Windischholzhausen

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50.94694444444411.091388888889268Koordinaten: 50° 56′ 49″ N, 11° 5′ 29″ O

Windischholzhausen
Landeshauptstadt Erfurt
Ehemaliges Ortswappen
Höhe: 260–280 m
Fläche: 2,26 km²
Einwohner: 1687 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. Juli 1994
Postleitzahl: 99099
Vorwahl: 0361
Karte

Lage von Windischholzhausen in Erfurt

Kirche St. Michaelis

Kirche St. Michaelis

Windischholzhausen ist seit 1994 ein Stadtteil von Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens. Durch ihn führt unterhalb des Willrodaer Forstes die Straße von Erfurt nach Schellroda.

Geschichte[Bearbeiten]

Es gibt den Fund einer Axt bereits aus der Steinzeit. Aus dem frühen Mittelalter, als Slawen hier angesiedelt wurden, stammt ein größeres Gräberfeld. Der Ort wurde erstmals 1286 urkundlich erwähnt, als die Grafschaft Vieselbach ihn an die Stadt Erfurt verkaufte. Frühere Namen des Dorfes: Holzhusen, Holzhusa, Winzholzen, Winde-Holzen, Windisch-Holzen. Die Betonung des Wendischen im Namen bedeutet auch, dass Slawen in den Dörfern der Gegend nicht die Regel waren. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Windischholzhausen schwer zerstört.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1843: 0225[1]
  • 1910: 0409[2]
  • 1939: 0513[3]
  • 1990: 0483[4]
  • 1995: 0605
  • 2000: 1328
  • 2005: 1611
  • 2010: 1639
  • 2012: 1687[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren siedelte sich in Windischholzhausen die Mikroelektronik-Industrie an. Ein neues Wohngebiet entstand, und der Ort erhielt Anschluss an das Straßenbahnnetz Erfurts. Ab den 1990er Jahren entwickelten sich neue Siedlungsgebiete und ein Gewerbegebiet.

2000 bis 2003 entstand an der Haarbergstraße der Neubau des Katholischen Krankenhauses Erfurt

Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz hat seinen Sitz gegenüber vom Katholischen Krankenhaus in der Haarbergstr. 61

Der Ortsteilbürgermeister ist Axel Hoppe (SPD).

Südöstlich von Windischholzhausen befindet sich ein Fernmeldeturm.

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Die Dorfkirche St. Michaelis aus dem 12. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz. (Lage→50.94710244305611.0920098425) Sie erhielt im Jahre 1820 eine Orgel vom Stadtilmer Orgelbauer Salfelder.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843.
  2. gemeindeverzeichnis.de
  3. verwaltungsgeschichte.de
  4. Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie: Umwelt regional.
  5. Bevölkerung der Stadtteile

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Windischholzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien