Zoologischer Garten Düsseldorf

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Der Zoopark mit dem ehemaligen Wasservogelweiher im Jahr 2008

Der Zoologische Garten Düsseldorf war von 1876 bis 1943 der Tierpark in Düsseldorf, dessen Tradition heute vom Aquazoo – Löbbecke Museum im Nordpark fortgeführt wird. Die Anregung zu diesem Zoo kam von dem bekannten Zoologen und Tierschriftsteller Alfred Brehm, der oft Gast des Düsseldorfer Tierschutzvereins Fauna war. Gemeinsam mit dem städtischen Hofgärtner Friedrich Hillebrecht baute Brehm den Zoologischen Garten am damaligen Stadtrand, dem heutigen Stadtteil Düsseldorf-Düsseltal (im Volksmund: Düsseldorf-Zoo). Die feierliche Eröffnung fand am 31. Mai 1876 statt. Interimistisch wurde das Zoogelände für die Rheinisch-Westfälische Industrie- und Gewerbeausstellung 1880 genutzt.

Der Zoo wurde zunächst von einem Verein getragen und ging 1905 aufgrund einer großzügigen Stiftung des Düsseldorfer Bürgers Gustav Scheidt in den Besitz der Stadt Düsseldorf über, die den Zoo als städtische Einrichtung weiterführte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zoo einen Tierbestand von 1238 Exemplaren aus aller Welt. Dazu gehörten ein Flamingoteich und eine künstliche Burgruine. Im Jahr 1930 rückten das benachbarte Naturkundemuseum und der Zoo mit einem neu gestalteten Zooeingang und einem neuen Ausstellungshaus zu einem gemeinsamen Zentrum zusammen und genossen eine hohe Akzeptanz und einen guten Ruf.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 1943 bei einem Bombenangriff der Zoo und das Museum vollständig zerstört. Ein Teil der Sammlung konnte gerettet werden und so entstand 1947 das Löbbecke-Museum in einem Luftschutzbunker wieder, das 1948 noch durch ein Aquarium erweitert wurde. Die Einrichtungen zogen 1987 mit einer stark erweiterten Sammlung als Aquazoo-Löbbecke-Museum in den Nordpark um. Anlässlich des Jubiläums „130 Jahre Zoo in Düsseldorf“ fanden in Düsseldorf im Jahr 2006 verschiedene Feiern statt.

Das Gelände des damaligen Zoos an der Brehmstraße wurde 1951 von Ulrich Wolf zur Parkanlage „Zoopark“ mit einer Fläche von 13,06 ha umgebaut. Auf dem Gelände befindet sich auch das über die Stadtgrenzen hinweg bekannte Eisstadion an der Brehmstraße, in dem bis zum Ende der Saison 2005/2006 die traditionsreiche Düsseldorfer EG (DEG Metro Stars) spielte.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

51.2419444444446.8052777777778Koordinaten: 51° 14′ 31″ N, 6° 48′ 19″ O