William Hardy McNeill

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

William Hardy McNeill (* 31. Oktober 1917 in Vancouver) ist ein US-amerikanischer Historiker kanadischer Abstammung.

Leben[Bearbeiten]

William McNeill, Sohn des Theologen John T. McNeill, studierte an der University of Chicago, wo er 1938 den Bachelor- und 1939 den Master-Grad erlangte. 1947 schloss er seine Dissertation an der Cornell University erfolgreich ab (PhD). Bis 2006 war er Professor für Geschichte an der University of Chicago, seitdem ist er emeritiert. Im Februar 2010 bekam McNeill von US-Präsident Barack Obama die National Humanities Medal verliehen, für sein Lebenswerk als Professor und Autor von mehr als zwanzig einflussreichen Büchern zu Geschichte und Zivilisation.

Forschung[Bearbeiten]

McNeill ist einer der wichtigsten Forscher und Autoren im Bereich der Weltgeschichte (engl. "world history"), im Sinne einer interdependenten Welt, die von sich gegenseitig beeinflussenden Zivilisationen oder Kulturkreisen geprägt ist. Er veröffentlichte auch Werke zum Aufstieg der westlichen Zivilisation, in denen er auch deren – in seinen Augen – immensen Einfluss auf den Rest der Welt darlegte. Seine wohl bekanntesten Werke sind "The Rise of the West: A History of the Human Community" (1963), für das ihm 1964 den US-National Book Award in der Kategorie "Geschichte und Biographie" verliehen wurde und "Plagues and Peoples", eine Geschichte der Epidemien in der Menschheitsgeschichte (1976). Er verfasste zudem eine Biographie des berühmten englischen Historikers und Geschichtsphilosophen Arnold J. Toynbee (1989).

Er ist der Vater von John Robert McNeill (*1954), einem Historiker, der seit 1985 Geschichtsprofessor an der Georgetown University ist.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Auf deutsch sind erschienen:

  • Krieg und Macht, München: Beck, 1984
  • Die grossen Epidemien, Bergisch Gladbach: Lübbe, 1983
  • Seuchen machen Geschichte, München: Pfriemer, 1978

Weblinks[Bearbeiten]