Xstrata

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Xstrata plc [1]
Xstrata-Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN GB0031411001
Gründung 1926 (als Südelektra AG)
Sitz Zug, Schweiz [1]
(Hauptsitz)
London, Grossbritannien
(als Zweigniederlassung)

Leitung

Mitarbeiter 37'698 (2007)
Umsatz 22,732 Mrd. Mrd. USD (2009) [2]
Branche Bergbau
Website www.xstrata.com

Xstrata plc ist ein international tätiges Schweizer Bergbauunternehmen, das als public limited company in London eingetragen ist, seinen Hauptsitz aber in Zug hat. Das Unternehmen ist sowohl an der Londoner wie auch der Schweizer Börse kotiert. Xstrata beschäftigt laut eigenen Angaben direkt und indirekt rund 50'000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 22,732 Milliarden US-Dollar (Vorjahr 27,952 Milliarden US-Dollar). Hauptaktionär von Xstrata ist mit einem Anteil von 34,38 % die im Rohstoffhandel tätige Glencore.[2]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Xstrata wurde 1926 als Südelektra AG gegründet und war zunächst bei Infrastruktur- und Stromprojekten in Lateinamerika tätig. Durch eine Vielzahl von Übernahmen expandierte das Unternehmen zu einem breit diversifizierten Bergbauunternehmen. 1999 änderte die in Zug ansässige Südelektra AG ihren Namen in Xstrata AG. Anlässlich des 2002 erfolgten Börsenganges organisierte sich die Unternehmensgruppe neu. Die bisherige Xstrata AG wurde dabei als Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht aufgelöst und als Xstrata plc zur Publikumsgesellschaft. Hauptsitz blieb dabei weiterhin Zug.

Xstrata ist seither nicht zuletzt dank mehrerer großer Übernahmen und des Rohstoffbooms zu einem der umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz angewachsen und betreibt Unternehmen und Projekte in insgesamt 18 Ländern. Der einzige Standort von Xstrata in Deutschland ist eine Zinkhütte in Nordenham.[3]

Am 7. Februar 2012 wurde bekanntgegeben, dass sich Xstrata mit der in Baar domilizierten Glencore über eine Fusion verständigt hat. Einige grössere Aktionäre haben jedoch dagegen Widerstand angekündigt, auch stehen die Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden noch aus.[4]

[Bearbeiten] Geschäftsfelder

Das Haupttätigkeitsgebiet der Unternehmensgruppe umfasst die Förderung von Kupfer, Kohle, Nickel, Vanadium und Zink. Zusätzlich fördert Xstrata auch Platin, Gold, Kobalt, Blei und Silber und ist stark im Recycling tätig. Xstrata ist in 18 Ländern auf sechs Kontinenten aktiv. Der Hauptaktionär Glencore übernimmt für Xstrata die Vermarktungsrechte unter anderem für Nickel, Kobalt, Kupfer und Vanadium.[5]

[Bearbeiten] Kritik

Xstrata liegt in den Nachhaltigkeitsberichten einer Schweizer Fachhochschule (Fachhochschule Nordwestschweiz) regelmäßig auf den vordersten Rängen. Wobei der Forschungsleiter betont, dass der Bericht nicht angibt, ob ein Unternehmen nachhaltig wirtschaftet oder sozial agiert, sondern nur misst, wie gut das Unternehmen darüber berichtet.[6] Für den Umgang mit seinen Minenarbeitern, vor allem in den Schwellenländern, wird Xstrata immer wieder kritisiert.[7] So geriet beispielsweise 2002 das südafrikanische Tochterunternehmen „Vantech“ in schwere Kritik, als bekannt wurde, dass innerhalb von zwei Jahren 83 Beschäftigte - laut Gewerkschaft sogar 120, rund ein Viertel der gesamten Belegschaft - am Standort in der Provinz Mpumalanga suspendiert wurden, von denen die meisten an Bronchitis oder schwerem Asthma litten. Grund für die Erkrankungen war laut einer bereits 2001 veröffentlichten Untersuchung des südafrikanischen Bergbauministeriums, dass sie dem giftigen Minenerz Vanadiumpentoxid ausgesetzt waren. Dem Bericht des Ministeriums zufolge hatte der Vanadiumpentoxid-Staub an manchen Arbeitsstellen den zulässigen Grenzwert zuweilen um das 31fache überschritten. Ein weiterer Bericht des Ministeriums, der 2002 publiziert wurde, kritisierte, dass das Vantech-Management die Gesundheitsrisiken ignorierte und die Mitarbeiter „über Jahre hinweg einer inakzeptabel hohen Konzentration von chemischen Substanzen“ aussetzte. Dennoch, so der Bericht ebenfalls, könne der Betriebsleitung keine eindeutige Verletzung der Arbeitsschutzgesetze vorgeworfen werden. Empfohlen wurden jedoch eine Reihe von Maßnahmen, die das Unternehmen ergreifen sollte, um das Gesundheitsrisiko so gering wie möglich zu halten.[8]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Eintrag im Handelsregister des Kantons Zug
  2. a b Geschäftsbericht 2009
  3. Xstrata-Homepage: Standort Nordenham - Stand: 19. Juli 2011
  4. Glencore und Xstrata schaffen neuen Rohstoffriesen, Reuters, abgerufen am 7. Februar 2012
  5. Financial Times Deutschland: Tobias Bayer - Milliardenmaschine Glencore, 7. Februar 2011
  6. Sonntagszeitung: Zuger Saubermann baut CO2-Schleuder, 3. April 2011, S. 58
  7. Nachhaltiger Bergbau durch Multis? Ein Dossier zum Schweizer Konzern Xstrata, AG Bergbau Multiwatch, August 2010
  8. Saubere Weste?, Die Wochenzeitung, Nr. 32/02
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