkstümlichen Klängen. Einer seiner ersten großen Erfolge war 1936 die Aufnahme der Polka Rosamunde von Jaromir Vejvoda; ein Erfolg, den er 1939 in den USA mit der Aufnahme der gleichen Komposition unter dem Titel Beer Barrel Polka noch übertraf. Nach dem 2. Weltkrieg avancierte er in den USA endgültig zum „Polkakönig“. Im November 1957 erlebte er noch einmal ein Comeback durch die Liechtensteiner Polka, komponiert vom Kölner Rudi von der Dovenmühle. Durch die Polkamusik wurde Glahé viel bekannter als Akkordeonspieler und nicht so sehr als Pianist. Neben volkstümlicher Musik pflegte das Orchester Will Glahé auch den Bigband-Sound, und Glahé komponierte auch Filmmusiken. Glahé, der auch unter dem Pseudonym Karl Erpel tätig war, hat insgesamt 17 Goldene Schallplatten erhalten.

Lexikalische Einträge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]